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Karlsruhe Studentenbude im Angebot? Karlsruher Kampagne "Wo?hnraum gesucht" läuft gut

Am Montag zog die letzte Studentin aus der Schaufensterwohnung in der Karlsruher Kaiserstraße aus. Eine Woche lang lebten zwölf Studenten für mehrere Stunden hinter den Glasscheiben von Papier Fischer, um auf die Wohnungsnot für Studenten in Karlsruhe hinzuweisen. Durch die Aktion sollten potentielle Vermieter gefunden werden. Das Stadtmarketing ist mit dem Zwischenstand der Kampagne "Wohnraum für Studenten" äußerst zufrieden, wie eine Sprecherin auf Anfrage von ka-news bestätigt.

"Das Studentenwerk hat uns berichtet, dass sich seit Start der Kampagne im Juni 10 bis 15 Prozent mehr Vermieter als normalerweise gemeldet haben", sagte eine Sprecherin des Stadtmarketings im Gespräch mit ka-news. Das Stadtmarketing hat zusammen mit dem Karlsruher Studentenwerk die Aktion "Wohnraum für Studenten" ins Leben gerufen, um auf die Wohnsituation in Karlsruhe aufmerksam zu machen.

"Wohnraum für Studenten": Stadtmarketing zieht positive Zwischenbilanz

"Mögliche Vermieter kamen sogar extra an das Schaufenster, um ihre Angebote abzugeben", so die Sprecherin weiter. Das sei ein großer Erfolg, weshalb das Stadtmarketing mit der Aktion "super zufrieden sei". Um neben der gelb-schwarzen Wohnung im Schaufenster noch mehr Aufmerksamkeit zu erlangen, fand am Samstag, 22. September, ein Flash-Mob auf dem Marktplatz statt.

"Am 26. September findet zudem ein Speeddating zwischen Mietern und potentiellen Vermietern statt, wo sich beide Seiten kennenlernen können", sagte die Pressesprecherin des Stadtmarketings gegenüber ka-news. Mit der Reichweite der bisherigen Aktionen zeigt sich das Stadtmarketing ebenfalls höchst zufrieden: "Wir haben bundesweit Aufmerksamkeit bekommen. Die Deutsche Welle hat unsere Aktionen sogar in der ganzen Welt verbreitet." Aber das wirklich wichtige sei etwas anderes: "Es gibt nun tatsächlich einige Zimmer mehr."

Potentielle Vermieter können sich an das Studentenwerk wenden

Nun erhoffen sich die Initatoren, dass ein Langzeiterfolg eintritt: "Die Wohnsituation ist ein Dauerthema, das nicht verpuffen soll", so die Sprecherin. Da sich die Aktion mehr als gelohnt habe, sei eine Fortführung für die nächsten Jahre nicht ausgeschlossen. Durch Aktionen wie die Wohnung im Schaufenster oder die Werbung an den Bauzäunen am Mühlburger und Durlacher Tor sollen potentielle Vermieter angesprochen werden und sich beim Studentenwerk melden. Durch den doppelten Abijahrgang und den Wegfall der Wehrpflicht erwartet das Stadtmarketing für das Wintersemester erstmals über 40.000 Studenten.

Bereits im März ist die Kampagne mit der Facebook-Seite "Dach gesucht!" als Informationsportal und digitale Anlaufstelle für potentielle Mieter und Vermieter gestartet. Unter der Telefonnummer 0721/690 9192 können Vermieter kostenlos Zimmerangebote aufgeben. Das Studentenwerk vermittelt den Wohnraum dann an Studenten.

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  •   Laetschebachschorsch
    (3150 Beiträge)

    26.09.2012 08:58 Uhr
    Lösungsvorschlag für soziale Mieten
    Jeder bzw. jedes Unternehmen, das jährliche Mieteinnahmen - brutto - von über z. B. 100.000,- € (mtl. Miete z. B. 800 x 12 Mon. x 12 Wohnungen) hat, muss 25 % der Mieteinnahmen in den sozialen Wohnungsbau investieren. Das wäre auch ein angemessener sozialer Beitrag der Wohlhabenden.
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  •   Laetschebachschorsch
    (3150 Beiträge)

