Novavax  ist wohl der Impfstoff, auf den viele gewartet haben. Denn anders als bei einem mRNA Impfstoff, wie er von Moderna und Biontech zum Einsatz kommt, gilt Novavax im Volksmund als ein sogenannter "Totimpfstoff", der vielen Bürgern sicherer erscheint. Aber was ist ein Totimpfstoff genau?

Das könnte Sie auch interessieren

Was ist ein Totimpfstoff?

Ein Totimpfstoff beinhaltet abgetötete oder inaktivierte Viren-Proteine, die bei der Verimpfung eine Immunantwort auslösen. Biontech und Moderna nutzen Impfstoffe auf mRNA Basis, wobei die Erbsubstanz des Virus injiziert wird uns sich daraufhin erst das Protein bildet. Das heißt: Der Hauptunterschied liegt darin, dass bei dem Novavax Impfstoff bereits das Protein in einer gewissen Form vorhanden ist, das dann "tot" ins Gewebe gespritzt wird. Der Zwischenschritt der Eiweißbildung, so wie es bei den mRNA Impfstoffe der Fall ist, fällt weg.

Corona-Impfstoff von Novavax: Zwei Dosen im Abstand von etwa drei Wochen.
Corona-Impfstoff von Novavax: Zwei Dosen im Abstand von etwa drei Wochen. | Bild: Alastair Grant/AP/dpa

"Im Grunde zählen mRNA Impfstoffe im weitesten Sinne auch zu den Totimpfstoffen, es wird ja nichts lebendiges verimpft. Lebendimpfstoffe werden heutzutage gar nicht mehr verwendet", erläutert Michael Geißler. "Allerdings haben proteinbasierten Impfstoffe den Nachteil, dass sie nicht so einfach und so schnell produziert und auf neue Virusvarianten angepasst werden können."

Das könnte Sie auch interessieren

Hinsichtlich auf die Wirksamkeit des Novavax-Impfstoffes kann Geißler ebenfalls grünes Licht geben. "Das ist ein hochsicherer, sehr gut produzierter Impfstoff, gegen den überhaupt nichts spricht. Auf jeden Fall sollte man den Impfstoff nehmen."

37 Mitarbeiter wollen Novavax Impfung

Wie das Klinikum auf der Pressekonferenz mitteilt, soll der heiß erwartete Novavax-Impfstoff um den 21. Februar auch in Karlsruhe eintreffen und dann durch die mobilen Impfteams an den "Mann" gebracht werden. Dazu zählen auch jene Klinik-Mitarbeiter, die den mRNA Impfstoff bislang abgelehnt haben. Insgesamt sollen sich 37 Personen aus dem Pflegepersonal dazu bereit erklärt haben, sich mit dem proteinbasierten Impfstoff impfen zu lassen. Dem werden sich "vermutlich" noch einige Reinigungskräfte, Ärzte und anderes Personal anschließen. 

Michael Geißler ist medizinischer Geschäftsführer am Städtischen Klinikum in Karlsruhe.
Michael Geißler ist medizinischer Geschäftsführer am Städtischen Klinikum in Karlsruhe. | Bild: Thomas Riedel

Kurzum: Bis zum 15. März haben Mitarbeiter des Klinikums noch die Möglichkeit, eine Corona-Impfung zu erhalten. Danach müsse das Klinikum die Übrigen beim Gesundheitsamt melden. Nach Angaben des Klinikums dürfte es sich dabei aber nur um eine geringe Anzahl handeln, da die Impfquote des Klinik-Personals bereits bei 95 Prozent liege. "Da gibt es andere Kliniken, die viel geringere Impfquoten haben und dann vielleicht ein Problem haben", so Geißler.

 
Mehr zum Thema Coronavirus-Karlsruhe: Corona-Virus in Karlsruhe