Karlsruhe "Frankreich zu Gast am KIT": Hochschule feiert mit deutsch-französischer Woche

In wenigen Minuten mit dem Auto ins Elsass oder mit dem TGV in drei Stunden nach Paris: Frankreich ist als direkter Nachbar und wissenschaftlicher Partner des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) nicht mehr wegzudenken. Vor fünfzig Jahren haben die damaligen Regierungen in Frankreich und Deutschland einen Freundschaftsvertrag geschlossen, der bis heute ein einzigartiges Vorbild der Versöhnung ist. Das KIT nimmt das 50 jährige Bestehen des Élysée-Vertrags zum Anstoß, um vom 18. März bis zum 22. März mit einer deutsch-französischen Woche die Kooperation in Forschung, Lehre und Innovation mit seinen französischen Partnern zu feiern.

Das Programm an der deutsch-französischen Woche soll einen Querschnitt der Zusammenarbeit des KIT mit Partnern in Frankreich präsentieren.

Symposien und Workshops

Diese spielen nach KIT-Angaben eine wichtige Rolle: sowohl beim Entwickeln neuer Technologien und bei der Grundlagenforschung als auch beim Angebot gemeinsamer Studiengänge. Dazu werden unterschiedliche Vorträge zu wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Themen, Symposien, Workshops zur Intensivierung der Kooperation, Informationsveranstaltungen sowie kulturelle Events angeboten.

Zu den Höhepunkten gehört vor allem die Konferenz "Technologie für die Zukunft", wie Karl-Friedrich Ziegahn vom KIT auf einer Pressekonferenz betonte: "Zu dieser Konferenz begrüßen wir den Physik-Nobelpreisträger Carlo Rubbia, den Quantenchemiker und Physikochemiker Joachim Sauer sowie den Physiker Gabriel Chardin vom Centre national de la recherche scientifique, die ihre wertvollen Ergebnisse der deutsch-französischen Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung darstellen werden."

Studium im Nachbarland: Infos zu Doppeldiplomen

Besonderer Schwerpunkt der Woche soll auch auf den Informationen zu den grenzüberschreitenden Studien- und Forschungsmöglichkeiten liegen, bei denen sich auch französische Partner vorstellen werden. Die deutsch-französische Initiative Defi koordiniert die Kooperationen zwischen den zwei Ländern. Wolfgang Seemann, der die Defi leitet, erklärte: "Wir haben am KIT acht Fakultäten mit Doppelabschlussprogrammen und insgesamt 13 Abschlüssen. Das heißt, die Studenten verbringen einige Semester ihres Studiums im französischsprachigen Nachbarland und erhalten dafür ein Doppeldiplom." Es gelte noch mehr Menschen für eine solche Möglichkeit zu begeistern.

Am Donnerstag, 21. März, findet um 18 Uhr der KIT-Jahresempfang an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (Hfg) statt. Auf dem Programm stehen ein Impulsvortrag über deutsch-französische Energieforschung von Bernard Sahla, Vizepräsident der EDF-Gruppe, sowie eine Podiumsdiskussion unter dem Titel "Vom Nachbarn lernen - Forschung, Innovationen und akademische Ausbildung in Deutschland und Frankreich". Für die Teilnahme wird jedoch eine Einladung benötigt.

Alles rund um den "Élysée-Vertrag"

Während die Symposien sehr fachspezifisch sein sollen, wie Seemann informiert, hofft er jedoch auf eine große Anzahl an Besuchern bei dem Vortrag von Daniel Cohn-Bendit "50 Jahre Élysée-Vertrag" der für jedermann interessant sein soll. Dieser wird am Dienstag, 19. März, um 19 Uhr am KIT-Campus Süd, im Gebäude 11.40, Tulla-Hörsaal, stattfinden. Cohn-Bendit ist Mitglied des Europäischen Parlaments und referiert über neue Herausforderungen für die deutsch-französische Freundschaft.

Wenn es auch mal etwas nicht wissenschaftliches sein soll, können Interessierte dem Theaterstück "Der Vertrag, eine Hommage an de Gaulle und Adenauer" beiwohnen, welches zweisprachig das Treffen dieser zwei großen Persönlichkeiten nachzeichnen wird. Das Schauspiel wird am 20. März am KIT-Campus Süd, im Festsaal im Studentenhaus stattfinden und um 20 Uhr beginnen. Der Eintritt kostet 7 Euro (ermäßigt 4 Euro). Die Reservierung erfolgt über das Centre Culturel Franco-Allemand.

Wie wärs mal mit Schneckenrahmsuppe?

Ein kleiner Dämpfer für alle Französischliebhaber: alle Symposien sollen auf Englisch gehalten werden. Doch auch hier ein Trost: in der Mensa und und der Kantine des KIT werden typisch französische Speisen angeboten. Den Speiseplan, sowie alle anderen Informationen (Termine, Preise, Orte) gibt es unter www.defi.kit.edu.

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