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Karlsruhe Für Stadt-Neulinge: App soll Karlsruher Studenten willkommen heißen

Wie begrüßt man Studienanfänger in der Technologiehochburg Karlsruhe? Seit diesem Semester mit einer App. Sie ersetzt künftig das jahrelang an Erstis verteilte Kulturscheckheft mit Gutscheinen für Kultureinrichtungen in der Stadt. Im Interview mit ka-news stellt das Studierendenwerk die Karlsruher Idee vor, die bereits Nachahmer gefunden hat.

Viele Jahre lang hieß das Studierendenwerk Karlsruhe Erstsemester aus der Fächerstadt und Pforzheim mit einem Gutscheinheft willkommen, das freie Eintritte und Ermäßigungen bei verschiedenen Kultureinrichtungen wie Museen, Theatern, Kulturzentren, Kinos, Schwimmbäder und Clubs bringt. Damit ist jetzt Schluss. "Der Druck des Kulturscheckhefts hat uns jedes Jahr tausende Euro gekostet, die wir einerseits einsparen wollten und andererseits wollten wir der Umwelt zuliebe auf die Printform verzichten", verrät Benjamin Wedewart, stellvertretender Pressesprecher des Studierendenwerks Karlsruhe.  

Da die Smartphonedichte bei Studierenden nahe bei 100 Prozent liege, habe man sich in Kooperation mit dem Stadtmarketing und dem Kulturamt der Stadt dazu entschieden, eine App programmieren zu lassen: "UNIverse". Eine integrierte Statistikfunktion verrate, welcher Coupon wie oft eingelöst wird - was für die Auswahl der Gutscheine im nächsten Jahr herangezogen werden kann.

"Unser Bestreben ist es, die Studierenden an die Karlsruher Kultur zu führen und ihnen die Stadt etwas näher zu bringen", erklärt Wedewart. Neben den rund 50 Kulturgutscheinen finden die Studierenden in der App unter anderem auch die kostenlose Privatzimmervermittlung, die Jobbörse und die Tandem-Sprachpartnerbörse des Studierendenwerks sowie die Speisepläne der Mensen.

Welche Stadt zieht nach?

Dem Studierendenwerk ist keine weitere Unistadt bekannt, die bereits eine ähnliche App anbietet. "Wir haben in dieser Hinsicht Pionierarbeit geleistet. Stuttgart, so haben wir die letzten Tage aus der Presse erfahren, möchte nun wohl demnächst ein ähnliches Projekt in Angriff nehmen", erzählt der stellvertretende Pressesprecher des Studierendenwerks.

Damit wirklich nur Erstsemester Zugriff auf die neue App gekommen, müssen sie sich online registrieren und ihre Immatrikulationsbescheinigung beim International Student Center vorzeigen. Die App ist kostenlos und kann im Play- oder Appstore heruntergeladen werden. Wedewarts Bilanz nach knapp drei Wochen: "Wir haben bereits positive Rückmeldungen von Erstis und auch von den Hochschulen bekommen, die die Idee und Umsetzung prima finden."

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  •   Toleranz
    (215 Beiträge)

    17.10.2015 09:56 Uhr
    99,99% der APPs sind Flopps
    Aufhören mit der APPerei, dürfen auch APP Developer mal sagen.

    Das Entwicklungsgeld kann man besser in kostenfreie Bücher und Beseitungung nächtlicher Studenten-Kotzattacken in der KA-City stecken ... weil pro Mann eine Flasche Vodka aus City-Rewe halt nun mal zuviel ist.
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  •   lynx1984
    (3118 Beiträge)

    17.10.2015 09:41 Uhr
    Warum immer eine App?
    Kann es nicht einfach eine stinknormale Webseite geben auf der die Infos sauber zusammengetragen sind? Mobile Ansicht, ok und Standard mittlerweile.
    Aber wozu immer eine App? Das bringt doch für das Thema keine Vorteile! Gutscheine gehen wie Boardingkarten beim Flieger locker via Mail zu den Empfängern in verschiedensten mobilen Formaten. Login + Passwort sind wirklich einfacher zu verteilen und statistisch auszuwerten als die aufwändige App-Nutzungsregistierung usw. Updaten ist übrigens auf normalen Webseiten einfacher als hunderte Apps und unabhängig von neuen Andoid/iOS Versionen.

