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Karlsruhe Landesgrundstücke gegen Wohnungsnot: Karlsruher UStA unterstützt Schmid-Vorschlag

Der baden-württembergische Wirtschafts- und Finanzminister Nils Schmid will landeseigene Grundstücke unter Marktpreis an Städte und Gemeinden verkaufen und damit den sozialen Wohnungsbau fördern. "Die Stadt Karlsruhe muss diese Gelegenheit nutzen um bezahlbaren und studentischen Wohnraum zu schaffen", fordert der Vorsitzende des Unabhängigen Studierendenausschusses am KIT (UStA) Noah Fleischer.

Der Gemeinderat wird auf Antrag der SPD-Fraktion über den Vorstoß von Schmid beraten. Für Fleischer ist dabei klar: "Stadt und Land müssen bei ihrer Planung auch Wohnraum für Studierende berücksichtigen. Zusammen mit Partnern wie dem Studentenwerk oder dem Wohnheim e.V. muss der Ausbau von Studentenwohnheimen vorangetrieben werden."

Das Studentenwerk legte letztes Jahr einen Investitionsplan mit mehren denkbaren Standorten für neue Studentenwohnheime vor. Dazu gehören auch landeseigene Grundstücke, die mit der aktuellen Polizeireform frei werden und für studentisches Wohnen genutzt werden könnten, zum Beispiel das Kaloderma-Areal in der Karlsruher Oststadt. "Der Wohnraummangel in Karlsruhe drängt Studierende immer stärker in soziale Notlagen. Auch dieses Jahr wird der UStA wieder Notunterkünfte für Studierende anbieten, die ohne Wohnung ins Studium starten", beklagt Daniel Sobing, UStA-Sozialreferent.

Laut Sobing erreichten den UStA dieses Jahr schon im September die ersten Anfragen von verzweifelten Studienanfängern, die keine Wohnung finden, aber trotzdem in Karlsruhe studieren wollen. In Zusammenarbeit mit dem Wohnheim e.V. bietet der UStA wie bereits letztes Jahr eine begrenzte Anzahl von Notunterkünften in selbstverwalteten Wohnheimen an.

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  •   skynet
    (115 Beiträge)

    23.09.2013 13:34 Uhr
    nicht nur Studenten brauchen bezahlbaren Wohnraum
    Die Wohnungsmarktsituation in KA ist grundsätzlich gerade ziemlich problematisch. Nicht nur für Studenten.
    Natürlich müssen auch Studenten eine Bleibe finden, aber als Student ist man doch wesentlich flexibler und kann ggf. auch eine WG gründen, um bezahlbar wohnen zu können.

    Als Familie hat man es in Karlsruhe momentan extrem schwer. Bezahlbare 4 Zimmer Wohnungen sind Mangelware. Stattdessen sind die Immobillienbörsen voll von Wohnraum weit jenseits der 1000 EUR Kaltmiete Marke. Wenn man dann sieht, dass an vielen Stellen neu gebaut wird, die angekündigten Mieten dort aber ebenso astronomisch sind, dann kann ich nur den Kopf schütteln. Wer soll das denn bezahlen? Diejenigen, die locker 1500 EUR Miete im Monat zahlen können, kaufen doch eher, als etwas zu mieten.
    Mit Kindern und/oder Haustieren sieht es dann noch düsterer aus, was man an freien Wohnraum findet.
    So bleibt nur die Flucht in umliegende Regionen. Das kann es doch nicht sein.
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  •   zozimura
    (1980 Beiträge)

    23.09.2013 09:58 Uhr
    Habe ich schon mal erwähnt, das die Studentenschwemme
    sich in Bälde ausgeschwemmt hat? Der "Doppeljahrgangstsunami" ist auf dem Rückzug, die Gebärende in Deutschland schafft gerade noch 1,3 Neustudenten. Ergo: der Studie ist eine bedrohte Art. Und bis die Wohnungen bezugsfertig wären, haben wir wieder eine CDU Regierung, Hauckie ist MP und wieder das G9, die Realschule und die Hauptschulempfehlung.
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