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Karlsruhe Straßenbahnunfälle in Karlsruhe: Stadträte warten weiter auf 10-Jahres-Statistik

Nach den Haushaltsverhandlungen tritt der Gemeinderat am Dienstagabend wieder im Bürgersaal des Karlsruher Rathauses zusammen. Es stehen unter anderem die Privatisierung der kommunalen Wasserversorgung, ein Sonderzuschuss für die Karlsruher Messe (KMK) sowie die Kaiserstraßen-Sperrung auf der Tagesordnung der Stadträte. Wieder nicht auf der Tagesordnung: Eine Anfrage der Grünen, in der sie wissen wollten, wie sich die Zahl der Straßenbahnunfälle in Karlsruhe in den letzten zehn Jahren entwickelt hat.

Erst vergangene Woche wurde bei einem Straßenbahnunfall ein 20-jähriger Fußgänger lebensgefährlich verletzt, als er am Karl-Wilhelm-Platz eine Straßenbahn übersah und von ihr erfasst wurde.

Glimpflicher verlief ein Unfall in der Rheinstrandsiedlung am Donnerstag. Ein Autofahrer übersah ein Rotlicht und kollidierte beim Abbiegen mit einer Straßenbahn. Mitte März kam indes für eine 14-Jährige in Hochstetten jede Hilfe zu spät, als sie von einer Stadtbahn erfasst wurde und unter das Fahrzeug geriet.

Alleine 144 Unfälle mit Straßenbahnbeteiligung ereigneten sich laut Polizei-Statistik im Jahr 2012. Das entsprach einem Anstieg um 15,2 Prozent zum Vorjahr. Die Fälle mit Personenschäden stiegen von 60 auf 74 (+23,3 Prozent).

Grüne wollen Handlungsbedarf erkennen

Die Fraktion der Karlsruher Grünen hatte das Thema bereits im Februar mit einer Anfrage auf die Tagesordnung des Gemeinderats gebracht. Anders als Anträge werden Anfragen von der Stadtverwaltung normalerweise nur schriftlich beantwortet. Für die Fraktionen dienen die so gewonnenen Informationen allerdings nicht selten der Vorbereitung eines Antrages zu dem vorher angefragten Thema in einer späteren Gemeinderatssitzung.

Weil der Stadt zu diesem Zeitpunkt noch nicht alle Informationen für die Beantwortung vorlagen, wurde der Tagesordnungspunkt seinerzeit wieder gestrichen. Nun stand die Anfrage erneut auf der Tagesordnung - und wird wohl erneut gestrichen werden, so eine Sprecherin der Stadt gegenüber ka-news. Noch immer lägen der Verwaltung nicht alle Zahlen vor, um die Anfrage der Grünen beantworten zu können.  

In der Anfrage an die Stadtverwaltung fragten die Grünen, wie sich die Unfallzahlen von Straßenbahnen mit anderen Verkehrsteilnehmern wie Autofahrern, Radlern und Fußgängern in den letzten zehn Jahren entwickelt haben. Neben den Zahlen wollen die Stadträte wissen, an welchen Stellen besonders häufig Unfälle passierten.

"Unfälle mit Straßenbahnen verursachen oft hohe Sach- und schwere Personenschäden", begründen die Grünen ihre Anfrage (Link führt auf Pdf-Dokument der Stadt Karlsruhe). Zudem leide die Zuverlässigkeit des Fahrplans unter den Unfällen stark, angesichts der bestehenden Baustellenlage werde die Situation immer schwieriger, so die Grünen. Aus den Zahlen erhofft sich die Fraktion Klarheit darüber, wo eventuell weiterer Handlungsbedarf in der Fächerstadt bestehe. Denn von konkreten Schwerpunkten abgesehen, "sollte alles für die Sicherheit des Bahnverkehrs getan werden", erläutern die Grünen weiter.

Gemeinderat: Grundwasser, Neue Messe und Kaiserstraßen-Sperrung

Neben den häufigsten Unfallursachen interessiert die Fraktion vor allem Autofahrer, die verbotswidrig oder unaufmerksam abbiegen, beziehungsweise wenden, und dadurch Unfälle verursachen. Auch Zahlen und Daten zu Fahrzeugen im Gleisbett und Unterschieden zwischen signalgesicherten Übergängen, Übergängen mit Umlaufsperren oder völlig freien Übergängen soll die Anfrage der Grünen liefern.

Außerdem werden die Stadträte in ihrer 49. Plenarsitzung über eine interfraktionelle Resolution gegen die Privatisierung der kommunalen Wasserversorgung beraten. Ein weitere Punkt auf der Tagesordnung ist ein Sonderzuschuss für die Karlsruher Messe. 590.450 Euro sollen zudem zusätzlich für die Verlustabdeckung der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH für das Wirtschaftsjahr 2012 bereitgestellt werden, so der Vorschlag der Stadtverwaltung. Ein Minus von über 13,5 Millionen Euro machte nach städtischen Angaben die KMK im Wirtschaftsjahr 2012. Durch die Übertragung der Gartenhalle an die Stadt Karlsruher zum 1. Januar erhöhte sich der Fehlbetrag sogar auf über 19,6 Millionen Euro.

