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Karlsruhe 2G plus-Regel auf dem Karlsruher Weihnachtsmarkt: Bauen die Schausteller jetzt etwa ihre Buden ab?

Ab heute gilt in Karlsruhe die 2G plus Regel. Heißt: Für Veranstaltungen müssen Geimpfte und Genesene strengere Zutritts-Vorgaben erfüllen. Zu diesen Veranstaltungen zählt auch der Karlsruher Weihnachtsmarkt. Für die Beschicker und Mitarbeiter bedeutet dieser Regelwechsel jedoch noch stärkere Kontrollen und mögliche Einnahmeeinbußen. ka-news.de hat darum bei der Vorsitzenden des Karlsruher Schausteller-Verbandes, Susanne Filder, nachgefragt: Wars das jetzt mit dem Christkindlesmarkt?

Ihre Aussage war auf der Pressekonferenz am vergangenen  Donnerstag sehr deutlich: 2G plus wäre für Schausteller "fatal". Jetzt, nicht mal eine Woche später, ist die Befürchtung wahr geworden. Laut der neuen Corona-Verordnung von Baden-Württemberg müssen sich ab dem heutigen Mittwoch selbst Geimpfte und Genesene testen lassen, um etwa den Karlsruher Christkindlesmarkt zu besuchen. Ungeimpfte haben wiederum gar keinen Zutritt. 

Doch heißt diese Neuregelung etwa auch, dass die Schausteller nun die Zelte abbrechen werden?  Im Gespräch mit Susanne Filder wird klar: das letzte Wort ist hier noch nicht gesprochen. 

Gespräch mit der Stadtverwaltung am Montag

"Wir gehören nicht zu den Menschen, die die Flinte ins Korn werfen. Wir werden es probieren", so die Vorsitzende des Karlsruher Schausteller-Verbands im Gespräch mit ka-news.de. Allerdings sehe Filder das Problem darin begründet, dass viele Besucher vermutlich keine Lust haben, sich testen zu lassen und dann nochmal vor dem Einlass anzustehen. "Da kommt ja auch für die Security nochmal Arbeit hinzu, wenn die doppelt kontrollieren müssen", so Filder weiter.

Susanne Filder, Vorsitzende Schaustellerverband Karlsruhe.
Susanne Filder, Vorsitzende Schaustellerverband Karlsruhe. | Bild: Thomas Riedel

Ein weiterer Punkt seien auch die Kosten, die so ein Schausteller mit den Buden habe. Darum müsste erst einmal abgewartet werden, wie sich die Situation mit 2G plus in Karlsruhe entwickle. Oder anders gesagt: Inwiefern die Stadt den Schaustellern weiter entgegenkommen kann, damit sich das Geschäft für sie auch rentiert. 

Bild: Thomas Riedel

"Wir werden das Wochenende abwarten und werden uns dann am Montag mit der Karlsruher Stadtverwaltung treffen. Wenn es sich nicht rentiert, müssen wir uns eben was einfallen lassen. Genaueres dazu kann ich also erst ab Dienstag sagen", so die Schausteller-Vorsitzende abschließend. 

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  •   tom1966
    (1675 Beiträge)

    25.11.2021 09:21 Uhr
    Wenn
    es schon notwendig ist, dass Intensivpatienten in andere Krankenhäuser außerhalb von BW verlegt werden müssen, so ist nach meiner Meinung die Schwelle weit überschritten, bei der man noch einigermaßen locker mit der Pandemie umgehen kann, dann sind Maßnahmen notwendig, die die Ausbreitung des Virus eindämmen, und zwar sofort!
    In dieser Situation den Weihnachtsmarkt offen zu lassen, halte ich persönlich für fahrlässig, selbst unter 2G+ Bedingungen. Es tut mir für die Standbetreiber leid, aber im Moment sieht es nicht so aus, als würde sich die Lage in nächster Zeit entspannen, eher das Gegenteil.

    Mal ganz polemisch: Es kommt ein Herzinfarkt- / Schlaganfallpatient oder ein Unfallopfer ins Krankenhaus, kann nicht sofort behandelt werden, weil Impfverweigerer Betten und Personal blockieren , und stirbt deswegen. Dann ist die K... mal richtig am Dampfen!
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  •   mueck
    (12398 Beiträge)

    25.11.2021 10:56 Uhr
    !
    " Es kommt ein Herzinfarkt- / Schlaganfallpatient oder ein Unfallopfer ins Krankenhaus,"

    ... wenn er überhaupt dahin kommt ...
    In einem meiner vielen Foren hat eine Dame den Fall ihrer Freundin berichtet, die mit Schlaganfall nicht ins nächstgelegene konnte, sondern nach Schweinfurt gefahren werden musste. Pkw-Fahrzeit so 1,5h, Exitus im Rettungswagen leider schon kurz vor Schweinfurt ... Das war so vor 2 Wochen schon ...
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  •   maehdrescher
    (1696 Beiträge)

    25.11.2021 10:54 Uhr
    Dann
    darf ich Ihnen meine Bewunderung ausdrücken. Sie scheinen sich mit der Verbreitung von Viren besser auszukennen als die studierten Aerosolforscher. Sind Sie etwa Politiker?

