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Karlsruhe Nun spricht die Stadt: Bleibt der Christkindlesmarkt künftig auf dem Friedrichsplatz?

Friedrichsplatz oder nicht Friedrichsplatz - das ist bezüglich des künftigen Standortes des Karlsruher Christkindlesmarktes nun die Frage. Die Karlsruher sprechen sich eindeutig für den Verbleib der Waldweihnacht auf dem Friedrichsplatz aus - obwohl der Gemeinderat schon 2014 die Rückkehr der Buden auf den Marktplatz beschlossen hat. Wie reagiert nun die Stadt auf das Begehren der Bürger?

Wie geht es nach der Kombilösung für die Waldweihnacht weiter? Bleiben die Stände auf dem Friedrichsplatz oder ziehen sie wieder zurück zur Pyramide? Spätestens 2021 wird man sich dieser Frage widmen müssen - der Schaustellerverband Karlsruhe und die Standbetreiber haben es aber schon jetzt getan und mit einer Unterschriftenaktion bereits rund 15.000 Menschen für den Verbleib der Stände auf dem Platz vor dem Naturkundemuseum gewonnen.

"Die Leute fühlen sich wohl hier im Glühweinwäldchen, auch durch die beleuchteten Straßen und Bäume. Es würde einfach nie wieder so schön sein, wie es jetzt hier ist", meint beispielsweise Beschickerin Petra Lindig gegenüber ka-news.de.

Petra Lindig, Beschickerin auf dem Karlsruher Christkindlesmarkt. | Bild: ka-news.de

Das Problem: Das letzte Wort hat der Gemeinderat - und der legte bereits 2014 fest: Nach dem Ende der Bauarbeiten auf dem Marktplatz kehrt der Weihnachtsmarkt wieder dorthin zurück. Auch Oberbürgermeister Frank Mentrup hatte sich schon 2013 kritisch zum "Provisorium Friedrichsplatz" geäußert. Ob sich die Stadt im Angesicht der gestarteten Petition nun aber trotzdem erweichen lässt?

Stadt vs. Beschicker: Wird ein Kompromiss gefunden?

"Die Stadtverwaltung ist immer gesprächsbereit. Natürlich denke ich, dass es bei der Unterschriftenübergabe auch einen Termin mit dem Oberbürgermeister oder einem der anderen Bürgermeister geben wird", erklärt Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz auf Nachfrage von ka-news.de.

Gabriele Luczak-Schwarz.
Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz. | Bild: Paul Needham

Sie findet lobende Worte für die starke Beteiligung der Bürger: "Das ist selbstredend und wir freuen uns auch über das Engagement, denn es ist keine Selbstverständlichkeit, dass die Menschen sich so stark für etwas einsetzen."

Forderung wird im neuen Jahr Thema im Gemeinderat

Dass sich die Budenbetreiber und Besucher für den Verbleib auf dem Friedrichsplatz einsetzen, kann Luczak-Schwarz verstehen. Dennoch: Über allem steht immer noch der Gemeinderatsbeschluss von 2014. Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es allerdings: Ein Antrag der CDU-Fraktion, den Budenzauber an seinem jetzigen Platz zu belassen, soll in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen auf die Tagesordnung kommen.

"Das wird wohl im Januar oder Februar so weit sein", so die Erste Bürgermeisterin im Gespräch mit ka-news.de weiter. "Darauf aufbauend werden dann weitere Entscheidungen in der Verwaltung vorbereitet werden." Wo der Weihnachtsmarkt künftig stattfinden wird und ob es wieder eine Zwei-Plätze-Regelung geben wird, wie sie auch die FDP-Fraktion nun in einem aktuellen Antrag fordert, bleibt also erst einmal weiterhin abzuwarten.

Bild: Bildmontage ka-news

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  •   ka-lex
    (1684 Beiträge)

    18.12.2019 19:11 Uhr
    Solange der Begriff "Christkindlesmarkt"
    ein Synonym für Glühwein ist, ist es mir völlig Wurscht wo das ist.
    Oder wurde das Christkindle mit Glühwein gesäugt?
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  •   stoersender
    (1380 Beiträge)

    18.12.2019 18:18 Uhr
    Die Grünen sind natürlich dagegen,
    es könnte ja ein Grashalm auf dem Friedrichsplatz gekrümmt werden. Spaßbefreit und weltfremd wie immer.
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  •   HerrNilson
    (1700 Beiträge)

    18.12.2019 19:23 Uhr
    Mähdrescher
    Immer noch Grünenphobie?
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  •   mueck
    (12030 Beiträge)

    18.12.2019 23:50 Uhr
    Vorschlag
    Wenn die Kriegsstraße fertig ist und ein schöner Boulevard geworden ist, einfach auf den Autofahrbahnen einen Weihnachtsmarkt aufbauen, damit die Glühweintrinker bei Regen in Trockenen stehen, natürlich auch unten im Tunnel paar Sitzplätze!

    Das wäre grandioser Blödsinn, sowas auf der Haupterschließungsstraße aufzubauen?
    Richtig.
    Aber warum dann die Hauptradverbindung 2 von 12 Monaten sperren?
    Genau: Genau so'n grandioser Blödsinn.
    Sollte das trotzdem Beschlusslage werden, muss ich mir wohl den Weg freiklagen ...
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