29  

Karlsruhe Straßenbahnunfälle in Karlsruhe: VBK beraten Unfallprävention

Unter der Fragestellung, wie man bei Jugendlichen das Gefahrenbewusstsein schärfen kann und über welche Medien und Multiplikatoren man sie am besten erreicht, sind bei einer Expertenrunde Ideen entstanden. Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) hatten als Reaktion auf den tragischen Unfalltod eines Jugendlichen an der Haltestelle Thomas-Mann-Straße vor einigen Wochen zu der Runde eingeladen.

An der Diskussion über aktuelle Präventionsmaßnahmen und der gemeinsamen Vorschlagssammlung für neue Aktionen haben sich Vertreter der Abteilung Verkehrserziehung der Polizei, des Gesamtelternbeirats der Stadt Karlsruhe, des Ordnungs- und Schulamts, des Kinderbüros, des Stadtjugendausschusses, des Studentenwerks, der Unfallkasse Baden-Württemberg sowie der VBK und des Karlsruher Verkehrsverbunds beteiligt und ihre Erfahrungen mit dem Thema eingebracht.

Die VBK werden diese nach eigenen Angaben in den kommenden Wochen konkretisieren und sukzessive umsetzen. So wird ein bereits produzierter Präventions-Kurzfilm vorgestellt und über verschiedene Kanäle verbreitet werden, wobei die Verkehrsbetriebe eng mit den neugewonnen Kooperationspartner zusammenarbeiten wollen. Plakataktionen sollen an Haltestellen und Gleisübergängen positiv für Aufsehen sorgen.

Um tatsächlich nachhaltig Erfolg zu erzielen, ist allen Experten der Wunsch gemein, das Thema Sicherheit auf vielfältige Weise immer wieder neu aufzugreifen und junge Menschen auf unterschiedliche Art zu sensibilisieren. Bei einem erneuten Treffen der Experten wollen die VBK dann eine Zwischenbilanz ziehen und über die bereits umgesetzten Maßnahmen diskutieren.

Siehe auch:

Tödlicher Stadtbahnunfall: Elternbeiräte fordern schon lange mehr Sicherheit

Straßenbahnunfälle in Karlsruhe: Was dagegen tun?

Ideensammlung "Wie kann man Zusammenstöße von Fußgängern und Straßenbahnen verhindern?"

Straßenbahnunfälle verhindern: Karlsruher startet Online-Ideensammlung

Straßenbahnunfälle in Karlsruhe: Stadträte warten weiter auf 10-Jahres-Statistik

Karlsruher Unfall-Statistik 2012: Mehr Verkehrstote und Straßenbahnunfälle

Alles zum Thema Straßenbahnunfälle auf ka-news.de

Mehr zum Thema
Straßenbahnunfälle in Karlsruhe: Unfälle, Umleitungen, Verspätungen - aktuelle Nachrichten zur Verkehrslage im AVG-, VBK- und KVV-Netz in Karlsruhe.
Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (29)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  • unbekannt
    (3304 Beiträge)

    15.06.2013 11:33 Uhr
    .
    Wenn man die Vorteile von ÖPNV bedenkt, sind die wenigen Opfer im Jahr doch vertretbar. Es ist ja nicht so,als passierten jeden Tag schwere oder gar tödliche Unfälle mit Beteiligung von Straßenbahnen. Und in den überwiegenden Fällen ist die Ursache ohnehin Unaufmerksamkeit und Fahrlässigkeit der Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger, d.h. genau solche Leute, die die natürliche Auslese auch schon vor 100000 Jahren erwischt hätte.
    Es gibt keinen Handlungsbedarf.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   bimmelfuzzi
    (348 Beiträge)

    15.06.2013 13:07 Uhr
    es gibt einiges, was verändert werden sollte
    wenn man bei VBK mal etwas auf uns Fahrer hören würde anstatt sich immer nur selbst zu beweihräuchern, wär bestimmt schon so einiges bei rausgekommen...

    Nehmen wir nur malk als ein Beispiel die Ettlinger Strasse. Wenn dort ein Fahradfahrer in der Strassenmitte - also im Bahnbereich - an einer Fussgängerampel VORSCHRIFTSMÄSSIG auf GRÜN zur Überquerung wartet und nun die Bahn kommt, ist der Fussgänger bereich so schmal, dass er mit seinem Fahrrad - damit er hinten den Weg für die Bahn freimacht - mit dem Vorderrad leicht auf die Strasse muss - oder er muss es quer zur Fahrt- / Laufrichtung stellen, was eventuell das Beiseiterücken weiterer Fussgänger erfordert. Es ist doch kein Naturgesetz, dass diese Bereiche so eng sein müssen. Das ist ein permanenter Gefahrenherd - ich als Fahrer weiss das zwar und verhalte mich entsprechend defensiv - eine Restgefahr bleibt jedoch trotzdem
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   bimmelfuzzi
    (348 Beiträge)

    15.06.2013 13:14 Uhr
    weiterhin
    ist es für mich vollkommen unlogisch, wie man Ampelschaltungen so programmieren kann, dass z.B. die PKW auf der Ettlinger Strasse "Rot" bekommen - der Fussgänger also "Grün" - und in der Mitte hat er plötzlich "ROT" weil die Bahn kommt. Es ist also menschlich vollkommen verständlich, dass der Fussgänger das 2. Grün zum Überqueren der späteren Fahrbahn deutlicher wahrnimmt als das ROT in der Mitte wegen der Bahn - eine Optimierung der Ampelschaltungen wäre da sehr sinnvoll.

