Karlsruhe Bildungststreik in Karlsruhe: "Wir brauchen keine Fast-Food-Bildung"

Seit Ende der vergangenen Woche mobilisieren Schüler und Studenten erneut bundesweit zu Demonstrationen gegen das unzureichende Bildungssystem. Im nordbadischen Raum finden Protestkundgebungen in Mannheim, Heidelberg, Pforzheim und Karlsruhe statt. Unterstützt werden die Studenten etwa vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), der eine Kehrtwende in der Bildungspolitik fordert.

Bund und Länder seien in der Pflicht, in das öffentliche Bildungssystem verlässlich zu investieren, findet der Karlsruher DGB, der für die Region Nordbaden zuständig ist. Gute Ganztagsschulen und bessere Kindertagesstätten, eine bessere Finanzausstattung der Hochschulen, der Ausbau des BAföGs, sowie eine bessere Weiterbildung müssten das Ziel sein.

Der DGB fordert außerdem mehr Zeit für gute Bildung. Die verkürzte Schulzeit (G8), der sechssemestrige "Turbo-Bachelor" und zweijährige Berufsausbildungen seien die bekanntesten Auswüchse einer Bildungspolitik nach der Stechuhr. "Wir brauchen keine Fast-Food-Bildung, wir wollen zumindest gutbürgerliche Küche", so Wolfgang Zink vom DGB Karlsruhe in einer Pressemitteilung.

Die Abschaffung der Bildungsgebühren vom Kindergarten bis zur Hochschule ergänzt den Forderungskatalog des DGB. "Bildung darf nicht als Dienstleistung verstanden werden, die nur bekommt, wer es sich leisten kann", meint Zink.

Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz um 13 Uhr

Um die Forderung der Studenten zu untermauern, wird in Karlsruhe heute gestreikt - für die Bildung. Los geht es um 13 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz gegen Studiengebühren, zu der auch die Juso-Hochschulgruppe aufruft. Dort wird auch Wolfgang Zink vom DGB sprechen. Der anschließende Demonstrationszug verläuft über das Gelände des KIT und endet auf dem Marktplatz in der Karlsruher Innenstadt.

Ebenfalls solidarisieren der Kreisverband der Grünen Karlsruhe, die Grüne Jugend Karlsruhe, die Landtagsabgeordneten Renate Rastätter und Gisela Splett, sowie der Landtagskandidat Alexander Salomon mit dem Bildungsstreik in Karlsruhe.

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