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Karlsuhe Trotz Panne: KIT wappnet sich für Wintersemester und Bewerberflut

Der Ansturm auf die Karlsruher Hochschulen ist in diesem Jahr besonders hoch - vor allem durch den Wegfall des Wehr- und Zivildienstes bewerben sich mehr Studenten als sonst. Beim Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gab es nun eine Panne bei der Studienplatz-Vergabe in zwei Bachelor-Studiengängen: Auf Grund einer fehlerhaften Software erstellte der Computer falsche Rankings. Nun rüstet sich die Hochschule für die Schadensbegrenzung und die drohende Bewerberflut in den kommenden Jahren.

Die unkorrekten Ranglisten führten dazu, dass Abiturienten mit einem schlechteren Notendurchschnitt besser eingestuft wurden. Dadurch erhielten etwa 170 Bewerber irrtümlicherweise eine Zulassung - viele eigentliche Anwärter gingen dafür leer aus. Betroffen von der Panne sind die Bachelorstudiengänge Architektur und Biologie, nicht jedoch das Fach Elektrotechnik, wie eine Pressesprecherin des KIT gegenüber ka-news bestätigte.

Um diesen Fehler wieder auszugleichen, hat das KIT hat nach eigenen Angaben nun seine Kapazitäten erweitert. Alle bisher verschickten Zulassungsbescheide sind rechtsverbindlich und bleiben bestehen, außerdem bekommen die ursprünglich Zulassungsberechtigten ebenfalls einen Studienplatz. "So sind in Biologie bereits alle berechtigten Bewerber auch zugelassen. Die Studienqualität ist trotz dieser Erweiterung sichergestellt", verspricht die Sprecherin. In der Architektur erhielten spätestens im Nachrückverfahren alle zunächst zu Unrecht nicht zugelassenen Bewerber ihren Bescheid.

Bewerberflut in diesem Jahr nur die Spitze des Eisbergs

Auch für das KIT kam die Panne zu einem äußerst angespannten Zeitpunkt: Die Hochschule hat wegen des Wegfalls von Wehrpflicht und Zivildienst sowieso schon mit dem Anstieg der Bewerberzahlen zu kämpfen. Da die Bewerbungsfrist für zulassungsfreie Studiengänge noch bis zum 30. September läuft, kann die Hochschule allerdings momentan keine endgültigen Zahlen nennen. Anders sieht es bei den zulassungsbeschränkten Studiengängen aus: "Zum Wintersemester 2011/12 gab es dort 11.378 Bewerbungen - 2.895 und somit 34 Prozent mehr als im Jahr davor", so die Pressesprecherin des KIT.

Nächstes Jahr dürfte die Lage noch deutlich angespannter sein: Gleich zwei Abiturjahrgänge werden dann aus der Schule entlassen, die sich zum Wintersemester 2012/13 alle auf einmal an den Hochschulen bewerben.

Es könnte eng werden in Karlsruher Hörsälen

Das Aufbauprogramm "Hochschule 2012" des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg hat deshalb am KIT seit dem Wintersemester 2007/08 zu einem Aufbau von 455 neuen Studienanfängerplätzen geführt. Zum neuen Semester stellt das KIT etwa weitere 250 Plätze zur Verfügung. Zusätzliche 140 Plätze sollen bis zum Sommersemester 2017 die steigenden Studierendenzahlen auffangen. Ab dem Wintersemester 2012/13 entstehen nochmals etwa 110 Plätze, wodurch insgesamt am KIT bis zu diesem Zeitpunkt 955 neue Studienplätze geschaffen werden, heißt es in einer Stellungnahme des KIT.

Derzeit seien die räumlichen Kapazitäten am KIT allerdings voll belegt, erklärt die Pressesprecherin. "Absehbar ist, dass in den kommenden Jahren bei einem weiteren Anstieg der Studierendenzahlen große Hörsäle für die Lehre fehlen werden." Auch im Hinblick darauf arbeite das KIT eng mit dem Land zusammen, um gemeinsame Lösungen zu finden. So werde auf dem Campus im Rahmen der Ausbauplanung 2012 ein weiteres Gebäude entstehen, das für die Lehre genutzt werden soll - die Qualität der Lehre soll weiter auf hohem Niveau gehalten werden. Hierzu werde das KIT auch die Einbindung von Mitarbeitern des ehemaligen Forschungszentrums auf dem KIT-Campus Nord weiter ausbauen.

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Kommentare (6)
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  •   Greif
    (1516 Beiträge)

    12.09.2011 11:14 Uhr
    Wurde auch mal...
    Zitat von specknase und die Studiengänge so auf mehr Sachbearbeiter zu verteilen!!

    In der Hauptkampfphase zu Semesterbeginn sind nicht nur Einschreibungen und Rückmeldungen zu bearbeiten sind, sondern auch die Rückmeldungen der gesamten Institute zu den Prüfungen vom letzten Semesterende. Schlließlich werden die Prüfungen gegen bzw. nach Ende des Semesters geschrieben, so daß sie in der Zeit korrigiert werden sollen, in der die wissenschaftlichen Mitarbeiter laut Arbeitsvertrag ihren Urlaub zu nehmen haben. Bis dann jeder die von ihm gestellten Aufgaben korrigiert und der bzw. die Prof(s) (bei etlichen Prüfungen mehrere) die Schlußunterschriften geleistet hat, fällt eben der Hauptaufwand des "Prüfungsamts" gemau mit dem Hauptaufwand des "Studienbüros" zusammenzusammen - des Rest des Jahres gibt es für beide weniger zu tun - was eben auch heißt, daß bei Personalaufstockung im restlichen Jahr einige Leute unterbeschäftigt rumsitzen würden...
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  •   specknase
    (168 Beiträge)

    09.09.2011 21:48 Uhr
    Vielleicht sollte auch mal...
    ...darüber nachgedacht werden, die Studienbüros zu vergrössern und die Studiengänge so auf mehr Sachbearbeiter zu verteilen!!
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  • unbekannt
    (1049 Beiträge)

    09.09.2011 18:41 Uhr
    das wäre auch DIE Gelegenheit,
    die eigenen Zulassungsbedingungen und ihre Sinnhaftigkeit zu überprüfen. Den Studienerfolg beider Gruppen sollte man sorgfältig im Auge behalten.
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    10.09.2011 01:49 Uhr
    Oder so Kram
    wie Architektur gleich abzuschaffen und zB dem Maschinenbau oder den Bauigeln anzugliedern bevor sie noch mehr Blödsinn wie die LBBW veranstalten und dafür auch noch bezahlt werden. zwinkern
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  •   tessarakt
    (2356 Beiträge)

    10.09.2011 14:17 Uhr
    Die LBBW
    finde ich echt schick. Die Volksbank gegenüber auch.
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  • unbekannt
    (8066 Beiträge)

    09.09.2011 18:30 Uhr
    Das gefällt mir...
    //Um diesen Fehler wieder auszugleichen, hat das KIT hat nach eigenen Angaben nun seine Kapazitäten erweitert. Alle bisher verschickten Zulassungsbescheide sind rechtsverbindlich und bleiben bestehen, außerdem bekommen die ursprünglich Zulassungsberechtigten ebenfalls einen Studienplatz.//
    ... KIT hat souverän reagiert. Daumen hoch!
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