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Karlsruhe Straßenbahnunfall in Karlstraße: Bahnen stoßen zusammen - 12 Verletzte

Im Bereich der Mathystraße/Karlstraße ist es am Freitagmorgen um 6.50 Uhr zu einem Unfall mit zwei Straßenbahnen gekommen. Das gibt die Polizei in einer Eilmeldung bekannt. Nach ersten Erkenntnissen gibt es bislang fünf Leichtverletzte; eine Bahn ist aus den Schienen geraten.

Aktualisierung 7.30 Uhr:

Die Unfallursache ist noch unklar. Zwischen dem Europaplatz (Karlstraße) und Kolpingplatz fahren die Linien 2, 3, 4, 6 und S52 in beide Richtungen eine Umleitung: Sie werden über Brauerstraße, Weinbrennerplatz und Schillerstraße in beiden Richtungen geleitet. Die Linie 5 fährt ab Lessingstraße über Brauerstraße, Hauptbahnhof, Rüppurrer Straße, Herrenstraße und Schillerstraße Umleitung. Laut Karlsruher Verkehrsverbund (KVV), ist bis 9.30 Uhr mit Störungen zu rechnen.

Aktualisierung 7.55 Uhr:

Laut Polizei hat sich die Anzahl der Verletzten erhöht: Es sind zwischen neun und zehn Personen leicht verletzt. Die Feuerwehr ist mit zirka 32 Mann vor Ort.

Aktualisierung 8.42 Uhr:

Wie ein Polizeisprecher vor Ort berichtet, wurden bei dem Unfall vermutlich 12 Personen leicht- bis mittelschwer verletzt. Unter den Verletzten sind auch beide Straßenbahnfahrer. Der entstandene Sachschaden liegt offenbar im höheren sechsstelligen Bereich. Bei dem Zusammenstoß der Linie 3 und Linie 5 ist eine der Bahnen entgleist. Die Linie 5 ist fahruntauglich und wird derzeit wieder zurück auf die Gleise gezogen. Die Linie 3 konnte wieder zurückfahren. Die Unfallursache ist nach wie vor unklar.

Aktualisierung 8.49 Uhr:

Ein erster Versuch die Linie 5 mit einer anderen Straßenbahn zurückzusetzen, ist gescheitert. Nun ist ein Kranwagen der Feuerwehr im Einsatz. Dieser soll die Bahn zurück in die Mathystraße ziehen, damit der Weg zum Hauptbahnhof wieder frei wird. Die Bergungsarbeiten dauern an. Die Feuerwehr ist mit acht Fahrzeugen und rund 30 Helfern am Unfallort. Im Unfallbereich gibt es starke Beeinträchtigungen für den Autoverkehr. Außerdem kommt es nach wie vor zu Verspätungen und Zugausfällen im Bahnverkehr.

Aktualisierung 9.20 Uhr:

Die Linie 5 muss verschrottet werden. Die sogenannte "Holzklasse" steht sowieso kurz vor der Ausmusterung. Die Bahn der Linie 3 kann repariert werden. Die Oberleitungen wurden bei dem Unfall nicht beschädigt. Die Untersuchung vor Ort sind noch nicht abgeschlossen. Es muss noch etwa eine Stunde mit Beeinträchtigungen im Bahn- und Straßenverkehr gerechnet werden.

Aktualisierung 9.34 Uhr: Signal missachtet?

In einer offiziellen Pressemeldung der Polizei Karlsruhe heißt es zum aktuellen Stand der Unfallermittlungen: Eine Niederflurbahn der Linie 3 war auf der Karlstraße Richtung Hauptbahnhof unterwegs. Gleichzeitig bog eine ältere Straßenbahn der Linie 5, die von der Mathystraße in Richtung Europaplatz fuhr, nach links in die Karlstraße ein. Direkt auf der Kreuzung kam es dann zur Kollision.

