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Karlsruhe Ball, Puck, Rollen, Räder: Top 5 der innovativsten Sportarten rund um Karlsruhe

Gerne rühmt man sich in Karlsruhe mit Forschergeist und Innovationskraft. Wie erfinderisch eine Region wirklich ist, zeigt sich meist am Freizeitverhalten der Menschen, deshalb hat ka-news nachgeschaut und die Top 5 der ungewöhnlichsten Sportarten rund um Karlsruhe zusammengestellt.

Hundefrisbee, Rugby, Kunstradfahren, Rock'n'Roll-Tanzen, Slackline... rund um die Fächerstadt gibt es viele Sportarten, die man getrost als "Randsportarten" bezeichnen kann. Und während die Fans bei der Ausübung ihrer Lieblingssportarten oftmals milde belächelt werden, sind sie doch auch Ausdruck für die Innovationskraft in der Region. Denn nur wer auch im Freizeitverhalten kreativ und trendy ist, kann seinen Erfindungsreichtum in den Alltag retten. ka-news hat fünf Sportarten gefunden, die zwar durchaus beliebt sind, aber in der breiten Öffentlichkeit immer noch ein mehr oder minder dunkles Schattendasein führen.

5. Roller Derby
Den Vollkontaktsport für Frauen gibt es eigentlich schon seit 2010 in Karlsruhe, seit Frühling 2012 ganz offiziell als Abteilung beim SSC Karlsruhe. Roller Derby wird auf Rollschuhen gespielt, derzeit zumindest in Deutschland noch hauptsächlich von Frauen. Wie wird gespielt: Zwei Teams in zweiminütigen Runden gegeneinander, Punkte werden durch Überrundungen gemacht. Blocker halten den gegnerischen Jammer vom Punkten ab und versuchen den eigenen beim Überrunden der Gegner zu unterstützen. Körperkontakt erlaubt, Ckecks auch, aber alles nach festen Regeln. Kein Kratzen, Schlagen, Beißen und definitiv kein Ball. Roller Derby gilt als die derzeit am schnellesten wachsende Sportart weltweit. Die Tendenz in Karlsruhe: Dank der "rocKArollers" ebenfalls steigend. 

4. Bikepolo
Bike- oder Radpolo ist eine Sportart, die Elemente von Radball und Polo,von Reitern auf Pferden gespielt, kombiniert. Die Teams von je zwei bis drei Radfahrern versuchen, den Ball mit einem langstieligen Schläger ins gegnerische Tor zu transportieren. Es ist erlaubt, den Ball mit den Rädern abzufangen. Lange Zeit wurde Radpolo fast ausschließlich von Frauen in Sporthallen gespielt, seit einigen Jahren erfreut sich Bikepolo aber vor allem unter Fahrradkurieren wachsender Beliebtheit. Hochburgen dieser Trendposrtart sind, wenn man dem Internet glauben darf,  New York, London, Karlsruhe und München. Kein Wunder eigentlich, dass die selbst ernannte "Fahrradstadt" Karlsruhe führend in einer innovativen Radsportart wie Bikepolo ist.

3. Unterwasserrugby
Malsch, Pforzheim, Karlsruhe - Unterwasserrugby ist in der Region rund um Karlsruhe gar nicht so selten. Die Sportart, die mit dem herkömmlichen Rugby (in Deutschland selbst auch immer noch Randsportart) wenig bis gar nichts gemeinsam hat, gibt es seit den 60er Jahren und wurde, wer hätte es gedacht, in Deutschland erfunden. Unterwasserrugby wird tatsächlich mittlerweile auf der ganzen Welt gespielt. Das Spiel ist kurios und auf den ersten Blick eher zuschauerunfreundlich. Viele Teams sorgen jedoch mittlerweile mit Kameras dafür, dass das Publikum die spektakulären Unterwasser-Spielzüge auch mitbekommt.

