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Karlsruhe Straßenbahnunfälle verhindern: Karlsruher startet Online-Ideensammlung

Zusätzliche Warnschilder an den Haltestellen? Gitter in der Gleismitte, um den Übergang zu erschweren? Oder reicht es möglicherweise, die Menschen noch mal an so grundlegende Dinge wie das "erst schauen, dann gehen", zu erinnern? Per Online-Ideensammlung sucht der Karlsruher Tobias Ruck nach Wegen, wie man Zusammenstöße von Fußgängern und Straßenbahnen künftig besser vermeiden kann.

"Ich wohne in der Oststadt und habe schon mehrere schwere Unfälle mit tödlich oder lebensgefährlich verletzten Fußgängern mitbekommen", so Tobias Ruck. Den Ausschlag für die Ideensammlung gab dann ein Artikel auf ka-news über die Anfrage der Grünen Gemeinderatsfraktion nach einer Zehn-Jahres-Statistik zu den Straßenbahnunfällen in Karlsruhe. "Da dachte ich, es wäre vielleicht nicht schlecht, in irgendeiner Form aktiv zu werden." Die Idee mit der Online-Ideensammlung war geboren.

Ideensammlung läuft noch bis 27. April

Praktisch umgesetzt hat Ruck seinen Plan mit Hilfe der Plattform tricider.com. Unter der Überschrift "Wie kann man Zusammenstöße von Fußgängern und Straßenbahnen verhindern?" kann hier jeder nicht nur Ideen beisteuern, sondern auch Pro- und Contra-Argumente zu den einzelnen Vorschlägen eintragen und sich per Online-Voting für einen bestimmten Vorschlag aussprechen. "Vor allem möchte ich damit die Menschen zum Nachdenken über die Gefahren anregen und sie dafür sensibilisieren", so Ruck. "Zudem könnten brauchbare Ideen abfallen."

Laufen wird die Online-Ideensammlung samt Abstimmung noch bis zum 27. April. Anschließend wolle er die Ergebnisse zusammenfassen und von Spam-Einträgen bereinigen."Das Ergebnis stelle ich dann den Karlsruher Verkehrsbetrieben und auch ka-news zur Verfügung."

VBK will Vorschläge prüfen

Bei den Karlsruher Verkehrsbetrieben (VBK) ist man dafür grundsätzlich offen: "Unfälle zu vermeiden ist wichtigstes Ziel aller Verkehrsteilnehmer: Diese Aufgabe verfolgt eine bereits seit langem eingerichtete Unfallkommission bestehend aus Straßenbaulastträger, Straßenverkehrsbehörde, Polizei und auch VBK, die anlassbezogen Unfälle untersucht und Vermeidungsstrategien entwickelt", so ein VBK-Sprecher auf ka-news-Anfrage. Außerdem erhalte man ständig Vorschläge von Fahrgästen, die den Unfallschutz thematisierten. Entsprechend werde man sich auch die jetzt online gestellten Ideen "genau anschauen und prüfen, ob und wie man diese Vorschläge umsetzen kann."

Ideensammlung "Wie kann man Zusammenstöße von Fußgängern und Straßenbahnen verhindern?"

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  •   JOSI
    (376 Beiträge)

    24.04.2013 10:13 Uhr
    Gitter wie in der Kriegstraße...
    die dort auch nichts helfen, da die Leute einfach trotzdem über die Straße gehen und über die Gitter steigen! Der witz: In höhe Hirschstraße ist eine unterführung und ein oberirdischer überweg auf die andere Seite.Zwischen Hirsch und Leopoldstraße steigen sie über die Gitter wie auch in der höhe des Staatstheater. Also unnötige Steuergeldausgabe! Lass die Gitter weg!
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  •   Selbstdenker
    (258 Beiträge)

    18.04.2013 08:46 Uhr
    Wassollas?
    "in irgendeiner Form aktiv zu werden"
    Übersetzung: Hauptsache irgendwas tun.

    Woher kommt die Arroganz der Schwammintellenz, nur aus Lektüre diverse Medien zu wissen, was das richtige Mittel gegen diese Unfälle ist? Dunning-Kruger? Das kann doch nur in Gemeinplätzen enden.

    Leider fehlen weiterhin belastbare Zahlen. Vorneweg, ob die Unfälle wirklich so stark zunehmen, oder eher nur die Berichterstattung darüber. Danach, ob es Unfallschwerpunkte gibt, die man gezielt angehen kann, Weinweg wurde genannt, ich wüßte noch andere.