Durch die Wucht des Aufpralls entgleiste der vordere Teil der Bahn der Linie 5. Bislang sind 12 leicht bis mittelschwer verletzte Personen, darunter die beiden Fahrer der Straßenbahnen, bekannt. Alle wurden in Krankenhäuser eingeliefert. Im Moment besteht eine Sperrung an der Karlstraße/Mathystraße. Diese wird noch bis zur Bergung der Straßenbahn der Linie 5 aufrechterhalten. Sieben Rettungswagen und zwei Notärzte waren im Einsatz. Die Berufsfeuerwehr Karlsruhe, die den Rettungsdienst bei der Erstversorgung der Fahrgäste unterstützte, ist mit einem Rüstzug, schwerem Gerät und Sonderfahrzeugen vor Ort.

Der Eingleistrupp der Verkehrsbetriebe hebt die Bahn wieder in die Gleise und wird von der Berufsfeuerwehr mit ihren Einsatzmitteln unterstützt. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern derzeit noch an. Da zum Unfallzeitpunkt die Ampelanlage offenbar störungsfrei in Betrieb war, ist möglicherweise davon auszugehen, dass einer der Fahrer das für ihn geltende Haltesignal nicht beachtet hat. Es wird von einem Sachschaden im oberen sechsstelligen Bereich ausgegangen.

Der Streckenabschnitt zwischen Otto-Sachs-Straße und Mathystraße bleibt noch länger gesperrt, so heißt es vor Ort. Hier warte aktuell die verunglückte Bahn der Linie 5 auf ihren Abtransport.

Aktualisierung 10.15 Uhr:

Der vom Unfall betroffene Streckenabschnitt soll laut Polizei in Kürze wieder freigegeben sein. Auch der KVV geht davon aus, dass die Bahnen in der Innenstadt ab 10.15 Uhr wieder normal verkehren können.

Aktualisierung 10.41 Uhr:

Wie der KVV bekannt gibt, ist die Karlstraße wieder freigegeben. Die vom Unfall betroffenen Haltestellen werden nun wieder angefahren.

Aktualisierung 10.55 Uhr:

Wie die Polizei auf Nachfrage bestätigt, ist auch der Weg für die Autofahrer wieder frei. Erhebliche Einschränkungen habe es während der Bergungsmaßnahmen nicht gegeben. Die Ermittlungen zum Unfallhergang werden weiterhin andauern. Durch Spurensicherung und Zeugenbefragungen muss nun herausgefunden werden, welcher der beiden Fahrer das Haltesignal missachtet habe, so der Polizeisprecher.

Aktualisierung 14 Uhr:

Zur vollständigen Klärung der Unfallursache sucht die Polizei Zeugen, die zum Unfallhergang oder zum Stand der Haltesignale beim Unfall Angaben machen können. Sie werden gebeten, sich bei der Verkehrsunfallaufnahme Karlsruhe, Telefon 0721/944840, zu melden.

Dieser Artikel wurde mehrfach aktualisiert.

Der Unfall weckt Erinnerungen an den 16. Oktober 2008. Damals waren in der Nähe des Albtalbahnhofs zwei Straßenbahnen frontal zusammengestoßen. Die traurige Bilanz: 17 Verletzte, darunter auch die beiden Fahrer, und ein Sachschaden von etwa 600.000 Euro.

 

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Straßenbahnunfälle in Karlsruhe: Unfälle, Umleitungen, Verspätungen - aktuelle Nachrichten zur Verkehrslage im AVG-, VBK- und KVV-Netz in Karlsruhe.
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  • unbekannt
    (271 Beiträge)

    30.11.2014 15:42 Uhr
    KVV-Scout
    vor 3 Jahren hatte der große Chef "Cassazz", der gottseidank aus Karlsruhe verschwunden ist, großmundig einen KV-Scout installiert und wunderbare Reden geschwungen. Nachwenigen Wochen wusste ich, dass das Gaze nur heisse Luft war. Ich habe einige Vorkommnisse angeprangert,,,,,,nie nie vom dieser Össi, der jetzt in Augsburg sein Unwesen treibt ne Antwort bekommt. Genau solche Fehler, wie Gefährdung der Strassenverkehre habe ich mit Fotos ihm geschickt......nur heisse Luft, dieses Bergbahnbetreibers aus Innsbruck
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  •   Laetschebachschorsch
    (3171 Beiträge)

