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Karlsruhe Kampf gegen Leukämie: KIT-Forscher entwickeln künstliches Knochenmark

Künstliches Knochenmark kann dazu dienen, blutbildende Stammzellen zu vermehren. Einen Prototypen haben Wissenschaftler des KIT sowie des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme Stuttgart und der Universität Tübingen nun entwickelt. Die poröse Struktur bildet die grundlegenden Eigenschaften des natürlichen Knochenmarks nach und weist den Weg zur Vermehrung von Stammzellen im Labor. Dies könnte in einigen Jahren die Behandlung von Leukämie vereinfachen.

Blutbildende Stammzellen lassen sich zur Behandlung von Krankheiten des Bluts einsetzen, beispielsweise bei Leukämie. Dabei werden die kranken Zellen des Patienten durch gesunde blutbildende Stammzellen von einem passenden Spender ersetzt.

Allerdings kann derzeit nicht jeder Leukämiepatient auf diese Weise behandelt werden, da nicht genügend passende Transplantate verfügbar sind. Eine einfache Lösung dieses Problems wäre, blutbildende Stammzellen zu vermehren. Dies ist bisher jedoch nicht möglich, denn diese Zellen behalten ihre Stammzelleigenschaften nur in ihrer natürlichen Umgebung, das heißt in ihrer Nische im Knochenmark.

Wissenschaftler der Nachwuchsgruppe "Stammzell-Material-Wechselwirkungen"am Institut für Funktionelle Grenzflächen (IFG) des KIT sowie des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme Stuttgart und der Universität Tübingen haben grundlegende Eigenschaften des natürlichen Knochenmarks nun künstlich im Labor nachgebildet. Analysen mit verschiedenen Methoden zeigten, dass sich die Zellen in dem neu entwickelten künstlichen Knochenmark tatsächlich vermehren. Das Wissen könnte nach Einschätzung der Wissenschaftler in 10 bis 15 Jahren dazu beitragen, eine künstliche Stammzellnische für die gezielte Vermehrung von Stammzellen zur Behandlung von Leukämie-Patienten zu realisieren.

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  • unbekannt
    (11392 Beiträge)

    05.01.2014 14:00 Uhr
    Das ist sinnvolle Wissenschaft
    Ganz im Gegensatz zur "Genderforschung" und anderem Quark... Oder Koranforschung und weiß der Geier...
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  • unbekannt
    (806 Beiträge)

    05.01.2014 13:50 Uhr
    Karlsruhe - Stuttgart (sorry danco) - Tübingen
    Es geht doch..
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  • unbekannt
    (11392 Beiträge)

    05.01.2014 13:59 Uhr
    ?
    Versteh den Zusammenhang grade nicht...
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  •   felino
    (330 Beiträge)

    05.01.2014 13:29 Uhr
    schade eigentlich
    dass die wohl wichtigste und bedeutendste Nachricht auf dieser Seite so gar nicht kommentiert wird. Ich bin kein Mediziner, aber das klingt doch nach einem riesen Schritt gegen den Krebs.
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    05.01.2014 14:02 Uhr
    Ja, schön,
    hoffentlich. Aber wie du schon richtig sagst, es ist spezielles Thema von dem die meisten hier wenig bis gar keine Ahnung haben. Da gibts eben auch nicht viel zu kommentieren.
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  •   karlsruher1955
    (1170 Beiträge)

    05.01.2014 13:15 Uhr
    in 10 bis 15 Jahren
    warum erst so spät, wenn man es heute schon weiss, dass es funktioniert ?
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    05.01.2014 13:46 Uhr
    tja
    "GRUNDLEGENDE Eigenschaften nachgebildet". Das klingt für mich danach als würden noch einige Details fehlen.

    Es geht aus dem Artikel auch nicht hervor, ob die Idee ist das künstliche Knochenmark zu transplantieren oder damit außerhalb des Körpers die Stammzellen zu vermehren und dann zu injizieren. Im Falle einer Transplantation bedürfte es sicherlich eines langwierigen Zulassungsverfahrens.
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  •   andip
    (9750 Beiträge)

    07.01.2014 12:05 Uhr
    Eben
    Bisher ist das nur ein Versuch im Labor.
    Bis das mal richtig funktioniert und ob das überhaupt geht,kann noch viel Zeit vergehen.
    Und wie richtig geschrieben,bis zu einer Anwendung wären auch noch diverse Zulassungen nörig,die auch ewig dauern können.
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