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Karlsruhe Karlsruher Kneipenquartett: Studis spielen sich durch städtische Partyszene

C3 - Badisch Brauhaus, A1 - Oxford Café, Jokerkarte - Freibier. Kartenspiel und Kneipenbier - dass diese zwei Komponenten die typische Sausebrause eines Studi-Abend ausmachen, wissen die Maschinenbau-Freunde Michael Janke und Fabian Popp und machten sich diese Erkenntnis zu eigen: Vor zwei Jahren brachten sie das erste Karlsruher Kneipenquartett auf den Markt - diesen Herbst steht die zweite Auflage an. Spielerisch die fächerstädtiche Partyszene erkunden - so die Mission. ka-news hat den Jungunternehmern in die Karten geschaut.

Michael Janke und Fabian Popp sind Kommilitonen - und Geschäftspartner. Die beiden KIT'ler kennen sich seit Anfang ihres Maschinenbaustudiums.

Bierpreis statt PS-Zahl: Spiel um Kneipen-Eckdaten

Während sie damals gemeinsam für die Prüfungen büffelten, sitzen sie heute mit einem Ass im Ärmel an der Bar - sie sind die Erfinder des Karlsruher Kneipenquartetts, einem Kartenspiel, das mit Gutscheinen und Infos dabei hilft die fächerstädtische Partyszene kennenzulernen.

Aber wie kamen sie auf die Idee, ein solches Spiel zu entwerfen? "Ein Freund aus Freiburg kam uns Ende 2010 besuchen und zeigte uns ein ähnliches Kartenspiel - wir dachten uns, etwas in dieser Art würde auch bei den Studis hier sehr gut ankommen", so Popp gegenüber ka-news. Über die Zeit von einigen Wochen sei dieser Gedanke schließlich immer konkreter geworden - im Oktober 2012 gingen Janke und Popp mit der ersten Auflage des Karlsruher Kneipenquartetts an den Start, ein Jahr später soll nun eine zweite Version auf den Markt kommen.

Und wie geht's? Wie das Team erklärt, repräsentiert jede von den 32 Spielkarten eine Location in der Fächerstadt. Das Blatt zeigt je, neben einem Bild, sowohl Informationen wie Adresse und die nächste Haltestelle der Bar als auch Faktoren, um die gespielt werden müssen. "Das funktioniert wie bei einem herkömmlichen Autoquartett - nur statt PS-Zahl und Motorenart geht es hierbei um das günstigste Bier, die Anzahl von männlichem Personal in Prozent und das Gründungsjahr des Schuppens", so Popp.

Pro Quartett: Gutscheine im Gesamtwert von 160 Euro

Pech im Spiel und trotzdem Glück: Zusätzlich wirkt jede Karte als Gutschein, der nach dem Einlösen vom Wirt mit einem Kuli entwertet wird, sodass das Quartett weiter vollständig gespielt werden kann. Der Gesamtgutscheinwert beträgt laut Popp bei einem Spiel der zweiten Auflage 160 Euro. Der Einlöser habe bei jedem Gutschein die Wahl zwischen einem alkoholischen und einem antialkoholischen Getränk - wie das Team betont: "Wir setzen uns für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol ein und verweisen auf unserer Webseite bewusst auf die 'Kenn-dein-Limit'-Kampagne."

Verkauft wird das Kneipenquartett ausschließlich in den Mensas des Studentenwerks. So will das junge Team vor allem Studenten ansprechen. "Hauptzielgruppe sind dabei allerdings die Erstis, die durch das Kartenspiel mit Spielspaß und ihren neuen Kommilitonen günstig Karlsruhe entdecken können", gibt Popp im Gespräch mti ka-news an. Die allererste Auflage war im Oktober 2012 innerhalb von drei Wochen ausverkauft.

Groß bis klein, kultig bis neu: Zweite Auflage erscheint diesen Herbst

"Wie viel Arbeit das Quartett genau bedeutet, können wir gar nicht so sagen - oft wird es allerdings von Außenstehenden unterschätzt", erklärt Popp. Jedes Jahr arbeite man mit rund 40 Vertragspartnern zusammen - allein 32 Spielkarten brauchen laut den Geschäftsführern ebenso viele Kneipen. Hinzu komme die Kooperation mit dem Vertrieb sowie dem Druck. Eigenen Angaben nach erhielten Popp und Janke gerade in ihrer Anfangszeit viel Unterstützung durch das Center für Innovation und Entrepreneurship (CIE) des KIT.

Mit der zweiten limitierten Auflage des Karlsruher Kneipenquartetts dürfen die Studis am 14. Oktober rechnen - um wie viele Verkaufsexemplare es sich handeln wird, sei noch ein Geheimnis. Einen kleinen Vorgeschmack will man dennoch schon geben: "Wir haben diesmal alles dabei von groß bis klein, kultig bis neu: Vanguarde, Oxford Café, Agostea, Lehners und viele mehr haben sich beteiligt."

Hier geht's zur Homepage des Kneipenquartetts

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