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Karlsruhe Schnösel, Öko-Style und Karohemd: Ein Campus-Guide für KIT-Erstis

An der Karlsruher Uni steht derzeit die O-Phase an. Eine Woche lang soll den Studi-Frischlingen das Leben auf dem Campus und das Karlsruher Nightlife während der "Orientierungs-Phase" näher gebracht werden. Doch was sich die Uni-Neulinge wirklich fragen: Wer treibt sich da denn noch so auf dem Unigelände herum? Sportliche Augenweide oder nerdiger Computerfreak? Öffnen wir die Klischee-Kiste und lassen die Uni-Stereotypen heraus.

Man kennt das, seit dem Kindergarten wiederholt sich dasselbe Spiel. Kaum glaubt man, zu den "Großen", zu gehören, wird man eines Besseren belehrt: Gehört man im Vorschulalter endlich nicht mehr zu den Neulingen - wird man eingeschult, ist Erstklässler und schwupps gehört man wieder zu den "Kleinen". Dieses Szenario wiederholt sich ständig, doch mit dem Abitur, so dachte man, hat das endlich ein Ende - aber das ist natürlich nicht so.

"Schau, ein Ersti - wie süß!"

Schließlich folgt nach der jahrelangen, mühseligen Schulzeit die Uni. Juchu - für viele bedeutet das Freiheit, die erste eigene Wohnung und ein weiterer Schritt in Richtung "Erwachsen sein".

Soweit ist das ja alles schön und gut, was bei vielen allerdings unbedacht bleibt, man ist wieder einmal einer der "Neuen". Da wird einem auf dem Campus schon mal liebevoll ein: "Schau, ein Ersti - wie süß!" nachgerufen. Da fühlt man sich doch gleich unglaublich erwachsen...

Aus dem Keller gekrochen

Dabei ist unser Auge doch durch die jahrelange Schulzeit bestens trainiert und so erkennt man auch auf dem Unigelände recht schnell, wer hier was studiert, schaut man sich nur einmal um: Das Paradebeispiel ist natürlich der Karohemd tragende, mit dicker Brille ausgestattete Computerfreak. Gerade aus dem heimischen Keller gekrochen, erblickt er zum ersten Mal das Tageslicht. Ungewaschene Haare und die Bundfaltenhose einen Hauch zu weit nach oben geschnürt - der Klassiker. Hier studiert jemand Informatik oder Mathe.

I'm sexy and I now it....

Aber huch, wer kommt denn da vorbei... sie tragen keine Bücher, sondern Sporttaschen. Halten sich länger im Fitnessstudio als in der Bibliothek auf und sind generell eher zum Feiern als zum Lernen hier. Es besteht kein Zweifel, diese meist überdurchschnittlich coole und attraktive Studi-Gattung, studiert Sport. Sie sind beliebt - und das wissen sie auch!

Der Öko-Bio-Yoga-Style

Die nächste Spezies zu erkennen, gehört wohl zu den leichtesten Aufgaben. Denn die Sozialwissenschaftler hört man schon von Weitem. Lässig gekleidet, mit einem touch Öko-Bio-Yoga-Style, haben sie selbstverständlich zu allem und jeden eine belehrende Meinung, die nebenbei auch stets lautstark geäußert werden muss. Es geht schließlich um die kommende Generation - lasst los, die Welt retten!

Barfuß übers Unigelände - voll cool, ey!

Kommen wir zu den Kunst-Freaks. Keine Frage, diese Studi-Art versucht auf Teufel komm raus cool zu sein. Um aus der Menge hervorzustechen trumpfen sie mit grässlichen Farb- und Musterkreationen auf, mit dabei natürlich immer der recyclebare Jutebeutel auf dem Rücken und Gesundheitsschlappen an den Füßen - wobei man im Sommer auch gerne mal barfuß übers Unigelände schlendert.

Na, heute schon was in die Luft gejagt?

Wer sind denn die? Mit weißen Kitteln ausgestattet, hält sich diese Studi-Gattung wohl für unverzichtbar auf dem Campus. Doch wer jetzt glaubt man kann in Karlsruhe Medizin studieren, der irrt sich. Diese Kittel tragende Fraktion steht nicht im OP, sondern höchstens im Labor. Hallo, ihr lieben Chemie- und Physikstudenten - Na heute schon was in die Luft gejagt?

