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Karlsruhe Aus auf dem Christkindlesmarkt: Happy End für enttäuschte Pizzabäcker?

Noch vor der offiziellen Eröffnung am Donnerstag sorgt der Karlsruher Christkindlesmarkt in diesem Jahr für Aufsehen - allerdings nicht im positiven Sinne: Mehrere Stände, die seit vielen Jahren mit dabei waren, fehlen dieses Mal auf dem Friedrichsplatz. Zumindest die Pizzabäckerei Gebert hat nun eine Alternative gefunden.

Es war ein Schock für seine Fans und für seine Familie: Die gleichnamige Pizzabäckerei von Rolf Gebert hat in diesem Jahr keinen Platz auf dem Karlsruher Christkindlesmarkt bekommen. Seit mehr als 40 Jahren verkaufen die Pizzabäcker ihre Ware auf dem Weihnachtsmarkt. Nun hat die Stadt aufgrund von Platzmangel und Beschwerden in der Vergangenheit neue Richtlinien festgelegt - und dem Pizzastand eine Absage erteilt.

Sowohl das Verwaltungsgericht in Karlsruhe als auch der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim hatten die Entscheidung des Marktamts bestätigt. Für Pizzabäcker Rolf Gebert und seinen Mitbetreiber Patrick Neigert hat sich nun aber ein Ausweichplatz gefunden: Die Pizzabäckerei darf ihren Stand vor dem Lokal "Alte Bank" in der Herrenstraße aufstellen.

Dort betreibt das Lokal jedes Jahr einen kleinen eigenen Weihnachtsmarkt, wie Mitbetreiber Harry Dietrich im Gespräch mit ka-news erklärt. Pizzabäcker Neigert hatte sich nach dem Aus auf dem Christkindlesmarkt an den Gastronomen gewandt. "Wir hatten hier noch einen Platz und ich wollte gerne helfen", so Dietrich.

Zusammen mit fünf anderen Buden wird nun die Pizzabäckerei Gebert ab Donnerstag bei der Stephankirche seine Waren anbieten. Andere glücklose Bewerber wie die Familie Eichel mit ihrem Langos- und die Familie Wagner mit ihrem Flammkuchenstand können aber nicht auf ähnliches Glück hoffen: "Wir haben dort keine weitere Fläche zur Verfügung", so Dietrich.

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  •   andip
    (9795 Beiträge)

    23.11.2016 15:23 Uhr
    So einfach kann man das nicht sehen
    Solche Weihnachtsmärkte gab es schon vor ewigen Zeiten, als man noch nicht alles überall und ständig kaufen konnte.
    Damals war es üblich, dass auf den Märkten jede Menge an Alltagswaren angeboten wurden und die auch gekauft wurden, einfach weil man sie sonst nirgendwo bekam.
    Zugegeben, heutzutage ist das nicht mehr nötig, aber vielleicht aus alter Tradition...?
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  •   kommentar4711
    (2300 Beiträge)

    23.11.2016 18:01 Uhr
    Ja, schon
    Aber warum diese blöde Begründung seitens der Stadt?
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  •   Originalteil
    (1242 Beiträge)

    23.11.2016 16:29 Uhr
    Wenn das
    aus alter Tradition beibehalten wird kann man auch den Pizzastand aus Tradition beibehalten. Vor allem weil das ein Magnet war, im Gegensatz zu Naturbürsten und FengShui Seifen.

    Und was waren eigentlich die Beschwerden in der Vergangenheit die im Artikel stehen? Im Vorgängerartikel war davon nichts zu lesen. Das wäre auch noch interessant.
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  •   holdenriedr
    (114 Beiträge)

    23.11.2016 16:39 Uhr
    @Originalteil
    Danke für die Nachfrage. Die Beschwerden, die es in der Vergangenheit gab, kamen nach Aussage der Stadt von Betreibern, die keinen Platz auf dem Christkindlesmarkt erhalten hatten. Damit das Ganze transparenter und damit rechtsicherer wird, hat das Marktamt die neuen Richtlinien erarbeitet. Der Gemeinderat hat dann im Juni grünes Licht gegeben.
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  •   armeshundele
    (523 Beiträge)

    23.11.2016 18:16 Uhr
    Also ist ein Stand
    auf dem Karlsruher Weihnachtsmarkt, trotz der vielen Baustellen sehr lukrativ.
    Wenn Besucher nach KA kommen, gehen sie nicht nur auf den Weihnachtsmarkt.
    Warum dann das dauernde Gejammer der Einzelhändler wegen der Baustellen ?
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  •   ALFPFIN
    (6802 Beiträge)

    23.11.2016 15:49 Uhr
    Das meine ich ja,
    man will das Weihnachtsangebot nur auf "weihnachtlichen Warenverkauf" zurückführen. Das würde eben bedeuten, nur die von mir angeführten Angebote zuzulassen. Weihnachtsmärkte waren noch in meiner Kindheit auch Märkte, auf denen vor allen Dingen die damals älteren Leute, vieles für den Haushalt gekauft haben, nicht als Weihnachtsgeschenk, sondern für den eigenen Gebrauch. Unter den Angeboten waren damals noch der warme Fleischkäs und die Bratwürscht. Darauf haben wir Kinder uns gefreut und ein Kinderkarussell gab es auch. Da hätte man dort schon sagen müssen, der Steingutkrug und der Suppentopf und die beste Bratpfanne der Welt gehören auf die Frühjahrsmesse. Auch das wird heute auf den Weihnachtsmärkten angeboten.
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