Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hofft jedenfalls, mit dem neuen "Perso" den Betrug im Internet eindämmen zu können. "Dieser Ausweis ist die sicherste elektronische Identitätskarte, die es auf dem Markt gibt", sagte er am Donnerstag in Berlin.

Damit könne man sich zum Beispiel bei Geldgeschäften im Internet identifizieren. Zum Ausweis gehört auch eine sechsstellige Pin - damit man ihn jedoch für Geschäfte im Internet benutzen kann, müsse man sich ein Lesegerät anschaffen.

Eine einfache Version davon soll künftig etwa zehn Euro kosten, sagte Maizière. Der Personalausweis selbst kostet 28,80 Euro - dreimal so viel wie bisher. Für Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren ist er kostenfrei, bis 24 Jahre kostet er ermäßigt nur 19,90 Euro. Dies sei jedoch gerechtfertigt, weil der neue Ausweis deutlich mehr Funktionen habe.

Zum Beispiel könne er für Online-Kontakte mit Behörden genutzt werden oder um digitale Dokumente elektronisch zu "unterschreiben". Freiwillig kann auch ein Fingerabdruck auf dem neuen Ausweis gespeichert werden.

Kritiker weisen dagegen auf Probleme mit dem Datenschutz hin. Sie bemängeln, dass die Bürger die Kontrolle darüber verlieren könnten, von wem ihre Daten ausgelesen und weiterverarbeitet werden. Es wird sogar befürchtet, dass die Daten auf dem Ausweis trotz Verschlüsselung von Kriminellen ausgelesen und missbraucht werden könnten.

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