Auf Erfolg getrimmte "Schnösel"

Teure Klamotten, schicke Frisur und statt Stift und Papier das neuste Ipad unterm Arm. Diese, auf Erfolg getrimmten Grazien sind die Elite des Campus - zumindest nach ihrer Ansicht. Aber seid gewarnt, ihr "schnösel": Wirtschaftswissenschaftler, Bauingenieure und Maschinenbauer, euch gibt's wie Sand am Meer. Bevor sich also der Erfolg bei euch einstellt, solltet ihr erst mal aus der Hollister verseuchten Masse hervorstechen.

Modische Leseratten

Oh, was kommt denn da auf uns zu? Ein laufender Bücherstapel wackelt auf High-Heels vorbei. In diesem Fall ist klar, die Literaturwissenschaftler haben wieder einmal die Uni-Bibliothek überfallen. Modisch korrekt gekleidete Leseratten, verdrehen den männlichen Studenten den Kopf. Sie sind heiß begehrt auf jeder Fachschaftsparty und gern gesehen in der Mensa. Denn Literaturstudenten sind in erster Linie weiblich - und vom weiblichen Geschlecht mangelt es der Männerdomäne KIT bekanntlich sehr.

So, nun aber genug der Lästereien, denn eigentlich sitzen wir ja alle im selben Boot mit Prüfungen, Vorlesungen, Referate, Seminare und Hausarbeiten. Werfen wir die Vorurteile über Bord und setzen die Segel in Richtung Uni-Zeit. Die womöglich letzte Stadion vorm "Ach-so-eintönigen-Berufsleben". Denn in der Arbeitswelt - wir können ja ein Lied davon singen - da gibt es, die heißen Sekretärinnen, die Arschkriecher und Schleimer, die Faulenzer, die Workaholics und natürlich die Läster-Schwestern...

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Kommentare (16)
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  •   alpinweiss
    (50 Beiträge)

    07.10.2014 18:18 Uhr
    Obsolet...
    Also ich kann den meisten hier geäußerten Meinungen nur beipflichten.

    Scheinbar wurde der Text irgendwo aus einer Abizeitung der mittleren 90er-Jahre kopiert, und nur in ganz wenigen Ansätzen auf das KIT gemünzt. (Das übrigens in der Überschrift fälschlicherweise als Uni Karlsruhe bezeichnet wurde. Der CI-Generalstab für Produktplazierung oder so ähnlich des KIT würde einen Anfall bekommen. Oder aber das ist ein Beleg dafür, dass der Artikel aus der Retorte von vor einigen Jahren stammt).

    Hingegen tauchen hier Studiengänge, wie z.B. Kunst, auf, die es am KIT gar nicht gibt. Und wo sind die Architekten mit ihren schwarzen Rollkragenpullis? (Schlublade der 90er auf, Schublade zu)

    Klischees sind schön und gut, und kommen hin und wieder ja auch nicht von ungefähr. Aber das hier scheint mir dann doch heute sehr überholt. Scheinbar hat den Artikel jemand geschrieben (oder abgetippt), der schon länger keinen Fuß mehr auf einen Campus gesetzt hat...
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  • unbekannt
    (343 Beiträge)

    07.10.2014 19:46 Uhr
    Eher
    noch gar nie, so einen Artikel lässt man doch maximal von einem Praktikanten kopieren.
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  • unbekannt
    (2169 Beiträge)

    07.10.2014 16:32 Uhr
    Die Zeiten in denen noch Nerds
    rumliefen die als solche erkennbar waren neigen sich,leider,dem Ende entgegen.
    War immerhin schöner als eine homogene Masse ohne individuellen Stil,da ist mir dieser ein Schulrektor ,dessen Name mir leider nicht einfällt,der als Punk rumläuft direkt symbadisch.
    Mehr Mut zum Nerdsein !
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    07.10.2014 15:54 Uhr
    Nicht übel,
    Eure Typologie der Ersties. Ich habe zwar schon Bessere gelesen, aber immerhin habt ihr Euch selbst etwas Nettes ausgedacht. Man muss ja nicht immer nur meckern, man kann ja auch mal die guten Ansätze und Absichten lobend erwähnen.

