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Karlsruhe Das "Lobberle" in Karlsruhe: Was aus der ehemaligen Lokalbahn wurde

Mobilität und Karlsruhe - da war die Fächerstadt schon immer einen Schritt voraus. Zwei Begriffe, die unzertrennlich scheinen. Einiges hat sich durchgesetzt, andere Formen wiederum nicht, so wie die Karlsruher Lokalbahn (KLB). Die Schmalspurbahn kam ab 1890 zwischen Durmersheim und Spöck zum Einsatz.

Um eine Anbindung in die Fächerstadt zu bekommen, haben sich Ende des 19. Jahrhunderts einige Gemeinden im Umland zusammengetan. Das Ergebnis: Die Karlsruher Lokalbahn. Weil eine normalspurige Dampfbahn zu teuer war, entschied man sich zum Bau einer Schmalspurbahn mit 1000 mm Spurweite. 1890 dann die feierliche Eröffnung der ersten Teilstrecke zwischen Durmersheim und dem Lokalbahnhof an der Kapellenstraße. Das "Lobberle", wie die KLB liebevoll genannt wurde, war geboren.

 

Karlsruher Lokalbahn Lobberle
Um 1910: In der Kapellenstraße war einst der Lokalbahnhof des Lobberle. | Bild: Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS oXIIIb 126

Die südlichen Gemeinden mussten den Bau der KLB mit 104.000 Mark unterstützen. Auch die Gemeinden im Norden beteiligten sich finanziell an den Kosten. Dann war es so weit: Knapp ein Jahr später wurde die Strecke in die nördliche Hardt verlängert. Doch vorerst nur bis zum heutigen Hauptfriedhof. Ein Relikt, das immer noch an das "Lobberle" erinnert, ist heute das Info-Center des Friedhofs. Damals war das kleine Haus die Wartehalle an der KLB.

 

Hauptfriedhof Karlsruhe
Heute ist es ein Info-Center, damals war es die Wartehalle an der Haltestelle der Karlsruher Lokalbahn. | Bild: Anya Barros

 

Karlsruher Lokalbahn Lobberle
Straßenbahnlinie 11 Richtung Hagsfeld an der Haltestelle Friedhof. | Bild: Stadtarchiv Karlsruhe 8/Alben 471/3

Das "Lobberle" war kein wirtschaftlicher Erfolg

Sonst ist vom "Lobberle" heute nicht mehr viel zu sehen. Die Schmalspurbahn war nicht rentabel genug, obwohl sie im Jahr 1910/1911 1,8 Millionen Fahrgäste beförderte. Vielleicht lag es auch an der Fahrzeit: Wer von Endstation zu Endstation fahren wollte, brauchte knapp zwei Stunden für die Strecke von etwa 30 Kilometern. Deswegen wurde 1922 der Teilabschnitt zwischen Hagsfeld und Spöck stillgelegt, ab 1932 die Strecke durch die Karlsruher Innenstadt. Ab 1937 war dann in der südlichen Hardt vollends Schluss. Damit endete die 47-jährige Betriebszeit der Dampfbahn.

 

Karlsruher Lokalbahn Lobberle
1935: Blick auf die Endstation des "Lobberle" in Durmersheim | Bild: Stadtarchiv Karlsruhe 8/Alben 471/1

Doch aus der Lokalbahn wurde das, was wir Karlsruher heute alle nur zu gut kennen: die Stadtbahn. Vor allem die Linie S2, gebaut 1989, folgte teilweise dem früheren Verlauf des "Lobberle" und verbindet Mörsch mit Spöck. 

 

Karlsruher Lokalbahn Lobberle
1905: Damals war der Hauptbahnhof noch in der Kriegsstraße. Vorne links sind zwei Lobberle. | Bild: Stadtarchiv Karlsruhe 8/Alben 471/7
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  •   nordlicht
    (14 Beiträge)

    13.01.2018 23:19 Uhr
    LOKALBAHN
    noch bis Mitte der 1950er Jahre gab es einen Dampfbetrieb. Güterwagen wurden vom Westbahnhof zur IWK in der Gartenstraße gebracht. In de Gartenstraße fuhr die Bahn auf dem Straßenbahngleis, das dort als Drei-Schienen-Gleis ausgebildet war, d.h. es konnten sowohl die normalspurige Straßenbahn als auch die schmalspurige Lokalbahn darauf fahren. Dieses Dreischienengleis gab es vom Friedhof bis zum Weinbrennerplatz, übrigens auch bei der Albtalbahn von Ettlingen bis Busenbach.
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  •   Laetschebachschorsch
    (2988 Beiträge)

    13.01.2018 21:38 Uhr
    Gleisereste?
    Beim Abzweig von der Kriegstraße in die Kappelenstraße waren bis zum derzeitigen Umbau auf der Kriegstraße alte Gleise in einem seltsamen Abstand zu sehen. Waren die noch Reste vom altewn Lobberle?
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  •   dipfele
    (4516 Beiträge)

    15.01.2018 18:53 Uhr
    Das waren die alten......
    ...... Dreischienengleise zwischen Hauptfriedhof und Kühlem Krug. Da fuhren Straba und Lokalbahn bis Weinbrennerplatz gemeinsam. An der Mathystrasse/Karlstrasse gab es auch bis in die 1990er noch so ein Dreischienenstück.
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  •   mueck
    (9447 Beiträge)

    13.01.2018 22:29 Uhr
    Ja
    Wurden am Ettlinger Tor wieder eingebaut und sind dort (temporär?) der U-Strab zum Opfer gefallen: klick
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  •   Laetschebachschorsch
    (2988 Beiträge)

    14.01.2018 07:30 Uhr
    Das freut mich
    Ein Teil der Geschichte von Karlsruhe wird erhalten. Die Gleise am Ettlinger Tor muss ich mir mal ansehen. Danke für die Recherche.
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  •   dipfele
    (4516 Beiträge)

    15.01.2018 18:56 Uhr
    Die Gleise am Ettlinger Tor.....
    ...... gibt es momentan nicht mehr.Da stehen jetzt Baucontainer Die waren als Erinnerung an die Lokalbahn eingebaut worden, mit Gedenktafel.
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  •   betablocker
    (2116 Beiträge)

    13.01.2018 18:29 Uhr
    Bild 1:
    Was ist denn da die Blickrichtung?
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  •   dipfele
    (4516 Beiträge)

    15.01.2018 18:45 Uhr
    Blickrichtung Norden......
    ...... hinter der Lok das alte Karlstor, rechts ab geht's in die Herrenstrasse und das Gebäude im Hintergrund steht heute noch. Da wo das Lobberle fährt ist heute die Schnellstrasse unten drunter.
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  •   Ludwigsstammtischbruddler
    (765 Beiträge)

    13.01.2018 22:08 Uhr
    Osten
    ...
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  •   Ludwigsstammtischbruddler
    (765 Beiträge)

    13.01.2018 22:09 Uhr
    Noi, halt....
    Habs erschde middem zwoide Bild verwechselt.
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