Die Stadträte dürfen zwar nicht über das Vorhaben abstimmen, trotzdem will Oberbürgermeister Mentrup ihnen die Sperrung der östlichen Kaiserstraße für den Bahnverkehr erläutern.Schon kurz nach Bekanntwerden der Pläne und der Bestätigung durch das Stadtoberhaupt, hatten die Fraktionen und Stadträte geteilte Meinungen zu der Bauzeitverkürzung der Kombilösung. Auch der Sportpark Untere Hub steht auf der gemeinderätlichen Tagesordnung, ebenso wie zwei Anträge der Grünen und der Karlsruher Liste, die sich mit den Karlsruher Festen beschäftigt. Durch die Baustelle am Marktplatz können große Feste nicht mehr rund um die Pyramide stattfinden. Nun soll die Stadt Alternativen aufzeigen.

Die komplette Tagesordnung und die Vorlagen zu den einzelnen Themen finden Sie auf den Internetseiten des Gemeinderats bei der Stadt Karlsruhe.

ka-news wird bei der Sitzung des Gemeinderates wie gewohnt ab 15.30 Uhr im Rathaus vor Ort sein. Wie die Stadträte entscheiden und was sonst im Gemeinderat diskutiert wird, lesen Sie ab dem Nachmittag bei uns.

Mehr zu Straßenbahnunfällen in Karlsruhe:

Dossier Straßenbahnunfälle in Karlsruhe

Karlsruher Unfall-Statistik 2012: Mehr Verkehrstote und Straßenbahnunfälle

Karl-Wilhelm-Platz: S-Bahn erfasst Fußgänger - lebensgefährlich verletzt

Rotlicht nicht beachtet - Pkw von S-Bahn erfasst

 Straßenbahn übersehen: 14-jährige Schülerin stirbt - Polizei sucht Zeugen 

Mehr zum Thema
Straßenbahnunfälle in Karlsruhe: Unfälle, Umleitungen, Verspätungen - aktuelle Nachrichten zur Verkehrslage im AVG-, VBK- und KVV-Netz in Karlsruhe.
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  •   ObenLang
    (2745 Beiträge)

    09.04.2013 15:01 Uhr
    Das -Achtung 2 Züge- hätte vielleicht schon Tote verhindert
    Aber anderen Grün zu geben, während die Züge mitten auf der Kreuzung stehen halte ich für gefährlich, wenn von beiden Seiten Fahrzeuge und Fußgänger bis dicht an die gelben Wänden vorrücken und wnn die endlich weg sind sofort weitergehen/fahren und dann plötzlich sehr, sehr nah an entgegenkommenden stehen.
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  •   mueck
    (11380 Beiträge)

    09.04.2013 16:02 Uhr
    !
    Rot aus ist nicht Grün!
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  •   mueck
    (11380 Beiträge)

    09.04.2013 13:53 Uhr
    me
    too!
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  • unbekannt
    (114 Beiträge)

    09.04.2013 09:04 Uhr
    Montag, 8.4.13 gegen 16.30Uhr
    Linie S5 vom Lameyplatz kommend, wollten grade zum Entenfang abbiegen, da fährt ein weisser Kleinwagen mit germersheimer Nummer nach links vor der Bahn vorbei. Das waren nurnoch Zentimeter !

    Und an der Stelle versuchen immer wieder solche Idioten vor der Bahn abzubiegen.
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    09.04.2013 12:44 Uhr
    Abbiegen
    wär ja kein Problem, die versuchen zu wenden.

    Kaufen wahrscheinlich alle beim Penny ein... grinsen
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    09.04.2013 10:04 Uhr
    deswegen
    muss man den Pfälzern selbst ein Tramangebot machen, das sie nicht ablehnen können.

    Die Handwerker-Kleinlaster wird man damit wohl nicht los, aber vielleicht stellt der eine oder andere Papa dann die Finanzierung eines Sohnemannschen Fahr-wie-der-HenGER-Golfes ein.
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  •   mueck
    (11380 Beiträge)

    09.04.2013 16:03 Uhr
    ?
    Zitat von deswegen muss man den Pfälzern selbst ein Tramangebot machen, das sie nicht ablehnen können.
    Brücke abreißen? zwinkern
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    09.04.2013 21:34 Uhr
    ich versuche
    nicht alleine auf die Peitsche zu setzen.

    Aber auf die Brücke Schwellen machen, so dass tiefergelegte und übermotorisierte Dorf-Golfe nicht mehr in den urbanen Raum einfallen können, da wäre ich schon dafür.
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    09.04.2013 09:03 Uhr
    Interessant
    wäre nicht nur die Zahl, sondern eine Übersichtskarte.
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  •   Laetschebachschorsch
    (3160 Beiträge)

    09.04.2013 06:46 Uhr
    Fehlende Zahlen zu Straßenbahnunfällen?
    Wieso sollen die vorgelegt werden? Die KVV haben doch überall in Karlsruhe Sonderrechte. Die brauchen sich doch nicht um Forderungen des Gemeindeparlamentes zu kümmern.
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