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Karlsruhe Aus für "Ballermann 1": Was wurde aus dem Karlsruher Kult-Imbiss?

Nach 46 Jahren ging Anfang März die letzte Currywurst des Kult-Imbisses "Ballermann 1" in der Englerstraße über den Tresen. Aus gesundheitlichen Gründen wolle man den Betrieb einstellen, teilte damals der Besitzer mit. Ein Nachfolger war schnell gefunden. Doch das Erbe des Imbisses am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) scheint kein leichtes zu sein.

Es war ein Schock für alle Currywurst-Fans: Anfang des Jahres wurde bekannt, dass der Kult-Imbiss "Ballermann 1" schließen werde. Das Bedauern über den Abschied der Pächter-Familie Schmiedmeier war groß. Doch den Currywurst-Fans wurde Mut gemacht: Man habe bereits einen Nachfolger gefunden, hieß es vonseiten der Betreiber.

Pizza und Salate statt Currywurst

Kein halbes Jahr nach dem Ende des "Ballermann 1" zeigt sich allerdings, dass das Erbe des Traditionsimbisses nicht leicht zu sein scheint. Nach nur wenigen Monaten war für den Nachfolger bereits wieder Schluss, er konnte sich nicht durchsetzen.

Seit Anfang August werden nun wieder Speisen und Getränke im ehemaligen "Ballermann 1" verkauft. Inzwischen führt Naschwan Halil die Geschäfte des "Campus Food". Bei ihm stehen deutsch-orientalisches Essen, Pizza und Salate auf der Speisekarte. Halil glaubt an die Mischung: "Unser Motto ist: Für jeden ist etwas dabei."

Aber warum soll das neue Konzept nach dem Scheitern des Vorgängers Erfolg haben? "Wir haben das Lokal umgebaut, mit neuer Farbe, neuen Fliesen und haben alles modernisiert", so Halil im Gespräch mit ka-news. Dies habe der direkte Nachfolger des "Ballermann 1" versäumt.

Bevor sich Halil des Lokals in der Englerstraße annahm, war er nach eigener Aussage mehrere Jahre als Fachmann für Systemgastronomie und im Management verschiedener Schnellrestaurants tätig. Neben einem Buffet soll voraussichtlich ab Ende der Sommerferien noch eine Selbstbedingungs-Bäckerei in den Räumen dazukommen.

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Kommentare (40)
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  •   kuba
    (880 Beiträge)

    03.08.2016 12:47 Uhr
    Keine Currywurst
    Dann ist der Laden für mich gestorben
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  •   Smartraver
    (7542 Beiträge)

    03.08.2016 07:26 Uhr
    HIER KÖNNTE IHRE WERBUNG STEHEN
    Und das kostenlos, weil ihre Geschäftsidee floppte
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  •   kommentar4711
    (1508 Beiträge)

    03.08.2016 07:52 Uhr
    Werbung
    Die Anzahl der Artikel über den Ballermann 1, und dann noch so prominent platziert, in den letzten Wochen ist schon etwas auffällig...
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  •   andip
    (8368 Beiträge)

    03.08.2016 12:08 Uhr
    Ja und?
    ka-news finanziert sich nun mal ausschliesslich über Werbung.
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  •   kommentar4711
    (1508 Beiträge)

    03.08.2016 12:29 Uhr
    Antwort auf Ja und?
    Das ist legitim, aber gute journalistische Praxis ist es, Artikel für die es eine Gegenleistung gab entsprechend zu markieren bzw. in einem Nachsatz darauf hinzuweisen.
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  •   Originalteil
    (1242 Beiträge)

    02.08.2016 23:12 Uhr
    Es gibt
    einfach viel zu viele von diesen Schnellfressbuden, ein totaler Overkill. Regen zu hastigem Essen an und es kann mir kein Mensch erzählen, dass da hochwertiges Fleisch verkauft wird. Sonst könnten sie die Preise gar nicht machen.

    Also einerseits darf Hinz und Kunz irgendeinen Imbiss aufmachen, andererseits fährt man Kampagnen und versucht aufzuklären wie ungesund diese Art des Essens ist. Und das Essen selbst hat ja auch keinen Nährwert ausser dass es erstmal stopft. In dem Gemüse das stundenlang in den Behältnissen liegt oder gar schon vorgeschnitten angeliefert wird ist kein einziges Vitaminatom mehr drin und was in einen Dönerspiess reingewurstet wird will wohl kein Mensch wissen.
    Der Chinese kocht mit tonnenweise Glutamat (darum schmeckt dort auch alles gleich), mit reichlichst Fett.

    Da gehört einfach mit den Genehmigungen ein bisschen sparsamer umgegangen.
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  •   RechterRand
    (965 Beiträge)

    02.08.2016 19:44 Uhr
    Oh nein,
    nicht noch ein orientalischer Imbiss. Da gibts doch schon einen direkt um die Ecke. Will der dem die Kunden abwerben? Das Geschäftsmodell hört sich nicht sonderlich vielversprechend an.

    Hätte er lieber einen auf öko-vegane Orientküche gemacht. Das bewusste gute Bildungsbürgertum, die gerne auf den neusten guten und moralisch einwandfreien Trends mitschwimmen, lassen für sowas ohne Weiteres ein paar Kröten mehr springen.

    Und wenn dann noch ein Schild mit "refugees don't pay" an der Tür hängt ... eine Goldgrube.

    Okay, die Dealer sind ein Problem. Aber vielleicht kann man das als "live streetworking adventure" deklarieren.
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  •   zahlenbeutler
    (1073 Beiträge)

    02.08.2016 19:17 Uhr
    Ballermann
    wäre doch neben der Uni prima, wenn die Studenten wie in Texas ihre Colts mitnehmen könnten
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  •   todi01
    (1046 Beiträge)

    02.08.2016 18:27 Uhr
    Das geht!
    Wer ein Produkt mit einem so perfekten Alleinstellungsmerkmal wie ein "deutsch-orientalisches" Buffet hat, lässt in dieser Lage nichts anbrennen. Fehlen noch die SB-Bäckerei, ein Hermes-Paketshop und vielleicht ein Western Union-Schalter, dann läuft das wie am Schnürchen.
    Und immer daran denken: Im Einkauf liegt der Gewinn, in der Bratensoße sieht jedes Fleisch gleich aus!
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  •   Grosses_W_kloiner_Eber
    (174 Beiträge)

    02.08.2016 17:49 Uhr
    Der Nachfolger der Schmiedmeiers
    weigerte sich hartnäckig Würste aus Schweinefleisch zu verkaufen. Die Quittung dafür hat er jetzt bekommen. Wir lassen uns diesen Halalfraß nicht aufzwingen. zwinkern
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