Stark geschädigte Kiefern und Buchen sollen im Oberreuter Hardtwald zwischen Hohlohstraße (Siedlerheim) und den Kleingärten gefällt werden. Zudem sollen entlang der Kleingärten überhängende und trockene Kiefern entnommen werden. "In der Fläche bleiben einzelne Habitatbäume und Habitatbaumgruppen als zentrale Elemente der Altersphase des Waldes erhalten", schreibt die Stadt Karlsruhe in einer Pressemitteilung.

Diese bieten weiterhin Lebensraum für Spechte, Fledermäuse und den dort vorkommenden Berliner Prachtkäfer. Aus Sicht des Artenschutzes sei der gewählte Termin ebenfalls günstig, da Vogelbruten bereits abgeschlossen sind und sich die Fledermäuse noch nicht im Winterschlaf befinden, heißt es.

Kranke Bäume im Hardtwald
Bild: Stadt Karlsruhe

Vor allem auf den wasserdurchlässigen Sandböden des Hardtwaldes sind die Trockenschäden zu erkennen. Hier sind Kiefern abgestorben oder stehen kurz davor. Alte Buchen trocknen von der Baumkrone her ab, was in der Nähe der Waldwege und Waldränder zu einem erheblichen Ast- oder Kronenbruch-Gefahrenpotential führt. Zudem haben viele Bäume wegen der Trockenheit bereits die Blätter abgeworfen. 

Die Waldfläche wurde bereits durch den Orkan Lothar 1999 stark in Mitleidenschaft gezogen. Durch Pflanzung und natürliche Ansamung steht die nächste Waldgeneration aber bereits am Start. Diese wird es jedoch angesichts der prognostizierten Klimaentwicklung nicht leicht haben. Zudem fressen an den Baumwurzeln die Engerlinge der Maikäfer, was den Bäumen zusätzliche Probleme bei der Wasserversorgung macht. Die Maßnahmen sollen bis Mitte Oktober abgeschlossen sein. Es kann zu kurzfristigen Sperrungen von Waldwegen kommen.