    Eine App könnte Vorteile bringen mit einer Art "Hörsaal Locator" o.ä. Dingen die einfach besser in einer App untergebracht sind. Aber das im Artikel genannte erfordert keine App.
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  •   DreiFragezeichen
    (1402 Beiträge)

    17.10.2015 08:53 Uhr
    Neidisch könnt man werden.
    Als wir in Karlsruhe das Studieren anfingen gabs - nix.
    Wir wussten: die Uni ist Kaiserstraße 12. Das wars.
    Und dann ist man durch sämliche Gebäude und sämtliche Stockwerke gerannt, auf der Suche danach, ob irgendwo irgendwelche Zettel hängen mit irgendwelchen Informationen drauf.
    Hinsichtlich des Studiums gabs den segensreichen Vorlesungskommentar von der Fachschaft für 2 DM.
    Hinsichtlich der Stadt und ihrer Angebote: Zero.

    Und trotzdem hat man seinen Dipl.-Wi.-Ing und Dr. geschafft - ganz ohne App und Handy grinsen

    grinsen Früher war überhaupt alles besser und schlechter grinsen
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  •   lamboraser
    (459 Beiträge)

    17.10.2015 15:19 Uhr
    Apropos Dokter
    Was macht denn eigentlich dein Diplo V8? Gibts den noch?

    Ich hab 1985 angefangen hier zu studieren, damals gab es die sogenannte O-Fase (für die Jüngeren: Phase wurde für die Maschinenbauer als 'Fase' geschrieben, das nennt man Wortspiel) die von ein paar erfahrenen Studenten geleitet wurde. Das war durchaus hilfreich. Man musste ja nicht alles mitmachen, aber da kam schon eine ordentliche Tüte Informationen rüber.
    Ich hatte allerdings auch den Vorteil abends ins Hotel Mama heimfahren zu können und durch die räumliche Nähe hab ich auch einige Schulkameraden wieder getroffen.

    Das sind so Sachen die es schon einfacher machen. Wer direkt zum Studienbeginn auch noch den Stress mit der Wohnungssuche hat und dann erstmal unrasiert und fern der Heimat ohne einen einzigen Kontakt in einer fremden Stadt rumsteht hatte es da schon schwerer. Heute hat man sowieso nur noch virtuellen Kontakt, da ist das alles viel einfacher und standortunabhängig. grinsen
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  •   DreiFragezeichen
    (1402 Beiträge)

    17.10.2015 17:10 Uhr
    @lamboraser
    Den Diplo hab ich nach RA verkauft bevor ich weg bin. Dort wird er - soweit ich weiß - gut gepflegt. grinsen
    Ich selbst fahr kein Auto mehr.
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  •   lamboraser
    (459 Beiträge)

    18.10.2015 01:23 Uhr
    Gar kein
    Auto mehr? Das nehm ich dir nicht ab.
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  •   HohenBaden
    (413 Beiträge)

    17.10.2015 15:44 Uhr
    fern der Heimat
    ohne einen einzigen Kontakt in einer fremden Stadt
    Dagegen half damals eine Korporation! (hilft heute noch...)
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  •   HohenBaden
    (413 Beiträge)

    17.10.2015 11:08 Uhr
    Das
    musste jetzt mal gesagt werden, gell Herr Dokter ...

    Auch Unternehmer? grinsen )))
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  •   Meiksel
    (548 Beiträge)

    17.10.2015 08:35 Uhr
    war bei der Überschrift + Bildunterschrift
    der/die/das Gender-Beauftragte_r pinkeln?

    #studierende
    #student_innen
    #studierix

    hahaha Feminismus ist behindert
    #hatespeech
    #rapeculture
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