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Durlach Baustelle Turmberg: "Manchmal denkt man, der Berg ist innen hohl"

Die Durlacher Turmbergterrasse soll bis 2015 umgestaltet werden. Das Konzept sieht einen Schauweinberg, Stufenterrassen so wie einen Neubau mit Dachterrasse und Veranstaltungsräumen im Untergeschoss vor. Zuletzt wurden die Kosten für dieses Vorhaben von der Stadt auf rund 3,5 Millionen Euro beziffert, rund 700.000 Euro mehr als ursprünglich veranlagt.


Zu der Kostenexplosion kam es, weil die Stabilisierung des Untergrunds sich komplexer und aufwändiger als ursprünglich erwartet darstellte. Die Arbeiten für die Neugestaltung haben bereits im Dezember mit der Rodung von Bäumen und Bewuchs begonnen.

Arbeiten sind in vollem Gange

Im Rahmen der Ortschaftsratssitzung im April erklärte die Abteilung Gartenbau des Stadtamtes Durlach, dass am Turmberg nach dem umfangreichen und nicht ganz einfachen Abrisses der alten Terrasse und des Gewölbes nun die aufwändige Hangsicherung und Fundamentierung auf dem Programm steht. Gleichzeitig saniert eine Fachfirma schon die "Hexenstäffele", und im unteren Teil des Hanges werden der Schauweinberg und die dafür erforderlichen Hangmäuerchen aus Naturstein errichtet.

Diese Arbeiten nutzt die Abteilung Gartenbau, um rund um den Turmbereich im Grün Ordnung zu schaffen: wucherndes Gestrüpp wurde entfernt, Übersichten freigemacht und Blühendes nachgepflanzt, um auch die Turmanlage optisch aufzuwerten.

Die aktuellen Baumaßnahmen - ein "hohler Berg"

Im oberen Teil der zukünftigen Terrassenanlage wird derzeit der Hang rückverankert. Dazu gehen Bohrungen bis unter den Straßenbereich. Zuvor wurden Bohrpfähle bis zu 28 Meter tief senkrecht in den Berg gebohrt und mit Beton ausgegossen. "Der Berg schluckt sehr viel Beton, da hier sehr viele zum Teil zu erwartende, aber auch ganz viele nicht zu erwartende Hohlräume vorhanden sind, so dass wir manchmal denken, der gesamte Berg ist innen hohl und wird von uns jetzt mit Beton ausgegossen", erklärt Thomas Dueck vom Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft. Die Hangsicherung werde aber dennoch voraussichtlich Anfang Mai fertig sein.

Ab etwa Juni,werden die Rohbauarbeiten des Gebäudes (Veranstaltungsraum mit Cateringküche im Untergeschoss, eine barrierefreie WC-Anlage und ein überdachter Terrassenbereich im Erdgeschoss), sowie die Betonbauarbeiten des Terrassenbauwerks, die Sitzstufenanlage am Berghang, beginnen. Auf die Frage, ob es bisher unvorhergesehene Probleme gab antwortet Dueck: "Eigentlich nur die bereits erwähnten Hohlräume und die kurzzeitige Vollsperrung der Reichardtstraße, diese hat für etwas Wirbel in der Bevölkerung gesorgt".

Alles in Allem liege man im Zeitplan. "Vielleicht haben wir durch die vielen zu füllenden Hohlräume unbedenkliche drei bis vier Wochen Verzug. Wichtig ist, dass wir zum Stadtgeburtstag fertig sind, also spätestens im Frühjahr (April) 2015 und dagegen spricht bisher noch nichts", so Dueck abschließend.

Interessierte Bürger können sich auf der großen Bautafel vor der Bergstation der Turmbergbahn einen Überblick über das Projekt verschaffen.

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Turmbergbahn in Durlach: Sie wurde 1888 eröffnet und ist damit die älteste Standseilbahn Deutschlands: Die Turmbergbahn. Sie überwindet auf einer Strecke von 315 Metern rund 100 Höhenmeter von Durlach auf den Turmberg. Bald steht allerdings ein großer Umbau bevor.
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Kommentare (6)
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  •   tessarakt
    (2356 Beiträge)

    03.05.2014 22:26 Uhr
    "Schaumweinberg"
    ... hab ich zuerst gelesen.
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  •   frari66
    (3920 Beiträge)

    02.05.2014 13:06 Uhr
    Innen hohl ?
    Da würde ich aber genauer nachforschen. Nachher sind das alte Gänge von der Burg oder sowas ?
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  •   Laetschebachschorsch
    (3168 Beiträge)

    03.05.2014 08:13 Uhr
    Das Gleiche habe ich auch gedacht
    In meiner Schulzeit in der Schlossschule wurde erzählt, dass da Gänge vom Turm nach Durlach und nach Grötzingen vorhanden waren. Wenn so etwas tatsächlich existiert und angebohrt wurde, dann geht da schon einiges rein. grinsen
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  •   LaCage
    (2158 Beiträge)

    02.05.2014 10:06 Uhr
    die Stadt kann nichts- außer Bäume fällen und Strassen sperren
    dafür braucht sie noch teure "Fachfirmen" - die dann wie gehabt Subunternehmer mit italienischen Inhabern beauftragen. Resultat: 200000 Euro fehlende Einkommensteuer, 600000 € verlorene Umsatzsteuer ( wird erstattet gegen den Schein-Kauf von gestohlenen S-Klassen und Kupferkabeln) und 100000 Euro Sozialversicherungsbeiträge.

    Ingo, Franky....AUFWACHEN ihr Schlafmützen
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  • unbekannt
    (3304 Beiträge)

    02.05.2014 13:10 Uhr
    .
    Lassen die Medikamente nach?
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  •   auchmalsenfdazu
    (3165 Beiträge)

    02.05.2014 09:21 Uhr
    zur Überschrift:
    das denke ich bei manch einem unserer Politiker auch manchmal. zwinkern
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