Karlsruhe Exzellente Forschung fördern: KIT-Stiftung startet

Der Verlust des Elite-Status ist noch nicht ganz verarbeitet. Doch aus dem Karlsruher Institut für Technologie kommen auch positive Nachrichten: Der Zusammenschluss aus Uni und Forschungszentrum richtet seine eigene KIT-Stiftung ein. Forschung, Lehre und das Akademische Leben sollen am KIT optimal gefördert werden. Auch die Stadt Karlsruhe beteiligt sich an der Gründung der Stiftung.

Die KIT-Stiftung startet mit einem Kapital von rund 1,3 Millionen Euro, die 15 Gründungsstifter einlegen - darunter auch die Stadt Karlsruhe. Der Gemeinderat bewilligte bei seiner Sitzung im Juni eine Summe von 25.000 Euro. Sie ist ein Instrument für stiftende Unternehmen, Mäzene und Alumni zur Bündelung ihres Engagements für das KIT.

Stiftung soll Selbstständigkeit fördern

Ein Vorhaben der KIT-Stiftung ist die Förderung exzellenter Forschung, so eine Pressemitteilung des KIT. Neben der Einrichtung von Stiftungslehrstühlen und der Unterstützung von Bauprojekten, liegt der Fokus auf der intensiven Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, teilt das KIT weiter mit.

So werde die Stiftung beispielsweise Projekte für die frühe Selbständigkeit von jungen Wissenschaftlern unterstützen, die so Befunden aus ihren Master-, Diplom- beziehungsweise Doktorarbeiten nachgehen könnten. Außerdem fließen Mittel der Stiftung in die Entdeckung neuer wissenschaftlicher Felder. Die KIT-Stiftung will sich auch der Lehre am KIT annehmen: Sie vergibt nach KIT-Angaben Stipendien für Studierende in besonderen Lebenslagen und umfasst alle Aktivitäten des KIT bei der Vergabe des Deutschlandstipendiums, das mit Beteiligung des Bundes an Studierende mit exzellenten Leistungen und geselllschaftlichem Engagement vergeben wird.

Präsident Umbach: Hoffnung auf weitere Stifter

Im Bereich des akademischen Lebens widmet sich die Stiftung der Verbesserung der Studienbedingungen für Studierende mit Kind, indem Gelder in Infrastruktur und Betreuungsmöglichkeiten fließen. Weitere Projekte wie die Förderung des Studienzentrums für Sehgeschädigte oder die Orchesteraktivitäten des KIT stehen auf der Agenda. "Durch die Fusion hat sich das KIT innerhalb von zwei Jahren zu einer international bekannten Wissenschaftseinrichtung entwickelt. Mit einem Budget von etwa 800 Millionen Euro, 9.200 Mitarbeitern sowie über 22.000 Studierenden ist es bereits heute eine der schlagkräftigsten Forschungs- und Lehreinrichtungen Europas", betont KIT-Präsident Professor Eberhard Umbach.

"Wir freuen uns sehr, dass die Gründungsstifter aus Industrie, Mittelstand und Privatpersonen sowie Alumni uns unterstützen, und hoffen, dass künftig viele weitere Stifter das KIT auf seinem Weg begleiten", so der Präsident abschließend.

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