Denn die Landeshauptstadt Stuttgart hat mit den Parteien eine Vereinbarung getroffen, dass erst exakt sechs Wochen vor der Wahl - und das wäre ab Samstag, 15. August, - Wahlwerbung betrieben werden darf. Da nun auch die Stuttgarter CDU und SPD für sich die Werbetrommel rühren wollen, haben sie bereits erste Plakate gestellt und dadurch gegen die Vereinbarung verstoßen.

Am Mittwoch preschte der Stuttgarter Ordnungsbürgermeister Martin Schairer (CDU) vor und verlangte von beiden Parteien, ihre verfrüht aufgestellten Plakate bis zum Samstag wieder abzuhängen. Die Freude bei SPD und CDU ob dieser Aufforderung hielt sich erwartungsgemäß in Grenzen. Schuld an dem Vorwahl-Schlamassel soll in beiden Fällen der bundesweite Aufsteller gewesen sein, der sich nicht an die Absprachen gehalten habe, ließen sowohl CDU als auch SPD Medienberichten zufolge verlauten.

Am Donnerstag dann ruderte die Stadt Stuttgart plötzlich zurück. Die Entfernung so kurz vor dem offiziell erlaubten Aufstelltermin sein unverhältnismäßig.

Auch in Karlsruhe waren die Parteien schnell und haben die ersten Plakate bereits gestellt. Dies sei auch kein Problem, so das zuständige Bauordnungsamt auf Anfrage von ka-news. Es gäbe in Karlsruhe keine spezielle Vereinbarung. Der Wahlkampf sei ein unbestimmter Rechtsbegriff und der Beginn sei den Parteien selbst überlassen. Üblich sei zwischen acht und zehn Wochen vor der Wahl mit dem Wahlkampf zu beginnen.