    30.11.2014 12:12 Uhr
    Hupen - bimmeln - wieso?
    Hupen dient dazu andere auf eine Gefahr hinzuweisen und nicht um das eigene Rechthaben zu betonen. Wenn jemand vor sich hinpennt, dann kann ich ihn durch huben wecken. Wenn aber jemand im Weg steht aber keine Möglichkeit hat weg zu fahren oder Platz zu machen, dann gibt es keinen Grund durch unnötigen Lärm zu belästigen. Und Zeitdruck? Glauben eigentlich alle Straba-Fahrer, dass nur sie unter Zeitdruck arbeiten weil sie einen Fahrplan einhalten sollen? Wie viele Pkw- oder Lkw-Fahrer sind unter Zeitdruck unterwegs - just in time - und stehen im Stau? Und wie viele Straba-Fahrer stehen dann an der Wendeschleife unde machen Pause, damit sie wieder im Zeitplan sind? Glaubt ihr wir Nicht-Straba-Fahrer sind blöd, sehen das nicht und machen nicht uns unsere Gedanken? Je früher am Wendepunkt - je länger die Pause - die eventuell auch sinnvoller Weise vorgeschrieben ist? Kommt doch endlich von euerem hohen Ross runter – jedem anderen Berufsfahrer geht es dreckiger.
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  •   taschentuch
    (394 Beiträge)

    30.11.2014 13:54 Uhr
    Neid?
    Ich könnte nun ganze Tiraden über nervige LKW-Fahrer (Stichwort Überholen, ein LKW fährt 80, der andere rast mit 85 km/h vorbei, zwei von drei Spuren dicht) und unfähige Autofahrer ablassen, weil ich das Gefühl habe, dass dich diese Aussagen treffen würden... aber ich lasse es. Bahnfahrer ist sicher kein gemütlicher Job, bei dem man eben mal so durch die Stadt fährt... missmutige Fahrgäste, Vollidioten mit Handy in der Hand und Kopfhörer auf den Ohren laufen einem vor die Bahn weil sie völlig weg von allem sind, etc. etc.

    Dass es jedem anderen Berufsfahrer dreckiger geht, bezweifle ich. Jede der von dir genannten Betätigungen kann entspannt und stressig sein, meiner Ansicht nach. Hier müsstest eventuell du von deinem hohen Ross runter.
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  •   Laetschebachschorsch
    (3171 Beiträge)

    29.11.2014 15:51 Uhr
    Danke für die arrogante Feststellung
    Und wie kommt es dann, dass manche Strabas vom Bahnhof kommend in die Haltestelle einfahren und die Ampelschaltung geht normal weiter und bei anderen wird sofort auf Rot geschaltet und bleibt so bis nach langem Warten die Straba weiter gefahren ist? Aber sie sagen es ja, alle anderen sind blöd – arrogante Strabafahrer! Eine "gute" Grundlage für ein einvernehmliches Verhältnis im Straßenverkehr - ach ja die StVO gilt ja auch nicht für diese Rasse.
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  • unbekannt
    (6 Beiträge)

    29.11.2014 17:44 Uhr
    Große Klappe
    Der Strab-Fahrer hat keinen Einfluss auf die Schaltung am Tivoli. Bei Einfahrt wird die Anlage automatisch angesteurt und das Programm entscheidet die Reihenfolge der Freischaltung. Geh mal zur Linie 5 am Entenfang da muss die Bahn Richtung Rheinhafen manchmal mehere Minuten warten da die PKWs mehrmals grün bekommen.
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  •   Laetschebachschorsch
    (3171 Beiträge)

