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Karlsruhe "Public Fence": Verkleidete Bauzäune werten Innenstadt auf

Nicht zu Unrecht wird Karlsruhe als Baustellenstadt bezeichnet - bedingt durch die Arbeiten zur Kombilösung graben sich in der ganzen Innenstadt tiefe Gruben in den Asphalt, eingezäunt von dicken und schmucklosen Spundwänden. Nach der Gestaltungsreihe "Kultur auf dem Bauzaun" hüllten Studenten die Zäune zum Stadtgeburtstag in ein buntes Geschenk: Statt kahle Stahlkonstruktionen und Absperrgitter sollen neu gestaltete Bauzäune das Bild in der Innenstadt aufwerten.

Die Bauzäune in der Innenstadt sind in ein neues Gewand geschlüpft. Überdimensionale Spitzendeckchen fallen dezent über die Gitter in der Lammstraße, gegenüber treten einzelne Möbelstücke dreidimensional aus dem plakatierten Bauzaun heraus.

Bereits zum dritten Mal interpretieren die Studierenden der HfG die Innenstadt zum Stadtgeburtstag unter dem Begriff "City Rooming" als "Stadt-Wohn-Raum". In diesem Jahr machten sie gemeinsam mit Studenten der Université Strasbourg, der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) Bauzaunabschnitte zu ihrer Leinwand.

Einige Haltestellen weiter am Berliner Platz stapeln sich an der Bauzaunverkleidung - angelehnt an das Videospiel "Tetris" - bunte Bauklötze, die gleichzeitig daran erinnern sollen, was sich hinter der Absperrung "im Bau" befindet. Die Baugrube am Europaplatz wird in eine Art "Teppich" gehüllt, zu dem sich einzelne farbige Fäden an der Verkleidung entlang zu einem Teppich verflechten und wieder auflösen.

Mergen: Zaunverkleidungen sollen "Lust auf Kunst" machen

Bunt, abstrakt und dreidimensional präsentieren sich die kreativen Arbeiten etwa ein Jahr lang als Hüllen der drei Großbaustellen in der Lammstraße, am Europaplatz und am Berliner Platz. Die insgesamt acht Arbeiten sollen "Lust machen auf Kunst", wünschte sich Erste Bürgermeisterin Margret Mergen bei der Vernissage am Samstag des Stadtgeburtstags.

"Im Vorbeifahren entdeckt werden" sollen die Collagen entlang der Gleise, die sich allesamt mit dem Thema Mobilität auseinander setzen. "Sie bestehen aus Elementen mit typischen Dingen aus Karlsruhe, wie der Pyramide am Marktplatz", erklärte Mergen.

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Kommentare (6)
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    unbekannt
    (394 Beiträge)

    28.06.2011 18:55 Uhr
    Aufwertung?
    Na gut, ein bischen wertet das den Zaun auf. (bis die Sprayer kommen) Aber die Abwertung durch die Baustelle gleicht es lange nicht aus.
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  •   Insider
    (774 Beiträge)

    28.06.2011 12:56 Uhr
    "Kultur auf dem Bauzaun"...
    ... war herausgeworfenes Geld. Schwarz-Weiß-Plakate im Herbst, wenn sowieso alles grau ist und die Baustellen auch dreckig und farblos sind, war absolut phantasielos. Jetzt ist es um einiges besser, weil bunter.
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  •   patrickkk
    (1913 Beiträge)

    27.06.2011 17:49 Uhr
    Für die Studenten
    bestimmt nett. Für den rest der Menschheit relevanzlos. Ob ich da jetzt Gitterstäbe oder eine "Kunstvolle" zusammenstellung von Möbeln sehe, ist mir herzlich egal.
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    unbekannt
    (4144 Beiträge)

    27.06.2011 17:12 Uhr
    Bitte an KA-News
    Hoert doch auf mit diesen seltsamen englischen Wortkonstruktionen.
    Der deutsche Wortschatz ist um einige groesser als der englische, da sollte einem doch etwas einfallen oder?
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  •   NeubueserF
    (674 Beiträge)

    27.06.2011 17:17 Uhr
    Begriffe
    Die Begrifflichkeiten stammen nicht von uns - "Public Fence" und "City Rooming" sind die Begriffe, unter denen das ganze nun einmal läuft, nachzulesen hier.
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    unbekannt
    (1456 Beiträge)

    27.06.2011 22:35 Uhr
    Die Herkunft ...
    ... dieser IMHO dümmlichen Begiffe wird nicht dadurch aufgewertet oder gar rechtfertigt, daß sie die Stadtvermarktung oder gar die Fenrichsche Statt-Verwaltung ersonnen hat.
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