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Karlsruhe Es bleibt eine einmalige Sache: Karlsruher Christkindlesmarkt gibt es nur in diesem Jahr mit Riesenrad!

Das Karlsruher Marktamt hat sich in diesem Jahr eine weitere Attraktion für die Besucher des Christkindlesmarkts überlegt: Auf dem Marktplatz wurde am Mittwoch ein Riesenrad aufgebaut. Es wird während der Vorweihnachtszeit seine Runden drehen. "Eine einmalige Gelegenheit", sagt Marktamtsleiter Armin Baumbusch im Gespräch mit ka-news. Nur in diesem Jahr steht die Fläche zur Verfügung, bereits im Frühjahr 2019 beginnen die Umbaumaßnahmen und der Marktplatz wird wieder zur Baustelle.

"Wir haben dieses Jahr die einmalige Chance, dass auf dem Marktplatz die Fläche zur Verfügung steht", sagt Armin Baumbusch, "wir sind richtig stolz, dass wir das hinbekommen haben." Im vergangenen Jahr nahmen Baustellengeräte, -zäune und -gerätschaften der Kombilösung noch viel Raum ein - diese sind nun nicht mehr vorhanden. Dafür ist Platz für das 38 Meter hohe, 85 Tonnen schwere Riesenrad "White Star" mit seinen 26 Gondeln.

Marktplatz wird 2019 wieder zur Baustelle

Bereits im kommenden Frühjahr wird sich der Marktplatz wieder in eine Baustelle verwandeln: Die Umgestaltung des Marktplatzes steht an. Er erhält seine neue Oberfläche, seine neue Beleuchtung und der Ludwigsbrunnen soll zurückkehren.

Der Marktplatz nach der Kombilösung
Der Marktplatz nach der Kombilösung (Fotomontage). | Bild: Stadtplanungsamt Karlsruhe

2019 wird für die Weihnachtsstadt wieder weniger Stellfläche zur Verfügung stehen. Das Riesenrad wird eine einmalige Sache bleiben - "wir wollen keine zusätzliche Kirmes auf dem Marktplatz aufbauen. Dafür haben wir zweimal im Jahr die Karlsruher Mess'", sagt Baumbusch.

Warum ausgerechnet ein Riesenrad?

Warum ein Riesenrad und keine Boxautos oder Karussells? Man wollte ein Highlight präsentieren und habe mit den zwei Doppelrädern vor dem Karlsruher Schloss im Sommer 2017 positive Erfahrungen gesammelt, so der Marktamtschef.

Riesenrad Karlsruher Schloss
Die Riesenräder vor dem Karlsruher Schloss im Rahmen der Heimattage. | Bild: ka-Reporter: Peter Eich

Der ausschlaggebende Punkt war aber die Infrastruktur: Im Gegensatz zu den Weihnachtsmarktbuden benötigt das Riesenrad nur Strom, kein Wasser oder Abwasser. "Wir hätten daher keine weiteren 20 Stände auf dem Marktplatz platzieren können", sagt Baumbusch.

Lichtweihnacht auf dem Karlsruher Marktplatz 2017. | Bild: Thomas Riedel

Bereit gestellt wird das Riesenrad von Christian Göbel, er ist mit der Firma Göbel Worms GbR Inhaber und Betreiber des Fahrgeschäfts. Mit seinen Riesenrädern ist er regelmäßig auf der Karlsruher Herbst- und Frühjahrsmess' vertreten.

Bild: Thomas Riedel

Für ihn war klar: Wenn ein Riesenrad auf den Marktplatz kommt, ist die Firma Göbel Worms dabei. "Wir kommen aus Worms, Karlsruhe ist nicht ganz so weit weg", sagt der Schausteller im Gespräch mit ka-news zu den Beweggründen.

"Wenn die Stadt ein Riesenrad auf dem Marktplatz aufbaut, sind wir dabei"

"Wir haben vor zwei Jahren das Riesen-Fahrrad mit Doppelrädern vor dem Karlsruher Schloss betrieben und damals bereits gesagt, wenn der Marktplatz fertig ist und die Stadt dort ein Riesenrad aufbauen würde, sind wir dabei." Man habe engen Kontakt gehalten und sich auf die offizielle Ausschreibung beworben - die konnte die Firma Göbel für sich entscheiden.

Bild: Thomas Riedel

Nun steht das Riesenrad in der Vorweihnachtszeit nicht im französischen Amiens, sondern im badischen Ländle. "Wir hatten großes Glück, dass die Firma Göbel bereit war, das Rad zu stellen - normalerweise hätte es in Frankreich gastiert", sagt Baumbusch.

Gewicht ist kein Problem für unterirdische Baustelle - "es wurde alles punktgenau vermessen"

Statische Bedenken für die darunter liegende Baustelle der Karlsruher Kombilösung wurden vorab aus dem Weg geräumt: "Wir haben das alles mit den Statikern der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) abgeklärt", sagt Baumbusch, "es wurde alles punktgenau vom städtischen Liegenschaftsamt vermessen, dass die Gewichtsverteilung stimmt." Immerhin wiegt das Riesenrad 85 Tonnen, die wollen auf der unterirdischen Haltestelle gleichmäßig verteilt werden.

