Karlsruhe KIT-Wissenschaftler forschen für bezahlbare Batteriespeicher

In einem Punkt sind sich die Fachleute einig: die Kosten für leistungsfähige Batterien sind zu hoch. Das gilt sowohl für Elektrofahrzeuge als auch für die Speicherung von Strom aus Sonne und Wind. Ein enormer Kostenfaktor ist dabei das aufwändige Fertigungsverfahren für Lithium-Ionen-Batterien. Das KIT und die Stuttgarter M+W Group haben jetzt eine Entwicklungszusammenarbeit vereinbart, mit dem Ziel, den Energie- und Materialeinsatz in der Batterieproduktion und damit auch den Preis massiv zu reduzieren.

Eberhard Umbach, Präsident des KIT, und Jürgen Wild, Vorsitzender der Geschäftsführung der M+W Group, unterzeichneten vor wenigen Tagen eine Vereinbarung, welche die Eckpunkte der zukünftigen Zusammenarbeit festlegt. Die Kooperation umfasst im Wesentlichen die Bereiche Trockenraumtechnik, ressourceneffiziente Fabrik und Fertigungsleitsysteme.

Optimierung von Zell- und Batteriefabrik

"Für uns eröffnet die Kooperation mit einem international anerkannten Fabrikplaner und Anlagenbauer die Möglichkeit, unsere Entwicklungsergebnisse direkt in innovative Fabrikkonzepte für die Zell- und Batterieherstellung einfließen zu lassen und damit weltweit zu vermarkten", so Andreas Gutsch, Koordinator des Projekts Competence E am KIT. Mit besonderem Augenmerk auf die Kosten sollen industrielle Prozesse weiterentwickelt werden.

Bislang ist die Li-Ionen-Zellfertigung geprägt durch energieintensive Prozesse wie beispielsweise die Trocknung der beschichteten Elektroden, die Zellmontage im Trockenraum oder die Zellformierung. Die Kooperation soll dazu beitragen, das Gesamtenergiesystem der Zell- und Batteriefabrik zu optimieren. Dabei steht sowohl die Energieeffizienz des Gebäudes als auch die der installierten Prozesse auf dem Prüfstand der angewandten Forschung des KIT.

Weitere Informationen unter: http://www.competence-e.kit.edu/

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