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Karlsruhe Forschen im KIT-Labor: "Trotz Sicherheitsregeln - Restrisiko bleibt"

Eine Explosion und 16 Verletzte: Das ist das Ergebnis eines tragischen Vorfalls, der sich am Mittwochabend am KIT ereignete. Im Rahmen eines Experimentes kam es in einem der Chemie-Labore zu einer Verpuffung - Ursache war offenbar ein Unfall bei der Entsorgung der Chemikalien. Dass Unfälle dieser Art äußerst selten vorkommen, jedoch innerhalb der KIT-Forschung nicht auszuschließen sind, bestätigte eine Pressesprecherin der Uni gegenüber ka-news.

In den letzten fünf Jahren kam es, eigenen Angaben zufolge, am KIT zu nur einem weiteren Chemie-Unglück mit mehr als drei Verletzten. "Unfälle mit größeren Personenschäden sind äußerst selten", versichert die KIT-Pressesprecherin auf Anfrage.

KIT-Sicherheit: Was passiert im Notfall?

Auch kleinere Verletzungen wie Schnittverletzungen bei Glasbruch oder Reizungen der Augen oder Atemwege etwa beim Auftreten aggressiver Dämpfe kommen laut ihr eher selten vor, seien aber nicht ganz auszuschließen.

Hilfsmittel für Sofortmaßnahmen gehören deshalb zur Grundausrüstung eines Labors. Umfangreiche gesetzliche Bestimmungen geben darüber hinaus einzuhaltende Verfahrensabläufe vor, damit die Sicherheit bei der Arbeit im Labor gewährleistet werden könne. Dazu gehöre unter anderem, dass alle Studis vor jedem Praktikum eine umfangreiche Sicherheitsunterweisung erhalten, die auf alle allgemeinen Gefährdungen eingehe und die spezifischen Verfahren erläutere.

Aber was passiert im Notfall? Wie auch am Mittwoch so geschehen, ist bei akuten Gefährdungen das interne Sicherheitsteam des KIT im Einsatz. "Dieses ist mit speziell für das Abarbeiten von Alarmen qualifiziertem Personal besetzt, mit Aktionsplänen für die unterschiedlichen Situationen ausgestattet und rund um die Uhr erreichbar", so die KIT-Sprecherin abschließend.

Mehr zur Explosion im Labor:

KIT bedauert Chemie-Unfall: 16 Verletzte nach Verpuffung

KIT Campus Süd: Explosion nach Chemieexperiment - viele Verletzte

 

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  •   intrinsisch
    (60 Beiträge)

    17.01.2014 16:03 Uhr
    Unfälle...
    ... kann es leider immer geben. Nicht nur in der Chemie... wenn der Azubi in die Kreissäge langt oder der Elektriker im Schaltschrank hängenbleibt oder auf dem Bau ein Arbeiter von einer Betonplatte erschlagen wird. Da gibt es viele tolle Sicherheitsmaßnahmen, und trotzdem passiert es.
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  • unbekannt
    (1170 Beiträge)

    17.01.2014 12:34 Uhr
    Jetzt ...
    Wissen wir auch warum dieser Komplex so weit draußen ist ... und das ist auch gut so! zwinkern
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  •   Karlsrator
    (2745 Beiträge)

    17.01.2014 13:00 Uhr
    Der "Komplex" ...
    ...liegt mitten in der Stadt zwischen Schloss und Durlacher Tor.
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  •   felino
    (330 Beiträge)

    17.01.2014 12:10 Uhr
    ein Restrisiko
    gibt es IMMER und ÜBERALL. und das größere Unfälle selten sind, wissen wir auch... sonst würden wir es ja immer bei ka-news lesen zwinkern - kurz und gut, ein Artikel, den man auch hätte sein lassen können.
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