Gespielt wird mit einem Ball, der mit Salzwasser gefüllt ist. Das hat den Vorteil, dass der Ball durch seine im Vergleich zu Süßwasser höhere Dichte mit einer Sinkgeschwindigkeit von 1 bis 1,25 m/s sinkt. Es wird immer unter Wasser gespielt, der Ball darf nicht über die Wasseroberfläche gelangen. In einer Wassertiefe zwischen 3,5  und fünf Metern Tiefe befinden sich die Tore am Boden des Beckens. Ein Spiel dauert zweimal 15 Minuten. Unterwasserrugby erfordert eine hohe Ausdauer und gutes Apnoetraining. Der Ball wird, ähnlich wie beim Kugelstoßen, weggedrückt. Je nach Krafteinsatz und Geschwindigkeit kann der Ball so über mehrere Meter Distanz zielgenau gepasst werden. 

2. Inlinehockey
Wie so oft, wenn sich neue Sportarten entwickeln, gibt es auch beim Hockey auf Inlinern verschiedene Variationen: Zum einen das Inline-Skaterhockey, das mit Ball gespielt wird, zum anderen das Inlinehockey, bei dem es, ähnlich dem Eishockey, einen Puck gibt. Inlinehockey kann aber je nach Liga und Verband entweder auf Eishockeyfeld-Größe oder auf kleinerem Spielfeld und mit kleinerem Puck gespielt werden.

Das weiter verbreitete Inlinehockey, quasi Eishockey ohne Eis, wird in Karlsruhe von den "White Stags" gespielt. Dazu gehören eine komplette Schutzausrüstung, ein Schläger, stabile Inlineskates und ein Puck. Man sollte meinen, dass in einer Stadt, in der jeden Sommer Tausende bei der Skatenite auf Inlinern unterwegs sind, ein Inlinehockey-Team keine Nachwuchssorgen hat. Das allerdings ist nicht ganz richtig. Wie alle anderen "Randsportarten" auch, freuen sich die "White Stags" immer über neue Spieler, besonders im Kinder- und Jugendbereich.

1. Intuitives/Instinktives Bogenschießen
Das traidtionelle Bogenschießen, in seiner puristischsten Form inituitives oder instinktives Bogenschießen genannt, hat weniger mit der olympischen Sportart Bogenschießen zu tun, als mit dem, was man aus "Robin Hood"-Filmen kennt. Die neue Trendsportart bringt das moderne Bogenschießen quasi zu seinen Anfängen zurück: Die Bogen und Pfeile sind nach historischem Vorbild gebaut, auf Hilfsmittel wie Zielvorrichtungen wird verzichtet. Bewusstes Zielen wird daher unmöglich, daher der Name instinktives Bogenschießen: Pfeil und Bogen werden nur durch Erfahrungswerte, die beim Training im Unterbewusstsein gespeichert werden, aufs Ziel gerichtet. Die Konzentration des Schützen liegt dabei auf einem möglichst kleinen Punkt im Ziel, den man treffen möchte. Man hat so die Möglichkeit, bewegliche Ziele zu treffen und eine schnellere Schussabfolge zu schaffen.

"Zielwasser trinken" ist out, intuitives Schießen ist in: Ausgeübt wird die Sportart auf so genannten 3D-Parcours. Ein bisschen wie ein "Robin Hood Computerspiel" im "richtigen Leben". Der Sport ist schneller und damit actionreicher, aber auch meditativer als das herkömmliche Sportbogenschießen, kommt man doch mit dem tiefsten Inneren der Seele, dem Intuitiven, in Kontakt. Ausgebübt wird das traditionelle Bogenschießen in all seinen Facetten unter anderem bei den Blankbogenschützen in Bruchsal.

Mehr zum Thema

Bruchsaler Blankbogenschützen

rocKArollers - Roller Derby Karlsruhe

White Stags - Inlinehockey

Bikepolo Karlsruhe

Unterwasserrugby  Malsch und Karlsruhe 

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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (29986 Beiträge)

    12.12.2012 21:32 Uhr
    Ganz normales
    Blankbogenschiessen hat nichts mit instinktiv zu tun, man kann auch ohne Visier gut zielen. Wenn mans kann.
    Das Durchlaufen eines 3D Parcours hat jedenfalls nichts mit instinktivem Schiessen zu tun, sondern mit einem guten Auge, vor allem für das Abschätzen der meist unbekannten Entfernungen.
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  •   andip
    (11241 Beiträge)

    12.12.2012 15:47 Uhr
    Naja
    Entweder werden diese Sportarten für immer ein Nischendasein führen oder sie sind kurz mal Trend und dann ebenso schnell wieder verschwunden.
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