Auch wenn die Leitung des Betriebs viel Zeit in Anspruch nimmt, engagiert sich der 36-Jährige in zahlreichen ehrenamtlichen Funktionen. So ist Ehlgötz seit 1997 stellvertretender Obermeister der Metall-Innung Karlsruhe und seit 1999 Vorsitzender der Meisterprüfungskommission für Metallbau. Außerdem arbeitet er seit zwölf Jahren auch in "seiner politischen Heimat", die der gebürtige Karlsruher in der CDU gefunden hat. Er gehört dem Kreisvorstand an und ist bereits in der zweiten Legislaturperiode Mitglied des Gemeinderats. Als "große Leidenschaft" bezeichnet er darüber hinaus die Arbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr. 1993 hat er dort die Ausbildung zum Gruppenführer absolviert.

Seine knapp bemessene Freizeit verbringt der Maschinenbauer, der in seiner "harten Schale einen weichen Kern" entdeckt hat, vor allem mit seiner Frau und den beiden Kindern. Doch auch für gute Freunde versucht sich Ehlgötz Zeit zu nehmen: "Freundschaften, die ehrlich und aufrichtig sind, pflege ich sehr, sie liegen mir sehr am Herzen. Dafür nehme ich mir dann auch Zeit und es kann vorkommen, dass ich deshalb auch mal einen Termin verschiebe." Ferien sind für ihn zwar kein Fremdwort, aber mehr als "ein paar Tage" kann er meist nicht erübrigen: "Im Regelfall bleiben wir hier im 'Ländle' oder fahren nach Bayern."

Zuletzt hat die Familie Ehlgötz übrigens Ferien auf dem Bauernhof gemacht. Dort konnte der Stadtrat seinen Jugendträumen nachhängen und entspannen - vermutlich mit einem guten Gewissen. Denn daran, dass er einmal "in den Himmel" kommt, hat Thorsten Ehlgötz keinen Zweifel. Zuvor aber möchte er noch sein wichtigstes politisches Ziel verwirklichen und Bundeskanzler Gerhard Schröder auf den Mond schießen.

Beschreiben Sie sich mit drei Worten:
Harte Schale, weicher Kern und bodenständig.

Was ist Ihre größte Stärke?
Ausdauer und Zielstrebigkeit.

Was ist Ihre größte Schwäche?
Zu viel gutes Essen. Durch das Engagement in Politik und im Betrieb kommt die Familie manchmal zu kurz.

Was war als Kind oder Jugendlicher Ihr Traumberuf? Haben Sie damals jemals daran gedacht, das zu werden, was Sie heute sind?
Landwirt. Eigentlich habe ich schon gewusst, was ich später einmal machen will, da unser Familienbetrieb seit 1918 besteht. Ich habe jedoch nie damit gerechnet, einmal in die Kommunalpolitik zu gehen.

Was würden Sie im Leben gerne noch erreichen?
Mit meiner Frau gesund bis ins hohe Alter zusammen zu sein und Uropa werden.

Was nervt Ihre/n Partner/in am meisten an Ihnen?
Wenn ich meine Kleider nicht aufräume.

Auf welchen Gegenstand möchten Sie im Leben nicht verzichten?
Mein Auto, weil es praktisch ist.

Wen würden Sie gerne auf den Mond schießen?
Gerhard Schröder. Eine Begründung erübrigt sich.

Welcher Mensch beeindruckt Sie?
Herr Schrempp - vom Lehrling zum Konzernchef.

Welche Musik (Interpret und Titel) und welcher Film haben Sie am meisten beeindruckt?
Feuerzangenbowle mit Heinz Rühmann.

Welches Buch haben Sie als letztes gelesen?
"Die zweite Maus frisst den Käse" von Wolfgang Hölker.

Sie werden als Tier geboren. Als welches?
Pferd.

Sie tauschen einen Tag mit einer Person des anderen Geschlechts - wer wäre das?
Das möchte ich nicht.

Was finden Sie an Karlsruhe reizvoll?
Neben der Lage die Überschaubarkeit der Stadt und das Klima.

Was würden Sie an Karlsruhe ändern, wenn Sie Oberbürgermeister/in wären?
Der Karlsruher Oberbürgermeister hat in den letzten Jahren Meilensteine gesetzt. Es macht eine Politik, die weitreichend und vor allem mit den Bürgern unserer Stadt abgestimmt ist. Ich würde seine Politik für Karlsruhe so fortsetzen.

Welches sind die markantesten Karlsruher / deutschen Köpfe?
Carl Benz, Johann-Gottfried Tulla, Karl Drais, Helmut Kohl, Ludwig Erhardt und Franz-Josef Strauß.

Sie leben in einem anderen Land. Welcher Grund könnte Sie dazu bewegen beziehungsweise davon abhalten, nach Deutschland einzuwandern?
Dazu bewegen könnten mich die netten Menschen und die Landschaft. Abhalten dagegen der übertriebene Pessimismus.

Es geht um das Glück der Republik. Welche Person, Gruppierung oder Idee sollte mehr Einfluss gewinnen?
Es würde sicherlich auf die Situation ankommen, aber ich meine es sollte eine Wahl zwischen maximal drei Personen durch das Volk stattfinden. Und der Bewerber mit dem besten Ergebnis müsste unserem Land zum "Glück" verhelfen.

Wie und wo möchten Sie sterben?
Ich habe mir hierüber noch keine Gedanken gemacht. Gott wird es schon bestimmen.

Kommen Sie in den Himmel oder in die Hölle?
In den Himmel!