Karlsruhe Karlsruher Kooperationsmodell: KIT und PH bilden gemeinsam Lehrer aus

Verschiedene Studienwege mit unterschiedlichen Schwerpunkten, hohes Anforderungsniveau, bessere Karrieremöglichkeiten im Bildungsbereich und standortspezifische Zusammenarbeit - das sind die wesentlichen Inhalte des Karlsruher Kooperationsmodells der Lehrerbildung. Mit dem nun vorgelegten Kooperationsmodell möchten das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Pädagogische Hochschule (PH) Karlsruhe ihre langjährige Zusammenarbeit in der Ausbildung von Lehrern ausbauen. Das teilen die Hochschulen in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.

Das Kooperationsmodell der Lehrerbildung für die Sekundarstufe I und II soll zusätzlich zur bestehenden gymnasialen Ausbildung, die das KIT beibehalten will, aufgebaut werden.

Karlsruher Kooperationsmodell fordert verschiedene Studienwege

Die Gespräche zwischen KIT und PH zu dem Kooperationsmodell begannen bereits Anfang des Jahres 2012. "Wesentlicher Punkt ist, den Standortvorteil von Karlsruhe zu nutzen, dass hier alle Lehrerbildungsinstitutionen vor Ort vertreten sind", erklärt die Rektorin der PH Karlsruhe, Christine Böckelmann.

Das Karlsruher Kooperationsmodell geht davon aus, dass die Umstellung der Lehrerbildung auf Bachelor- und Masterstudiengänge polyvalente Studienangebote ermöglicht, die zu bestimmten Zeitpunkten einen Wechsel zwischen Qualifizierungswegen für den Lehrerberuf, für andere Bildungsbereiche sowie fachspezifischen Qualifizierungswegen erlauben. Dadurch entstehen vielfältigere Laufbahnmöglichkeiten im Bildungsbereich, heißt es weiter.

Für die Lehrerbildung fordert das Modell verschiedene Studienwege mit unterschiedlich verteilten Schwerpunkten auf Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Bildungswissenschaft und Schulpraxis, um spezifische Kompetenzprofile von Lehrern zu entwickeln und damit den Bedürfnissen der künftigen Gemeinschaftsschulen ebenso gerecht zu werden wie denen der weiterhin bestehenden Gymnasien. Dieses Modell unterstützt darüber hinaus die Entwicklung von multiprofessionellen Teams an Schulen.

Zugang zum Lehrerberuf über zwei verschiedene Bachelorstudiengänge

In Übereinstimmung mit den Empfehlungen der Expertenkommission soll der Zugang zum Lehrerberuf nach dem Karlsruher Kooperationsmodell über zwei verschiedene Bachelorstudiengänge möglich sein: einen von der PH angebotenen Bildungswissenschaftlichen Bachelor und einen vom KIT angebotenen Fachwissenschaftlichen Bachelor. Der Masterstudiengang für die Primarstufe wird an der PH absolviert.

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