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Karlsruhe 5 US-Projekte am KIT: Initiative fordert Einstellung von Militärforschung

Die Initiative gegen Militärforschung an Universitäten zeigt sich verärgert über die aus Militärgeldern finanzierte Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Wie die Initiative in einer Pressemitteilung erklärte, habe sie bereits einen Brief an den Präsidenten des KIT geschrieben, mit der Aufforderung, militärfinanzierte Forschungsprojekte zu unterlassen.

Wie erst kürzlich aufgrund der Antwort der Bundesregierung auf eine Bundestagsanfrage der Fraktion Die Linke bekannt wurde, seien seit 2003 fünf Forschungsprojekte mit US-Militärfinanzierung in einer Gesamthöhe von etwa einer Million Dollar bearbeitet worden, heißt es weiter.

Ein Geothermie-Projekt sei bereits im November 2013 Gegenstand der öffentlichen Kontroverse geworden. Nach Angabe der Bundesregierung habe das KIT an weiteren drei derartigen Projekten bis August 2013 geforscht. Für ein fünftes Forschungsprojekt aus dem Bereich der Informatik mit einem Volumen von knapp 100.000 Dollar werde der Bearbeitungszeitraum 2013-2014 angegeben. Die Initiative fordert das KIT-Präsidium auf, dieses Projekt unverzüglich zu beenden und nicht verbrauchte Mittel an das Office of Naval Research (US-Marine) zurück zugeben.

Die Initiative habe eigenen Angaben zufolge einen Brief an KIT-Präsident Hanselka geschrieben, in dem ausführlich begründet gegen jegliche Militärfinanzierung des KIT (neben weiteren suspekten Problemfeldern) argumentiert und um ein Gespräch im Sinne eines Dialogs gebeten werde.

Für die öffentliche Bildungs- und Forschungseinrichtung werde laut Pressemitteilung seit einem Studierendenvotum von 2009 eine Zivilklausel gefordert, die den Verzicht auf Forschung und Lehre für militärische Zwecke vorsieht. Diese Forderung sei zuletzt durch einen Beschluss des SPD-Landesparteitags 2013 Baden-Württemberg bekräftigt worden.

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) betont, dass es sich bei den umstrittenen Forschungsaufträgen aus dem Pentagon um "reine Grundlagenforschung" handelt. "Wir machen keine Rüstungsforschung",sagte kürzlich KIT-Präsident Holger Hanselka.

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Kommentare (2)
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  •   barlou
    (2555 Beiträge)

    22.01.2014 09:27 Uhr
    Ich bin verwirrt...
    Soll ich diese ganzen pazifistischen Gutmenschen mit ihrer Naivität, dass es quietscht, nun bewundern oder bedauern?
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  •   Dille
    (52 Beiträge)

    21.01.2014 16:31 Uhr
    Gut so!
    Militär haz an Hochschulen nichts verloren.
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