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Karlsruhe Hochschule Karlsruhe: Neubau für 21 Millionen soll Studi-Ansturm auffangen

Wenn die Blätter fallen und die Tage kürzer werden, beginnt allherbstlich die Vorlesungszeit in den Karlsruher Hörsälen. Mit der ersten Oktoberwoche startete auch die Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft in das Wintersemester 14/15. Mit 1.985 neu eingeschriebenen "Erstis" und mittlerweile 8.500 Studenten auf dem gesamten Campus schreiben die Verantwortlichen einen neuen Rekordansturm - der langfristig nicht ohne Folgen bleibt, wie Rektor Meisel am Dienstag erklärt.

Auf 1.363 vergebene Anfängerplätze in den Bachelorstudiengängen kamen dieses Semester 9.288 Bewerbungen. Besonders beliebt sei der Studiengang "Kommunikation und Medienmanagement" - hier durfte sich jedoch nur jeder 20. über eine Zusage für einen der 70 Plätze freuen.

Mehr Raum für Studi-Ansturm benötigt

Der Andrang ist spürbar: So stieg die Gesamtzahl der Studenten im Vergleich zum Wintersemester im Vorjahr um 4,9 Prozent auf 8.500 Personen - ein neuer Rekord, der nicht ohne Folgen bleibt. "Das Wachstum an unserer Hochschule zieht einen immensen Raumbedarf mit sich", erklärt Rektor Karl-Heinz Meisel im Rahmen eines Pressegesprächs am Dienstag - "aktuell fehlen uns 15 Prozent Fläche, um den Bedarf zu decken." Zwar habe man schon neue Gebäude, wie das zum Sommersemester 2014 fertig gewordene, gestiftete Steinbeishaus, schaffen können, jedoch sei man auch in Zukunft auf Verbesserungen angewiesen.

"Wir haben jüngst sämtliche Gebäude saniert", betont Meisel - der ausgediente P-Bau in der Moltkestraße sei jedoch nicht mehr zu retten. Dieser soll bis 2017 durch einen Neubau ersetzt werden - das alte Gebäude soll nach derzeitiger Planung abgerissen werden. "Die Kosten für diese Maßnahme trägt zu einem Großteil das Land mit 21 Millionen Euro - wir steuern drei Millionen Euro bei", so der Rektor weiter. Noch Ende Oktober soll die Baustelleneinrichtung erfolgen - 2017, davon geht man derzeit aus, soll der Neubau dann mit 300 Quadratmetern mehr wie zuvor ausreichend Platz für Physik- und Chemielabore, Hörsäle und Co. bieten.

"Wir wollen nicht mit Gewalt größer werden"

"Bislang haben wir den Ansturm rund um den Doppeljahrgang ganz ordentlich auffangen können, die Studenten haben sich Gott sei Dank relativ gleichmäßig auf die Studiengänge verteilt", erklärt Meisel. Aber: Dann, wenn sämtliche finanziellen, personellen und räumlichen Kapazitäten ausgeschöpft seien, habe man vor, den Hochschul-Wachstum nicht weiter voranzutreiben: "Wir wollen nicht mit Gewalt größer werden", betont er. So stoße man angesichts der Überbuchungen in den letzten Jahren bereits jetzt an seine Grenzen.

Nichtsdestotrotz sehe man sich dem Trend zu Weiterbildungen, als Angebot von Hochschulen, in Deutschland ausgesetzt: "Die Nachfrage steigt, derzeit sind die Kollegen im Norden und Osten der Republik uns um einiges voraus, was berufsbegleitende Studiengänge angeht - da wollen und müssen wir künftig aufholen", so Meisel. Darüber hinaus sei man gerade dabei, ein Programm für leistungsschwächere Studenten zu testen, um so die Abbrecher- und Durchfallquote langfristig zu senken.

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Kommentare (18)
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  •   Tansche
    (65 Beiträge)

    08.10.2014 15:16 Uhr
    Bis 2017..
    ..sofern das Gebäude dann wirklich bezugsfertig steht, sind die Bewerberzahlen wahrscheinlich wieder rückläufig. Die Hochschulen erleben aufgrund der Bildungsexpansion noch ihren Höhepunkt, danach geht es - kinderarmes Deutschland ahoi - stetig bergab.

    2030 kann man den Klotz ja zum integrierten Altenheim umbauen zwinkern..
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  •   kommentar4711
    (2169 Beiträge)

    09.10.2014 08:34 Uhr
    Keine Sorge...
    ... die frei werdenden Plätze werden dann von Studenten aus dem Ausland, insbesondere China, gerne genommen.
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  • unbekannt
    (929 Beiträge)

    08.10.2014 15:39 Uhr
    Sie vergessen ...
    ... die gut betuchten Gasthörer-Rentner. Ich habe jedenfalls keine Sorge, dass in D Hööööörsääääle leer bleiben.
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  •   Karlsrator
    (2744 Beiträge)

    08.10.2014 13:19 Uhr
    Muss das ...
    ... ka-news-typisch nicht "Hör-Sääle" heißen? Oder vielleicht noch besser Höör-Sääle? "Hörsäle" fände ich jedenfalls e bissle zu profan.
    ((-;
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  •   Karlsrator
    (2744 Beiträge)

    08.10.2014 13:21 Uhr
    Uiii, ...
    ... da hat der Herr Marquardt mal wieder schneller gezogen. ((-;
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  •   Karlsrator
    (2744 Beiträge)

    08.10.2014 13:23 Uhr
    Edit
    "Höör-Sääle und Co." muss das natürlich im ka-news-Schargong heißen. ((-;
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  •   helix-reloaded
    (1444 Beiträge)

    08.10.2014 15:39 Uhr
    Der ka-news -Schargong
    hat aber verschiedene Dialekte.
    Der Werhahn-für-die-Tonn-Schargong ist halt speziell und extrem-monstermäßig-wandelbar. Mit diesem Schartonn bringt sie ganze Säääle zum Abgeiern.
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  •   Karlsrator
    (2744 Beiträge)

    08.10.2014 16:30 Uhr
    Ohne jetzt ...
    ... jemandem ein Häärchen krümmen zu wollen, wären "mw" und "dg" jedenfalls ein originelles Päärchen. Sozusagen das beste Redaktöösen-Trio. Die könnten ganze Sääle füllen! ((-;
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  •   redaktion
    (1062 Beiträge)

    08.10.2014 17:24 Uhr
    Der Studiengang "International Umlautmanagement"
    wird im nächsten Sommersemester von beiden Autoren belegt, sofern es auch einen Exkurs zur "Bindestrich-Problematik" gibt. zwinkern Auch die übrigen Kollegx feuen sich darauf!

    Spaß beiseite: Fehler behoben! Schönen Abend euch grinsen - mw
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  • unbekannt
    (2169 Beiträge)

    08.10.2014 19:20 Uhr
    Also ich fands mit 2 Ä's
    irgendwie lustiger und bitte die Bindestriche weiterhin verwenden,sonst habe einige Kommentatoren keine Aufgaben mehr.
    (Und ich müsste ein gewisses Konzept einstampfen)

    Sincerly
    Militäääntes-Einhorn
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