    26.09.2012 08:52 Uhr
    Das sind ja nette Stellungnahmen zum Ursprungskommentar
    Und wieso schafft die Stadtverwaltung keine Unterkünfte in den genannten Bereichen? Und wo bleibt der soziale Wohnungsbau? In Upper-East? Für alle möglichen Baustellen in der Stadt ist Geld da!
    Zu den o. g. Rentenproblemen möchte ich nur soviel sagen: Den wirtschaftlichen Aufbau nach dem Krieg haben wir den Alten zu verdanken, die insgesamt (erst auf der Arbeit und dann Aufbau daheim) täglich mehr als 12 Stunden arbeiteten, das 6 Tage in der Woche und alles ohne Luxus. Mit 14 Jahren in die Lehre und mit 65 in Rente, also rund 50 Beitragsjahre. Und wie viele Sozialhilfeempfänger oder knapp darüber sind heute darunter? Die fragen sich auch: Dafür habe ich gearbeitet? Nein dafür wird auf ihnen rumgehackt und von den Krankenkassen werden sie zusätzlich mit allen möglichen Eigenanteilen belastet, obwohl sie von der Zuzahlung befreit sind. Und dann die Mieten? Ist das sozial? Sozial vielleicht für die steigenden Zahlen der Millionäre.
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    25.09.2012 20:18 Uhr
    Wenn ich was passendes zu vermieten hätte,
    dann wären Studenten die erste Wahl. Die wird man ziemlich schnell wieder los, wenn es nötig sein sollte.
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    25.09.2012 20:10 Uhr
    Studenten sind faul und leisten nichts.
    Was ist denn das für eine weltfremde Einstellung. Das, was meine Arbeit bereits an Arbeitsplätzen, also Sekundärbeitrag und eigenem Beitrag zu dem Generationenvertrag beigetragen hat übersteigt bei weitem das, was ein gewöhnlicher Handwerkesgeselle jemals beitragen kann.

    Und nicht vergessen: Bildung und Intelligenz ist Deutschlands einzige Resource. Und die darf man nicht durch neidgesteuerten Schikanen behindern.
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  • unbekannt
    (4000 Beiträge)

    25.09.2012 18:59 Uhr
    So ganz kann ich den Mangel nicht nachvollziehen.
    Als ich damals in Karlsruhe studieren wollte, hieß es auch, Studentenbuden seien superknapp, kaum was zu finden, fast aussichtslos.
    Ich hab dann in den BNN inseriert und über 40 Angebote bekommen.
    Drei hab ich mir angesehen und dann wars perfekt.
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  •   rockinsteven
    (1210 Beiträge)

    25.09.2012 16:45 Uhr
    Zimmer frei!
    Auf eins meiner 3 Zimmer könnte ich ja verzichten, aber was will ich mit so nem G8-Kasper der nicht mal mehr ein G3 in der Hand hatte? grinsen Nee danke, ich lass es beim Katzenzimmer.
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    25.09.2012 19:19 Uhr
    Uzi?
    Ach die.

    Obwohl ich lieber diese hier Benutzen würde:

    MP5

    hat aber nichts zu bedeuten, ich kenne mich mit dem Zeugs gar nicht aus.
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    25.09.2012 17:50 Uhr
    Die Uzi
    hat doch viel mehr Spass gemacht. Und MG rotzen. grinsen
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  •   Karlsrator
    (2745 Beiträge)

    25.09.2012 17:12 Uhr
    Wie wäre es denn ...
    ... mit einer G8-Kasperin mit einem G-. ? ((-;
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  •   andelko
    (424 Beiträge)

    25.09.2012 11:11 Uhr
    frfoe
    Und wer schafft neue Arbeitsplätze ?
    Selten so ein Schwachsinn gelesen tzzzz. Wir sollten doch froh sein wenn es viele Studenten gibt. Schließlich sind sie es die neue Arbeitsplätze schaffen und den Fortschritt im Land sichern.

    stell Dir mal vor, ich war auch mal jung,da wurde uns gesagt, ihr Jungen müßt zurückstecken wegen der Älteren und ja, wir müsse die Renten der damals lebenden Alten sichern, für uns war das OK. aber wie sieht das heute aus, da werden die Jungen gegen die Alten ausgespielt und aufgehetzt.
    Ich habe mein Leben lang Steuern bezahlt, um dann im Alter mit ner Rente mir keine vernünftige Wohnung leisten zu können, da stimmt doch was nicht.
    Ich könnte auch sagen, los Ihr Jungen nun schafft mal für die Älteren Generationen, aber was kommt von Euch, nix, Pustekuchen,bei Euch heißt es nur noch, alles für mich.....Da gabs mal den Minister Blüm der sagte immer, die Renten sind sicher....,die Renten sind sicher.... .....und was haben wir heute.......nur Streit und Ärger.....
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