Karlsruhe KIT startet Linienbetrieb mit Wasserstoffbussen

Wasserstoff (H2) ist einer der Energieträger der Zukunft - sei es als Speicher für Sonnen- und Windenergie oder als Treibstoff für brennstoffzellengestützte Elektromobilität. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erforscht und entwickelt sichere, effiziente und nachhaltige Wasserstofftechnologien. Am Campus Nord KIT eröffnete am Dienstag auch eine Wasserstoff-Tankstelle.

Sie versorgt unter anderem die zwei neuen Brennstoffzellenbusse, die ab sofort im Shuttle-Service zwischen den KIT-Standorten in Betrieb sind. Die Anschaffung der Tankstelle und der Busse hat das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg maßgeblich unterstützt.

"Der Start der Wasserstoff-Tankstelle und der Busse ist ein Meilenstein im Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur am KIT. Wir werden hier eine Technologieplattform für Forschung und Entwicklung aufbauen, bei der künftig mehr und mehr der 'grüne' Wasserstoff aus erneuerbaren Energiequellen im Mittelpunkt stehen wird", so Peter Fritz, KIT-Vizepräsident für Forschung und Innovation. Das Vorhaben des KIT wurde vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg mit über 3,2 Millionen Euro gefördert. Die neue Tankstelle kann 80 Kilogramm Wasserstoff pro Tag abgeben - das entspricht etwa drei Busbetankungen - und gehört damit zu den Wasserstoff-Tankstellen mit der höchsten Abgabemenge in Süddeutschland.

Eine Betankung dauert derzeit etwa 20 Minuten. Der KIT-H2-Shuttle wird zwischen den KIT-Standorten Campus Nord und Campus Süd pendeln. Er löst damit die bislang auf dieser Linie eingesetzten Dieselbusse ab. Ab 12. Juni ist auch der Campus Ost (Mobilität und Innovation) an die Linie angebunden. Beschäftigte und Studierende des KIT können den Service weiterhin kostenlos nutzen. Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) betreiben die Busse.

Durch das Forschungsprojekt werden die VBK außerdem nach eigenen Angaben Erkenntnisse gewinnen, ob diese neuen Fahrzeuge die technische Reife besitzen, einen stabilen Betriebsablauf und damit einen zuverlässigen Fahrgastbetrieb zu gewährleisten. Die VBK gehen davon aus, dass bis zu 80.000 Fahrgäste pro Jahr mit den Hightech-Fahrzeugen befördert werden.

Nähere Informationen: www.kit.edu/h2shuttle

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