Karlsruhe Karlsruher Christkindlesmarkt: Fahrzeug-Blockade und mehr Polizei

In Karlsruhe werden verstärkte Sicherheitsmaßnahmen nach dem Terroranschlag in Berlin ergriffen. Auf dem Christkindlesmarkt am Friedrichsplatz sollen zwei Fahrzeuge als möglicher Aufprallschutz das subjektive Sicherheitsgefühl der Besucher erhöhen. Weiterhin ist die Polizei verstärkt mit Schutzwesten und Maschinenpistolen in der Fächerstadt präsent.

Im Bereich der Erbprinzenstraße stehen seit Dienstagmittag zwei Fahrzeuge entlang der Zufahrten zum Karlsruher Christkindlesmarkt, das bestätigte eine Sprecherin der Stadt. Sie sind eine Sofortmaßnahme der Stadt Karlsruhe und sollen das subjektive Sicherheitsgefühl der Besucher erhöhen. Zusätzlich sollen ab Mittwoch gefüllte Schuttmulden zur Absicherung des Kinderlandes auf dem Stephanplatz aufgestellt werden.

Eine konkrete Gefährdung schließen sowohl die Stadt als auch die Polizei Karlsruhe aus - es bestehe weiterhin eine abstrakte Gefährdungslage ohne konkrete Hinweise. Aber: "Wir haben die Ereignisse von Berlin zum Anlass genommen, um unsere Maßnahmen erneut zu überprüfen und anzupassen", so Polizeisprecher Martin Plate, "wir werden die Präsenz nochmals erhöhen und unsere Maßnahmen intensivieren."

"Wachsam, aber nicht ängstlich"

In Zusammenarbeit mit den Behörden sowohl auf kommunaler als auch auf Landes- und Bundesebene will man die größtmögliche Sicherheit für die Bevölkerung gewährleisten. Der Leitgedanke laute dabei: Wachsam, aber nicht ängstlich. "Wir werden uns nicht verbarrikadieren oder Stacheldrähte um die Weihnachtsmärkte ziehen", so Plate im Gespräch mit ka-news. Allerdings halte man Einsatzkräfte mit "robuster Ausstattung" bereit, um rasch und zielführend intervenieren zu können, wenn nötig.

Sichtbaren Sperren, begrenzten Zufahrten und erhöhte Polizei-Präsenz sind erste Schritte, um möglichen Gefahren vorab zu begegnen und ein sichtbares Zeichen zu setzen. "Ob damit alle Gefahren verhindert werden können, ist auf ein anderes Blatt geschrieben", so Plate, "aber sie sind ein Sicherheitsplus." Ob die Polizeipräsenz in Karlsruhe auch am Silvesterabend verstärkt wird, ist noch offen. Entsprechende Pläne liegen vor, ob sie zur Anwendung kommen, will man in der kommenden Woche entscheiden.

Oberbürgermeister Frank Mentrup ruft am Mittwoch, um 20 Uhr, zu gemeinsamen Mahnwache auf dem Platz der Grundrechte auf. Die Gedenkveranstaltung wird kurz nach 20 Uhr mit einem stadtweiten Glockengeläut der christlichen Kirchen eröffnet. Gegen 20.15 Uhr wird das Stadtoberhaupt sprechen. Der Betrieb auf der Schlittschuhbahn wird aus diesem Grunde morgen bereits um 20 Uhr eingestellt. Die Beschicker der Weihnachtsmärkte in Karlsruhe und Durlach werden ihre Stände bereits um 19.45 Uhr schließen, um sich der Gedenkveranstaltung anschließen zu können.

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