    Nur befürchte ich, dass jemand angesichts des "beschwören von Stereotypen, Vorurteilen und anderem rechten Gedankengutes" grün wie eine Hauswand anlaufen dürfte.
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  •   altstadtring
    (293 Beiträge)

    07.10.2014 15:02 Uhr
    dämlich
    Woher auch immer der Text kopiert wurde: Die Literaturwissenschaftler/-innen beziehen ihre Bücher nicht aus der Uni-Bib, sondern aus der BLB - die hat dazu mit der Unibib einen Vertrag. (Und es gibt weit mehr Frauen an der PH als an der GeistSoz-Fakultät, aber für KaNews gibt's ja scheinbar außer dem KIT keine Hochschulen in Karlsruhe.) Die Maschbauer sehen deutlich anders aus als die Wiwis, und die Sportler sind vor allem an einer gewissen mentalen Grobmotorik zu erkennen (Klassiker in Biovorlesung: Sind Sportstudis da? Ok, ich erklär's langsamer.) Ach und reinrassige Sozialwissenschaftler gibt's an keiner Karlsruher Hochschule.
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  •   Exil-Hohenzoller
    (561 Beiträge)

    07.10.2014 17:26 Uhr
    Den Text hat wohl jemand geschrieben, der noch nie am KIT war
    Die platten Aussagen zum Aussehen waren vielleicht in der Mittelstufen-Zeitung lustig, aber an der Uni ist das doch mehr als ärmlich.

    - Informatiker und Karohemd? Wenn man schon platte Sprüche als Grundlage für einen Artikel nimmt, dann müsste der Autor doch hier eher die Maschbauer nennen. Richtige Info-Ersties haben eher böse Metal-T-Shirts an, als Karohemden!

    - Muckibude? Ja beim Bankdrücken trifft man vor allen Dingen WiWis. Sportstudenten eher weniger. Die machen ja auch so schon genug sport und müssen sich nicht künstlich ein breites Kreuz antrainieren (das außerdem bei vielen Sportarten vollkommen hinderlich ist)

    - Leute mit weißen Kitteln? Komisch, sind mir auf dem KIT-Campus noch nie begegnet.

    - ...

    Naja, alles in allem ein Artikel für die Tonne. Witzig wäre er, wenn er wirkliche Macken der Studierenden eines Gebietes beschreiben würde, tut er aber nicht...
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  • unbekannt
    (166 Beiträge)

    07.10.2014 17:29 Uhr
    Humor
    Wenn Sie keinen Spaß verstehen, dann ist das in erster Linie Ihr Problem. Dafür können Sie nicht die Journalisten von ka-news verantwortlich machen. Schreiben Sie doch erstmal einen besseren Artikel. Machen Sie Mal!
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  •   Exil-Hohenzoller
    (561 Beiträge)

    07.10.2014 17:38 Uhr
    Es gibt sehr viele ähnliche Artikel
    in so gut wie jedem Studentenmagazin.

    Und fast alle sind witzig(er), weil sich dabei die Autoren Gedanken über die wirklichen Makel der Studierenden (oder Profs, Doktoranden) eines Studienganges gemacht haben. Diese Eigenheiten gibt es mehr als genug und gerade darüber wird auch sehr viel gelacht. Nur muss man dafür eine Uni auch mal von innen gesehen haben.

    Was an falschen Plattitüden Humor sein soll? Humor ist doch in der Regel was geistreiches...

    Einen besseren Artikel? Würde ich vielleicht machen, wenn ich nicht schon früh erkannt hätte, daß ich lieber bei den Naturwissenschaften bleibe und das verfassen von humorvollen Texten anderen überlasse. Ich erwarte ja auch nicht von einem Autor guter Literatur, daß er zB mir irgendwas über Informatik erklärt...
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  • unbekannt
    (166 Beiträge)

    07.10.2014 17:51 Uhr
    Paßt so
    zwinkern
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  •   Exil-Hohenzoller
    (561 Beiträge)

    07.10.2014 17:29 Uhr
    Ach so
    Leute, die mit Sandalen durch den Schnee zum Hörsaal stapfen (manchmal auch mit einer grünen und einer roten Socke) sind aber eindeutig Mathematiker! :-D
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