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Stuttgart Staus vermeiden: Verkehrsminister will Home-Office-Pauschale

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann macht sich zur Vermeidung von Staus im Berufsverkehr für die Einführung einer Home-Office-Pauschale stark. "Bisher belohnen wir über die Pendlerpauschale diejenigen, die mit dem Auto zur Arbeit fahren und möglichst lange Strecken zurücklegen", sagte Hermann der "Südwest Presse" (Samstag).

"Ökologisch und verkehrlich sinnvoller wäre es aber, diejenigen steuerlich zu belohnen, die zu Hause arbeiten. Ich wäre daher für die Einführung einer Home-Office-Pauschale als Anreiz, den Autoverkehr gerade in den Spitzen zu reduzieren." Er könne sich daher eine entsprechende Bundesratsinitiative vorstellen, kündigte der Grünen-Politiker gegenüber der Zeitung an.

Dass Arbeitnehmer während der Hochphase der Pandemie verstärkt zu Hause gearbeitet hätten, habe den Verkehr auf den Straßen deutlich reduziert. Viele Firmen hätten sich nun auf die Möglichkeit der digitalen Arbeitswelt eingestellt. Dies müsse die Politik nutzen, um Verkehr besser zu lenken. "Wenn wir nicht steuern, droht der Rückfall zum Vor-Corona-Zustand mit vollen Straßen, vielen Staus." Er schlägt etwa gestaffelte Schulöffnungszeiten zur Vermeidung öffentlicher Staus vor.

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  •   Rundbau-Gespenst
    (11928 Beiträge)

    01.08.2020 21:47 Uhr
    der Oberlokführer der SWEG
    sollte mal aufzeigen, wie er das finanzieren will und nicht einfach wieder mal fordern...
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  •   santana
    (1220 Beiträge)

    02.08.2020 12:13 Uhr
    @Rundbau-Gespenst
    Er ist halt ein Grüner und die sind immer und überall am fordern.
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  •   Steuerfuchs
    (1 Beiträge)

    01.08.2020 12:45 Uhr
    Verkehrsminister ohne Ahnung vom Steuerrecht - also besser erst informieren dann mit der Presse...
    Der Beitrag und die Äußerungen des Verkehrsministers zeigen wir sehr deutlich wie wenig Ahnung der gute Mann vom Steuerrecht hat. Bevor er ressortfremde Äußerungen macht sollte er sich erstmal kundig machen, welche Regelungen im Steuerrecht gelten!
    Die Pendlerpauschale als Belohnung darzustellen ist ein schlechter Witz. Die gibt es natürlich nur, wenn der Arbeitnehmer beruflich bedingt zur Arbeitsstätte pendeln muss und ersetzt dessen Aufwendungen für das gewählte Verkehrsmittel (z.B. auch das ökologisch wertvolle Fahrrad!).
    Wenn man sich die ADAC-Tabelle anschaut wie hoch die effektiven Aufwendungen je Kilometer sind, dann ist das Wort Belohnung extrem deplaziert. Die Pauschale berücksichtig nämlich nur einen Teil der tatsächlichen Kosten.
    Und die Berücksichtigung ist durch das objektive Nettoprinzip auch verfasssungsrechtlich geboten.
    Da hilft alle grüne Doktrin des Ministers nicht. Der sollte sich erstmal informieren und Sachkunde erlangen bevor er sich gegenüber der Presse äußert.
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  •   timo
    (3155 Beiträge)

    03.08.2020 06:39 Uhr
    Belohnung passt schon
    Ich behaupte mal, dass sich die meisten Arbeitnehmer ihre Arbeitsstätte und ihren Wohnort selbst aussuchen. Wer vernünftigerweise (oder glücklicherweise) beides nah zusammen hat wird so benachteiligt (da er dafür evtl. höhere Mietkosten o. ä. in Kauf nimmt)
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  •   FCKSUV
    (332 Beiträge)

    01.08.2020 10:59 Uhr
    Nützt uns systemrelevanten
    Berufen leider nichts. Wir müssen raus an die Front, damit das Land nicht still steht. zwinkern
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  •   sonja.obert
    (3 Beiträge)

    01.08.2020 14:49 Uhr
    Natürlich nutzt das grade uns an „der Front“ was!
    Ich bin um jeden einzelnen froh, der im Homeoffice bleibt, wenn er oder sie es kann! Das ist ein Auto weniger im Stau, eine Bazillenschleuder weniger in der Bahn, usw.

    Jeder der nicht pendelt, schont Infrastruktur, Mitmenschen und Umwelt!

    Nicht so ich-bezogen denken zwinkern

    Ich finde, in einem Beruf zu arbeiten, in dem Homeoffice problemlos möglich ist, bringt die gesellschaftliche Verantwortung mit sich, dieses Privileg auch zu nutzen. Daher begrüße ich jegliche Initiativen hierfür, sei es von Staats- oder Arbeitgeberseite.

    Da gewinnen doch alle...
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