Die Arbeitsgruppen wurden nach der Auftaktveranstaltung im Januar in die Themenbereiche "Wohnen und Wohnumfeld", "Handel und Verkehr" so wie "Stadtbild und öffentlicher Raum" eingeteilt. Alle drei Gruppen stellten im Rahmen der Veranstaltung ihre ersten Ideen und Vorschläge vor und präsentierten diese anschaulich an Stellwänden. Im Rahmen eines Stadtteilrundgangs konnten die Ideen direkt "vor Ort" diskutiert werden. Und davon machten die Auer rege Gebrauch: Gleich zwei Gruppen interessierter Bürger machten sich am Nachmittag auf den Weg durch Aue, um Problemstellen, Brennpunkte aber auch positive Elemente herauszuarbeiten.  

Was bei der Vorstellung der Arbeitsergebnisse besonders deutlich wurde, war die Tatsache, dass alle drei Arbeitsgruppen das Thema "Straßenverkehr und Parksituation" als Hauptproblem in Aue ansehen. Einbahnstraße und verkehrsberuhigte Zonen - zum Beispiel im so genannten "Bankenviertel" - aber auch ein neues Parkierungskonzept und die straffe Kontrolle desselben, sollen die beengte, gefährliche und für Anwohner unangenehme "Ist-Situation" verbessern. Einher mit der Entzerrung der aktuellen Verkehrssituation geht die Forderung nach einem Bebauungsplan mit Gestaltungssatzung, der dafür sorgen soll, dass der dörfliche Charakter von Aue erhalten bleibt und Neubau nur kontrolliert mit akzeptablen Parkkonzepten möglich ist, statt eine unkontrollierte Nachverdichtung zu fördern. 

Mehr Aufenthaltsqualität für Aue

Ein weiteres Thema, das den Auer Bürgern am Herzen liegt, ist die Schaffung von Plätzen mit Aufenthaltsqualität und dabei auch die Definition einer traditionellen "Ortsmitte". Die Auer sehen sich als klassische Dorfgemeinschaft – plädieren daher auch für die Erhaltung der gegenwärtigen Bevölkerungsstruktur – und wünschen sich einen Dorfanger: begrünt, mit Sitzgelegenheiten – ein Platz, an dem man sich trifft, sich gerne aufhält und auf dem man Feste feiern kann. Angeregt wurde dabei, den Platz um das "Alte Rathaus" wieder zu beleben, aber auch ein Straßen- oder Stadtteilfest in der Westmarkstraße können sich die Bürger gut vorstellen.

Beim Rundgang durch den Stadtteil gab es dann erwartungsgemäß Diskussionsbedarf - viel Pro, aber auch Kontra, viele „Brennpunkte“ aber auch "gute Beispiele" sowie sachliche aber auch ganz persönliche Gespräche. Denn gerade die älteren Mitbürger hatten große Freude daran, gemeinsam mit den Jüngeren, den Zugezogenen und den Stadtplanern, dem Aue, wie es früher war, auf die Spur zu kommen. 

Jetzt noch mitmachen

Die Arbeit in den Gruppen geht nun weiter, die Konzepte und Ideen werden – auch mit dem neuen Input vom Samstag – nun konkretisiert. Wer noch Interesse hat, in den Stadtteilentwicklungsprozess einzusteigen, kann sich an das Stadtplanungsamt wenden (stpla@karlsruhe.de), das dann den Kontakt zu den Arbeitsgruppen herstellt.