Kombilösung: Haltestelle Marktplatz
So soll die unterirdische Haltestelle nach Fertigstellung aussehen. | Bild: (ps/Kasig)

Die ersten Runden können bereits am 24. November gedreht werden: Als Attraktion zum Tag der offenen Tür des Rathauses am Marktplatz können die Gondeln von 10 bis 17 Uhr bestiegen werden. Preislich liegen die Fahrten auf Karlsruher Mess'-Niveau: Die Fahrt kostet für Erwachsene fünf Euro, für Kinder drei Euro.

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Weihnachtsmärkte in der Region: Am 27. November 2018 öffnet in Karlsruhe der Christkindlesmarkt auf dem Friedrichsplatz und dem Marktplatz. Vor dem Schloss steht die Kunsteislauffläche Stadtwerke Eiszeit für Eislaufen und Eisstockschießen bereit. Welche Weihnachtsmärkte in und um Karlsruhe noch starten, die Öffnungszeiten und was es dort zu sehen gibt, haben wir in diesem Dossier zusammengefasst.

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Kommentare (22)
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  •   yokohama
    (3318 Beiträge)

    16.11.2018 15:06 Uhr
    Tolle Idee
    warum nicht jedes Jahr, wenn der Marktplatz fertig ist?
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  •   Rino
    (257 Beiträge)

    16.11.2018 14:26 Uhr
    Schön, schön
    Dann können wieder 9 jährige Kids ohne irgendwelche Erwachsene in die Gondeln steigen und mitfahren aus reiner Profitgier.
    Gegenstände wie Feuerzeuge aus den Gondeln werfen wie vor dem Schloss geschehen und keinen vom Personal interessierts.
    Aber das Rathaus hat ja alles im Blick und kann sofort handeln.
    Ich hoffe nur dass das Rad am Sylvester noch steht,
    dann kann man aus mehr Höhe ein Feuerwerk zünden.😂
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  •   Rundbau-Gespenst
    (10712 Beiträge)

    16.11.2018 14:07 Uhr
    ist auf der Fotomontage des Stadtplanungsamts (ganz oben)
    mit "U" der Treppenabgang zu den Toiletten gemeint? Man hätte doch dort statt "U" einfach "WC" schreiben können, oder?

    grinsen
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  •   dipfele
    (4958 Beiträge)

    17.11.2018 05:08 Uhr
    Es geht doch zur....
    … U Bahn hinunter. Jetzt gibt es am Marktplatz auch kein Klo. Dringende Bedürfnisse können auch Mo-Fr während der Dienstzeit im Rathaus abgewickelt werden.
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  •   chris
    (575 Beiträge)

    16.11.2018 09:59 Uhr
    Sehr schön
    das sieht toll aus...ein Riesenrad freut vor allen Dingen unsere Kinder, das höchste Gut in unserem Lande. Wer weiß, vielleicht ist es so erfolgreich, dass es wieder kommt. Der Weihnachtsmarkt in Karlsruhe hat sich über die Jahre prächtig entwickelt. Aus der Not heraus vor dem Naturkundemuseum. Daraus wurde erst eine völlig neue Dimension eröffnet. Der alte Weihnachtsmarkt nur auf dem Marktplatz hatte wenig Charme. Jetzt gilt es auszubauen, denn der Weihnachtsmarkt ist überregional zum Magneten geworden. Den Einzelhandel freut es. Die Stadt und die Bürger auch. Glück auf Karlsruhe.
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  •   ALFPFIN
    (6317 Beiträge)

    15.11.2018 23:11 Uhr
    Ich würde ja den
    einen oder anderen Stadtpolitiker, die uns die UBahn eingebrockt haben, gerne auch die inzwischen pensionierten, in die Gondeln des Riesenrades setzen und da oben eine Weile hängen lassen. Da ist die Luft frisch und sie könnten in Ruhe darüber nachdenken, ob die Decke der unteririschen Haltestelle hält oder nicht. Vielleicht könnten sie da oben auch schon einmal durchrechnen, wieviel unsere Ur-Urenkel an dieser Kombi noch zu zahlen haben. Gut der Weihnachtsmann könnt ja unten so lange warten, bis sie wieder runter gelassen werden, wegen der "Bescherung". grinsen
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  •   ALFPFIN
    (6317 Beiträge)

    15.11.2018 23:18 Uhr
    Wobei
    es natürlich die unterirdische Haltestelle ist, über die sie nachdenken sollten. grinsen
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  •   betablocker
    (3674 Beiträge)

    15.11.2018 21:40 Uhr
    Also
    ich würde sagen die französische Stadt heisst Amiens, nicht Armiens.
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  •   redaktion
    (997 Beiträge)

    16.11.2018 11:42 Uhr
    Mais oui
    Danke für den Hinweis. Haben das verbessert.
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    (3674 Beiträge)

    17.11.2018 08:24 Uhr
    De rien,
    jetzt noch IM französischen Amines und nicht IN französischen Amiens, dann passts. zwinkern
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