    Gegen die allgemeine Gedankenlosigkeit, gefühlt mehr als 90 Prozent der Unfallursachen, also "Ich biege ab wenn's mir gefällt" und "Wenn eine Bahn durch ist, kann ich gefahrlos rübergehen" hilft eine Ideensammlung herzlich wenig. Da muß man die Leute schon in dem Moment aus dem Tran holen, und das ohne großen technischen Aufwand. Also, ein Störsender, der ein "Achtung Straßenbahn" aufs Smartphone beamt ... lustige Idee, aber nicht realistisch.
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  •   alpinium
    (5486 Beiträge)

    17.04.2013 23:10 Uhr
    Wie wäre es mit etwas mehr Übersicht am Steuer,
    sprich das was jeder Fahrschüler lernt, in die Spiegel schauen, gelegentlich das Köpfchen drehen und die Glupschaugen auf. So minimiert man Kollisionen mit Strombüchsen und übersieht keine Schilder.
    Aber schaut man sich gelegentlich die Autofahrer an, dann sind am Steuer abgelenkt durch laute Musik, Handy ans Ohr gedrückt (trotz Verbot) und manchmal in der andern Hand noch eine Fluppe. Manch Fußgänger ist da nicht besser, das Smartphone so vor die Optik gehalten und dann vor den nächsten Baum gerannt. Vielleicht noch die Ohrstöpsel drin und die Umgebung wird nicht mehr wahrgenommen. Fahrradfahrer sind da auch nicht besser, um sich schauen - nicht unbedingt und die Ohren mit o.g. Ohrstöpseln verplombt.

    Fazit: Wenn wir alle mehr Aufmerksamkeit walten lassen im Straßenverkehr wird man Straba-Unfälle und andere Verkehrsunfälle reduzieren können. Nicht die Aufmerksamkeit von anderen strapazieren sondern die eigene und im Zweifelsfall die schöne Ablenkung mal sein lassen.
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    17.04.2013 23:42 Uhr
    Das ist genau das
    was ich immer in etwas drastischeren Worten sage.

    Glotzböbbel uff und wenn man sich schon nicht an die Regeln hält (ja, ich bleib als Fussgänger auch nicht an einer roten Ampel stehen wenn nix kommt) dann noch viel weiter aufmachen.
    Es ist mir doch scheissegal ob ein Radfahrer schneller ist, weil er es sich leisten kann bei Rot zu fahren. Aber er sollt halt gucken ob wirklich nichts kommt.
    Und 'Un train peut en cache un autre' lernt man eigentlich auch schon in der Vorschule.
    Die Karlsruher Bahnen fahren doch in einem so dermassen dichten Takt, da muss man doch nicht sein Leben riskieren um DIE jetzt zu erwischen. Nimmt man halt die nächste. Soll mir bloss keiner erzählen, dass es da ständig um Leben und Tod oder Existenzen geht nur weil man mal 10 Minuten später als geplant irgendwo hinkommt.
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  • unbekannt
    (450 Beiträge)

    18.04.2013 08:02 Uhr
    Bei
    manchen scheinbar schon. Überleg' doch mal: Es sind 10 Minuten verschenkte Zeit des ach so begrenzten Lebens!!! zwinkern
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  •   80er
    (5534 Beiträge)

    17.04.2013 22:52 Uhr
    Andererseits....
    ....kann man es auch so sehen: der großstädtische Mensch hat ja keine natürlichen Feinde mehr. Früher -also so in der Zeit als der Mensch noch in Höhlen wohnte und jagen musste - wurden die schwächeren Menschen ja von dem Viehzeug in der freien Wildnis erlegt. Das hatte zur Folge, dass immer nur die klügeren und stärkeren überlebt hatten. Aber diese wurden dann zu viele, erlegten damit auch alles Viehzeug, so dass auch die wenig schlauen eine Chance zum überleben hatten. Die natürlichen Feinde des Menschen starben deswegen aus und es gab dafür immer mehr dümmere Menschen. Um nun der Natur wieder zu ihrem Recht zu verhelfen, entwickelten die schlauen Menschen künstliche "natürliche" Feinde- die Karlsruher S- und Straßenbahnen. Und so ist wieder alles beim alten.
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  •   Gelbsocke
    (3912 Beiträge)

    17.04.2013 23:29 Uhr
    Das
    nennt sich "Natürliche Auslese".

    Hab ich gestern schon gepostet aber jetzt verstehts hoffentlich jeder.
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  •   80er
    (5534 Beiträge)

    17.04.2013 23:32 Uhr
    Doch, doch.....
    ....die schlauen Menschen haben es schon verstanden. Die benötigen auch keine Ideensammlung der Uni. Mein Beitrag war eher für die anderen gedacht.....
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  •   alpinium
    (5486 Beiträge)

    17.04.2013 23:12 Uhr
    Sehr schön
    die evolutorische Betrachtung gefällt mir. grinsen
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  •   Gelbsocke
    (3912 Beiträge)

    17.04.2013 17:40 Uhr
    Mein Vorschlag:
    Überdimensionale Airbags, die nur aktiviert sind solange die Bahn rollt.

    Bei Kontakt entfaltet sich ein riesiger Luftsack der den Kontrahenten (In diesem Fall Fußgänger oder Radler) mehrere Meter wegschleudert.

    Dann würde der Unachtsame entweder Pingpong mit anderen Airbags an anderen Bahnen spielen oder auf die Straße geschleudert wo er dann von Autos erfasst werden kann, was ja dann deren Problem wäre.

    ;-)
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