Karlsruhe Wissenschaftsfestival "Effekte": Karlsruhe pusht sich mit Forschung

Die Stadt Karlsruhe will im Juni 2013 mit dem neuen Wissenschaftsfestival "Effekte" ihren Ruf als Wissenschaftsstandort aufpolieren. Das Festival geht zehn Tage und soll alle zwei Jahre stattfinden. Das Ziel: Wissenschaft den Bürgern nahe bringen, Forschungseinrichtungen vorstellen und "kluge Köpfe" nach Karlsruhe holen.

Es gibt zahlreiche Veranstaltungen in Karlsruhe, die für die Fächerstadt als Wissenschaftsstandort werben. Jetzt kommt mit dem Wissenschaftsfestival eine weitere hinzu. "Effekte ist kein herkömmliches Wissenschaftsfestival, bei dem die beteiligten Einrichtungen einfach nur ihre Türen öffnen", so Karlsruhes Erste Bürgermeisterin Margret Mergen bei einer Pressekonferenz am Dienstag.

"Bei Effekte arbeiten alle Partner zusammen, bilden nachhaltige Kooperationen und stellen gemeinsame Veranstaltungen auf die Beine. Was Effekte von den anderen unterscheidet, ist somit der Vernetzungseffekt", so Mergen.

Kluge Köpfe nach Karlsruhe locken

Karlsruhe sei mehr als die Stadt des Rechts und ein exzellenter Wissenschaftsstandort - das soll vom 21. bis 30. Juni 2013 mit dem Festival gezeigt werden. Durch die Bündelung der Karlsruher Forschungseinrichtungen unter einem gemeinsamen Dach soll "eine Marke mit hohem Wiedererkennungswert entstehen", so Mergen. "Kluge Köpfe" nach Karlsruhe locken, Bürgern Wissenschaft näher bringen und bei Kindern Neugierde wecken, das seien die Ziele. "Wissenschaft findet nicht im Elfenbeinturm statt, sondern mitten in der Stadt", betont Mergen.

Karlsruhe soll während dieser zehn Tage zu einem "Open-Air Labor" werden, in dem jeder forschen, entdecken und mitmachen kann. "Wir wollen Dinge so erklären, dass es der normale Mensch verstehen kann", sagt Volker Saile, Chief Science Officer am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). In der ganzen Stadt sollen daher für Jedermann Experimente gezeigt, Labore geöffnet, Vorträge gehalten werden.

Astroteilchenphysik für Jedermann

Das Wissenschaftsfestival findet zusammen mit dem Karlsruher Stadtgeburtstag statt. Der steht 2013 unter dem Motto "Karlsruhe will es wissen". Die Stadt bezuschusst die Veranstaltung mit rund 300.000 Euro. Über die Gesamtkosten konnten die Organisatoren keine Angaben machen.

Die Konzeption des Festivals haben die Stadtmarketing Karlsruhe GmbH, das KIT, das ZKM, das Max-Rubner-Institut, das Fraunhofer IOSB, die Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft, die Hochschule für Gestaltung und das Institut für Transurane übernommen. Das Wissenschaftsfestival steht unter der Schirmherrschaft von Bundesministerin Annette Schavan und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann und soll alle zwei Jahre stattfinden. Das Festival wird vom Karlsruhe Stadtmarketing bundesweit beworben.

Das Logo der Veranstaltung können die Bürger selbst mitgestalten. Es besteht aus über 10.000 digitalen Mosaiksteinchen, die in Summe das Wort Effekte darstellen. Jedes einzelne kann auf der Website www.effekte-karlsruhe.de frei und individuell gestaltet werden. Am Ende setzt sich das Effekte-Logo aus allen persönlich entworfenen Kästchen zusammen.

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