    Überhaupt bin ich kein Freund dieser Bevorrechtigung der Bahn, da es im Extremfall dazu führt, dass einige Verkehrsrichtungen bis zu 5 Minuten "Dauerrot" haben können. Viel sinnvoller fände ich gut aufeinander abgestimmte "Festprogramme", die für ALLE Verkehrsteilnehmer einen besseren Verkehrsfluss ermöglichen. Der Fahrgast würde es meist nicht einmal merken....
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   mueck
    (10906 Beiträge)

    15.06.2013 13:40 Uhr
    !
    Zitat von Überhaupt bin ich kein Freund dieser Bevorrechtigung der Bahn, da es im Extremfall dazu führt, dass einige Verkehrsrichtungen bis zu 5 Minuten "Dauerrot" haben können.
    Veto!
    Man sollte es heutzutage auch hinkriegen, das so flexibel zu programmieren, dass man das Grün des Querverkehrs verschiebt statt ausfallen zu lassen...
    Zitat von weil er dann vor den Ampeln immer runterbremsen müsste
    Woher kommt dann eigentlich diese Gedächtnissekunde vor der Amalienstr. vom Euro kommend? Auf die verzichtet praktisch kein Fahrer ... zwinkern
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   chrisrut
    (423 Beiträge)

    15.06.2013 15:55 Uhr
    Gedächtnissekunde
    Dort meldet sich die Bahn erst 50m vor der Ampel an und wenn man vom Euro aus langsam darauf zufährt funktioniert es trotzdem nicht immer ohne Halt.
    Aber dann macht man auch den Überweg dazwischen länger dicht und dadurch werden Fußgänger, Radfahrer ungeduldig was zu gefährlichen Situationen mit Gegenzügen führen kann.
    Würde endlich mal ein anmelder in der Nähe der Haltestelle Europaplatz angebracht würde einige Energie gespart.
    Das gleiche Problem mit Signalkontakten hat die Bahn auch vom Karlstor richtung Mathystrasse. Der eigentliche Kontakt ist seit Jahren defekt und deswegen müssen viele Bahnen vor der Kreuzung kurz anhalten.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   janh
    (435 Beiträge)

    15.06.2013 16:30 Uhr
    Früher
    war das am Europaplatz mal anders, man kann noch den Mast erkennen, an dem mal das Vorankündigungssignal hing.
    An der Mathystraße ist mir nix aufgefallen, aber für die neue Haltestelle Karlstor muss ja sowieso umgebaut werden, dann klappt das hoffentlich wieder.
    Und Karlstraße/Jollystraße vom Kolpingplatz her kommend ist auch so ein Fall, da funktioniert der eigentliche Anmeldekontakt auch nicht.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   chrisrut
    (423 Beiträge)

    15.06.2013 16:36 Uhr
    mein Fehler
    hab mal wieder Kolpingplatz mit Karlstor vertauscht. Ich meinte auch die Kreuzung Jollystr.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   janh
    (435 Beiträge)

    15.06.2013 15:19 Uhr
    ...
    Zitat von Mueck Man sollte es heutzutage auch hinkriegen, das so flexibel zu programmieren, dass man das Grün des Querverkehrs verschiebt statt ausfallen zu lassen...
    Es sei denn, es kommt noch eine Grüne Welle dazu; wenn man die nicht stören will, bleibt auch nicht mehr allzuviel Spielraum übrig.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   bimmelfuzzi
    (348 Beiträge)

    15.06.2013 14:10 Uhr
    ich weiss natürlich nicht, wie die anderen alle fahren
    aber ein Beispiel - zwischen Kongresszentrum und Augartenstrasse gab es mal ein Baustellenampel weil dort Individualverkehr baustellenbedingt die Gleise querte.

    Erlaubt waren zu der Zeit maximal 40 km/h. Wenn man vom Kongresszentrum Richtung Augartenstrasse auf mehr als 35 km/h beschleunigt hatte, musste man vor der Ampel wieder auf ca 15-20 abbremsen. Spätestens beim 2. Mal hatte ich es raus - und bin seither mit 25-30 km/h ganz gemütlich gefahren OHNE BREMSEN zu müssen. Ähnlich ist es auch wenn man von der Augartenstrasse zur Poststrasse fährt. Ich könnte natürlich auf 50 beschleunigen, dabei im Bereich Nebeniusstrasse die ein oder andere Gefahrensituation mit Radfahrern erleben um dann an der Kreuzung Rüppurer Strasse fast immer halten zu müssen.
    Ich fahre aber gemütlich mit 30 km/h, die Radfahrer im Bereich Nebeniusstrasse haben mehr Zeit, ihr Rad von den Schienen zu heben, rolle in über 90% aller Fälle an der Rüppurrer in mein frei und muss nicht bremsen - Zeitverlust praktisch 0
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   bimmelfuzzi
    (348 Beiträge)

    15.06.2013 14:13 Uhr
    und für die Fahrgäste ist auch angenehmer
    allerdings muss man dafür eben auch mal sein Hirn einschalten - solange man immer nur auf "FAHREN!, FAHREN!, FAHREN!" getrimmt wird, ist das etwas etwas schwierig. Aber durch gezielte Schulungsinhalte kann man beim Fahrpersonal da auch viel erreichen - wie ich vorher sagte, es gibt jede Menge kleiner und simpler Lösungen zu mehr Sicherheit, mehr Fahrkomfort und vielen anderen Wohlfühlmomenten - man müsste nur mal direkt die Leute befragen ,die an der BASIS arbeiten. Die Frage ist nur - WILL MAN DAS ÜBERHAUPT?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 3 (3 Seiten)

Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.