    Genau da liegt doch das Problem: auch nach fast zwei Jahren Pandemie hat die Politik noch immer nicht gelernt, dass es nicht darauf ankommt, sich als Corona-Sheriff zu gebärden, sondern dass man sich auf diejenigen Maßnahmen konzentrieren sollte, die nachgewiesen auch Nutzen bringen.

    Eigentlich doch ein Armutszeugnis für unsere Politik und Gesellschaft. Wieso ignoriert man immer dann die Wissenschaft, wenn einem die Aussage nicht passt? Wenn Maßnahmen sinnvoll und gut begründet wären, dann hätten sie auch mehr Akzeptanz. Aber so?
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  •   Denkfehler
    (252 Beiträge)

    25.11.2021 17:56 Uhr
    Die Maßnahmen...
    ...waren alle
    Zitat von maehdrescher sinnvoll und gut begründet
    - bis dann ein paar Aluhütchenträger mit "alternativen Wissenschaften" aus den Ecken kamen und glaubten, sich aus ihrer Bedeutungslosigkeit mit abstrusen Ideen und Theorien lösen zu können.
    Ich habe von allen Kritikern, "alternativen Wissenschaftlern" und selbsternannten "Experten" noch keinen gehört, der tatsächlich alternative Maßnahmen genannt hat. Und zwar Maßnahmen, die von der gesamten Bevölkerung auch nachvollzogen, und somit auch akzeptiert werden können, und nicht nur von den Jüngern "alternativer Wissenschaft" für toll befunden werden.

    Also: Was wären denn die alternativen, angeblich besseren Maßnahmen gewesen?
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  •   tom1966
    (1675 Beiträge)

    25.11.2021 13:25 Uhr
    Bin ich Politiker?
    Nein, aber ich kann denken- und zwar nicht quer!
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  •   Prof.Baerlapp
    (809 Beiträge)

    25.11.2021 17:32 Uhr
    Also wer
    für wissenschaftlich gut begründete und vom Bürger nachvollziehbare Maßnahmen eintritt, der ist ein Querdenker?!

    Bitte nicht reflexartig auf alle eindreschen, die ein vernunftgesteuertes statt ein panisches Vorgehen in der Pandemie wünschen.
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  •   tom1966
    (1675 Beiträge)

    26.11.2021 12:45 Uhr
    Meine Meinung ist,
    dass in der aktuellen Situation mit vollen Intensivstationen, Verlegung von Patienten und anstehenden Triageentscheidungen jede größere Menschenansammlung auf engem Raum (auch unter freiem Himmel) dem Virus die Chance gibt, sich weiter zu verbreiten.
    Meine Ansicht stütz sich auf folgendes:
    - Die aktuell kursierende Delta-Variante ist um ein vielfaches ansteckender als die Ursprungsvariante
    - Man kann das Virus verbreiten, obwohl ein Schnelltest noch negativ anzeigt, weil die Virenlast im Körper noch relativ gering ist
    - Die Ansteckungsgefahr im Freien ist gering, aber sie steigt dennoch mit der Anzahl der Menschen pro Fläche

    Das hat nichts mit Panik zu tun, es ist aber meine feste Überzeugung, dass seitens der Politik früher hätte eingegriffen werden müssen. Das ist aktuell schwierig, da wir und im Übergang zwischen zwei Regierungen befinden. Jetzt muss es dafür aber schnell gehen.

    Was das "und nicht quer" betrifft: Schon mal etwas von Ironie gehört?
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  •   melotronix
    (3559 Beiträge)

    25.11.2021 07:29 Uhr
    warum ist das nur so schwer zu verstehen?
    ..weil Geimpfte genauso Überträger sein können und es auch bei dieser Gruppe, zu Verläufen kommen kann, die stationär behandelt werden müssen. Die Krankenhäuser sind am Anschlag, schon mitbekommen?
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  •   andip
    (11281 Beiträge)

    25.11.2021 08:10 Uhr
    Aber nicht im Freien
    Eine Ansteckungsgefahr im Freien ist kaum vorhanden, dass hat man schon vor längerer Zeit festgestellt und das wird auch immer wieder wiederholt.
    Ja, auch Geimpfte können ansteckend sein, aber bei weitem nicht so sehr wie die Ungeimpften.
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  •   kommentar4711
    (3409 Beiträge)

    25.11.2021 08:13 Uhr
    ANTWORT AUF "ABER NICHT IM FREIEN"
    Zumal noch dazu kommt, dass es ja auch zahlenmäßig eine Zugangsbeschränkung gibt, die Leute also auch noch Abstand halten können.
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