Karlsruhe HS Karlsruhe: Sechs Ersti-Bewerber auf einen Studienplatz im Sommersemester

An der Hochschule Karlsruhe gibt es zu Beginn des Sommersemesters 2014 sechsmal mehr Bewerber als Studienanfängerplätze - trotz des demographischen Wandels. Im Rahmen eines Pressegesprächs informierte Rektor Karl-Heinz Meisel am Dienstag über Studentenzahlen und Ausbauprojekte auf dem Campus.

Karl-Heinz-Meisel begrüßte am Dienstag 937 neu immatrikulierten Studierenden an der Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft, von denen sich 44 in höhere Fachsemester eingeschrieben haben.

Neuer Höchststand bei Studentenzahl

Mit rund 7.928 erreicht die Gesamtzahl der Studierenden so einen neuen Höchststand in einem Sommersemester. Gegenüber dem vorangegangenen Sommersemester stieg die Zahl um 407 und bleibt damit nur unwesentlich unter dem Wert des vorangegangenen Wintersemesters. Dies ist Meisels Ansicht nach umso bemerkenswerter, da nachfragebedingt rund zwei Drittel aller Studienplätze zum Winter- und nur ein Drittel zum Sommersemester angeboten werden. Auf diesem Niveau werde sich die Studierendenzahl also voraussichtlich in den nächsten Jahren einpendeln.

Im Sommersemester 2014 werden in den Bachelorstudiengängen 474 Studienanfängerplätze vergeben. Für diese gingen 2.871 Bewerbungen ein. Die Bewerberzahl ist damit gegenüber dem vergangenen Sommersemester um rund 13 Prozent gesunken und liegt damit auf dem Niveau vom Sommersemester 2011. Dies hänge mit dem Doppelabitur-Jahrgang in Baden-Württemberg zusammen, so Meisel.

Die stärkste Nachfrage (699) bezogen auf die Anfängerplätze (35) ist im Studiengang "International Management" zu verzeichnen. Rund 10-fach nachgefragt ist auch "Medien- und Kommunikationsinformatik" (15 Plätze) und für 30 Plätze im Studiengang "Wirtschaftsingenieurwesen" gingen 516 Bewerbungen ein. Gut ist die Nachfrage auch in den meisten ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen, bei 40 Plätzen in "Baumanagement und Baubetrieb" waren dies 170 Bewerbungen, 190 für 35 Plätze im "Bauingenieurwesen", 277 für 76 Plätze im "Maschinenbau" und 216 auf 40 Plätze in der "Fahrzeugtechnologie". Ungebrochen ist auch das Interesse an einem Informatikstudium: auf 20 Plätze bewarben sich 107 Interessenten. Analog zum bundes- und landesweiten Trend besteht trotz guter Arbeitsmarktchancen eine deutlich geringere Nachfrage bei Elektrotechnikstudiengängen sowie beim Studiengang "Mechatronik".

Spitzenreiter: Wirtschaftsingenieurwesen, International Management und Maschinenbau

Bei den Masterstudiengängen kamen im Sommersemester 2014 auf 190 Studienanfängerplätze 1.028 Bewerbungen. Anders als bei den Bachelorstudienangeboten ist die Bewerberzahl prozentual um 3 Prozent gegenüber dem vorangegangenen Sommersemester gestiegen. Spitzenreiter im Bewerberinteresse sind hierbei wie bei den Bachelorstudiengängen "Wirtschaftsingenieurwesen", "International Management" und "Maschinenbau".

In der Summe ist die Hochschule laut Meisel ausgelastet: 677 Studierende wurden im 1. Fachsemester in den Bachelorstudiengängen bei 474 verfügbaren Erstsemesterplätzen aufgenommen, 240 bei 190 verfügbaren Plätzen in den Masterstudiengängen - die Hochschule ist damit erneut überbucht.

"Für die beruflichen Chancen der Absolventen ist die Verbindung von hoher Qualität und ausgeprägtem Praxisbezug in der Hochschulausbildung von ganz zentraler Bedeutung", so der Rektor mit Blick auf gute Resultate der Hochschule in aktuellen Rankings. "Diesen Standard erreichen wir auch, weil wir unsere Studierenden insbesondere in den höheren Semestern aktiv in Forschungsprojekte einbinden. Studienbewerber und Studierende können an solchen Rankingergebnissen auch ablesen, wie groß das Interesse von Industrie und Wirtschaft an ihnen nach erfolgreichem Studienabschluss ist."

Neues Gebäude Mitte September bezugsfertig

Zur Qualität tragen auch gute Räumlichkeiten bei: So ist der Neubau des KMU-Innovationszentrums auf dem Campus an der Willy-Andreas-Allee in vollem Gange. Die Steinbeis-Stiftung schafft als Partner der HsKA damit eine Gelegenheit zur Zusammenarbeit der Hochschule mit kleinen und mittleren Unternehmen. Die HsKA wird mit rund 2.000 Quadratmetern auf drei Etagen knapp die Hälfte des Gebäudes anmieten, das Mitte September 2014 bezugsfertig sein soll.

Bis auf den P-Bau sind auf dem Campus alle Gebäude saniert. Der Bauantrag für den Ersatzbau des P-Gebäudes auf dem Campus nördlich des M-Gebäudes und westlich des B-Gebäudes mit einer Hauptnutzfläche von 3.800 Quadratmetern liegt zur Genehmigung bei der Stadt Karlsruhe. Die Finanzierung ist im Landeshaushalt eingeplant. Die Hochschule muss zu den Baukosten einen erheblichen Eigenbeitrag leisten. Baubeginn noch in 2014 ist nicht ausgeschlossen. Gemeinsam mit dem Innovationszentrum wären dies Baumaßnahmen im Volumen von rund 40 Millionen Euro - die umfangreichsten Baumaßnahmen seit der Entstehung des heutigen Hochschulcampus an der Moltkestraße in den 1960er-Jahren.

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