"Ich habe ein Modell entworfen, mit dem Kosten beim Stadion-Neubau eingespart werden können", kündigt er in einer Nachricht an die ka-news-Redaktion an. Seine Idee: Die derzeitige Haupttribüne soll erhalten bleiben- und somit nur auf drei Seiten des Fußballfeldes neue Tribünen errichtet werden.

Die Haupttribüne solle mit Stufen im Unterrang geschlossen und zur neuen "Gegengerade" umgewandelt werden, schlägt der ka-Reporter weiter vor. An der Stelle, an der sich die bisherige Gegengerade befindet, soll ein Bau mit Logen, Business-Seats, Spielertunnel und Ersatzbänken befinden. Eine denkbare Alternative?

Weniger Kosten, weniger Einschränkungen?

Die Vorteile liegen für den ka-Reporter klar auf der Hand: "Einsparung von rund 25 Prozent der Neubaukosten, Einsparung von 30 bis 40 Prozent der Abrisskosten" verspricht er sich von seinem Entwurf. Die Haupttribüne, die aus seiner Sicht hochwertig und noch nicht sehr alt ist, könne durchaus erhalten bleiben.

Doch nicht nur die Kosten seien ein Vorteil, auch die Einschränkungen während der Baumaßnahmen könnten beeinflusst werden. "Es kann zum Start direkt mit dem Bau der neuen Fan-Kurve begonnen werden, sodass die Fans des KSC bereits in der nächsten Saison eine neue Kurve mit guter Sicht und Dach hätten." Des Weiteren gebe es "Möglichkeiten der kreativen Nutzung der alten Haupttribünen-Logen, zum Beispiel das Vermieten an Fanclubs zu bezahlbaren Preisen."

Ganz neu sind diese Ideen nicht. Ähnliche Vorschläge seien bereits bei der Stadt eingegangen, berichtet Helga Riedel, Pressesprecherin der Stadt Karlsruhe. Diese würden immer geprüft und entsprechend beantwortet werden, erklärt sie. Auf Anfrage von ka-news hat sie sich auch mit diesem Vorschlag auseinander gesetzt.

Wettbewerb gibt Aufschluss über das beste Konzept

Den Plänen des ka-Reporters erteilt die Stadt aber eine klare Absage. "Es sprechen mehrere schwerwiegende Gründe dafür, die Haupttribüne an jener Stelle zu belassen, an der sie jetzt steht", so Riedel. Dazu würden unter anderem Vorgaben zählen, wie die Sichteigenschaften, Kamerapositionen, die Beschaffenheit der Wälle, welcher an dieser Stelle allerdings schon abgetragen ist, sowie das Sicherheitskonzept.

Im Vorfeld hätten sich in der Vorbereitungsphase Experten mit dem Thema auseinander gesetzt, so Riedel weiter. Im Oktober 2014 informierte die Wildparkkommission dann allerdings die Stadt und den Verein, dass der komplette Neubau des Stadions die wirtschaftlichere Variante gegenüber der Modernisierung darstellt.

So kamen die Experten damals zu dem Schluss, dass die Investitionen für eine Generalsanierung des bestehenden Stadions bis zu 57 Millionen Euro betragen könnte. "Daher entschied man sich zu diesem Zeitpunkt, einen kompletten Neubau mit einem errechneten Gesamtinvestitionsvolumen für das Stadion von rund 89 Millionen Euro zu verfolgen", heißt es vonseiten der Stadt. Derzeit geht man von einem Gesamtvolumen von 114 Millionen Euro aus, allerdings inklusive Infrastruktur.

Wie teuer es genau wird und vor allem, wie das neue Stadion nun aussehen wird, steht derzeit noch nicht fest. Nach dem angepeilten Vertragsabschluss am 18. November, werden die Planungs- und Bauleistungen ausgeschrieben. "In einem Wettbewerb wird dann anschließend das tragfähigste Gesamtkonzept ermittelt", so Riedel abschließend.

Umfrage wird geladen...
Mehr zum Thema ksc-stadion: KSC-Stadion