    29.11.2014 07:38 Uhr
    Verkehr am Tivoli
    Und wie oft ist zu beobachten, dass der Strabafahrer, vom Bahnhof kommend, bereits beim Einbiegen zur Haltestelle sein "Grün" zur Weiterfahrt anfordert, die Fahrgäste dann aus und einsteigen lässt und dann endlich irgendwann weiter fährt. in dieser Zeit ist dann die gestammte Kreuzung gesperrt. Wundert sich da jemand, dass da Autofahrer sauer sind auf diese Strabafahrer? Genauso gibt es genug Autofahrer, die mit ihrem Kasten mit einem Insassen die Straba mit in der Regel deutlich mehr Fahrgästen blockieren. Was hilft? Die Polizei und das Ordnungsamt müssen streng durchgreifen. Holzköpfe lernen halt nur durch grobe Mittel - z. B. auch schnelleres Abschleppen. Wenn ich die Einhaltung aufgestellter Regeln nicht durchsetze, dann kann ich sie gleich bleiben lassen. Alles andere ist nur Geldverschwendung. Das müsste auch der frühere Richter wissen.
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  • unbekannt
    (6 Beiträge)

    29.11.2014 11:07 Uhr
    Die bösen Strab-Fahrer
    Die Strab-Fahrer sind doch auch nur die Leidtragenden des Verkehrskaos in KA. Manche " Fahrgäste " sind ja der Meinung, wenn sie eine Fahrkarte kaufen, haben sie auch das Recht die Fahrer anzupöbeln und zu beschimpfen. Der Fahrplan ist doch so eng gestrickt, dass ein zügiger Ein- und Ausstieg von Nöten wäre. Viele sind aber der Meinung,dass die Bahn nur für sie alleine hält und auch gefälligst so lange zu warten hat wie sie es für richtig erachten. Die Ampelschaltung kann doch nur an den wenigsten Haltestellen vom Fahrer beeinflusst werden. Ich kann doch jeden Tag beobachten wie die anderen Verkehrsteilnehmer, sei es Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer sich an keine Verkehrsregeln mehr halten und bei Rot über die Kreuzungen laufen oder fahren. 99 % aller Unfälle sind doch nicht von den Strab-Fahrern verursacht.
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  •   Laetschebachschorsch
    (3171 Beiträge)

    29.11.2014 16:01 Uhr
    Na klar
    die sind ja nie schuld, auch nicht an dem oben genannten Unfall. Nur seltsam, dass kein anderer Verkehrsteilnehmer beteiligt war. Ich will nicht alle Strabafahrer an den Pranger stellen, ich wollte keiner in Karlsruhe sein. Aber es würde nicht schaden die Rücksichtslasen, auch bei den Autofahrern, nachzuschulen bzw. zu belangen. Ich warte nur noch auf die Feststellung, dass das Ganze mal wieder auf einem technischen Defekt beruhte - auch im Hinblick auf die Versicherung des KVV oder wer trägt den Schaden? Wir auch der Fahrer ggf. beteiligt?
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  •   Gertrud
    (1 Beiträge)

    28.11.2014 22:18 Uhr
    Straßenbahnunfall
    Liebe Kommentarschreiber!

    Habt eigentlich keine anderen Sorgen, als sich über die Dienstkleidung
    "aufzuregen"? Denkt niemand an die Verletzten, die bei diesem bedauerlichen Unfall beteiligt sind? Ich wünsche allen eine gute Genesung und hoffe, dass sie dieses Vorkommnis gedanklich gut verarbeiten können. Wer denkt nicht an die beiden Fahrer der Straßenbahnen, die sich bestimmt lange Zeit mit dem Unfall beschäftigen müssen? Wie oberflächlich und herzlos
    sind die Kommentare! Andere Frage: Wie viel unnötige Zeit wird
    gegebenenfalls für nutzlose Schreibereien aufgewendet, vor allen
    Dingen: wer verfasst solche unnötigen Meinungen und hat sonst
    nichts besseres zu tun?
    Ich wünsche allen Lesern einen guten Abend und eine besinnliche Adventszeit.
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  •   Mustafa
    (52 Beiträge)

    29.11.2014 13:57 Uhr
    Du bist auf der falschen Seite
    mitfühlende Kommentare brauchst du hier nicht zu erwarten.

    Höchstens eine Aufmunterung in der Art von:
    Die Verletzten, die bei diesem bedauerlichen Unfall beteiligt sind, können sich glücklich schätzen.
    Immerhin haben sie den Unfall überlebt. Die 1,2 Millionen Menschen die weltweit an Verkehrsunfällen sterben, hatten dieses Glück nicht.
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