Wie der an die CDU/CSU angelehne Studentenverband in einer Pressemitteilung berichtet, habe der neu gewählte UStA seine  Denkweise bereits bei der dritten Sitzung des Studierendenparlaments (StuPa) gezeigt. So sei dem RCDS-Mitglied Schürmann von der UStA nahe gelegt worden, seine Kandidatur zum Amt des Innenreferenten nieder zu legen. 

Begründet habe man dies damit, dass Schürmanns teils kontroversen Standpunkte ein Problem in der konstruktiven Zusammenarbeit des UStA darstelle. Auch ein Verweis auf die Bindung aller UStA-Referenten an die Beschlüsse des Studierendenparlaments sowie Schürmanns Garantie, jederzeit für die Ziele des Arbeitsprogramms uneingeschränkten Einsatz zu zeigen, hätten dem UStA-Vorstand Anselm Laube und seinem Team nicht ausgereicht. Nach Ansicht des RCDS zeige dies, dass eine zweite Meinung im mehrheitlich von der Grünen Hochschulgruppe (GHG) gestellten UStA nicht erwünscht sei.

"Einer vom RCDS" könne doch kein Referent werden", sei nach Angaben der christlich-demokratischen Studenten inoffiziell zu vernehmen gewesen. Weil jedoch auch dem unliebsamen UStA bekannt sei, dass sich das StuPa einen Vertreter der politischen Mitte wünsche, sei Schürman ein Sonderposten angeboten worden. Diese Position wäre allerdings zu Beratungszwecken und mit keinerlei Stimmrechten oder Befugnissen versehen gewesen.

RCDS sieht Demokratie untergraben

Bernhard Gürich, Fraktionsvorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des RCDS Karlsruhe ist verärgert: "Diese Vorgehensweise ist alles andere als angebracht. Trotz freier Referatsstellen wird hier engagierten Studenten jegliche Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit entzogen."

Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende des RCDS, Thomas Deubel: "Ich bin schlichtweg fassungslos, wie hier mit Henrik umgesprungen wurde." So entwickle sich der 'grüne UStA' immer mehr zur Farce, bei dem das Demokratieprinzip untergraben werde. Da Henrik Schürmann in diesem UStA keinerlei Zukunft sehe, wolle er sich zwar weiterhin auf freiwilliger Basis einbringen, jedoch stehe er für eine neue Kandidatur nicht mehr zur Verfügung.