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Karlsruhe Leben in Karlsruhe: 3 Wohlfühl-Faktoren unter der Lupe

Karlsruhe will für Besucher attraktiv sein: Drei Faktoren sind hier laut einer Studie besonders wichtig. Öffentliches Wlan, genügend frei zugängliche Toiletten und eine gute Anbindung mit Bus und Bahn - wie steht es hier in der Fächerstadt?

Die zauberhafte Kulisse des Karlsruher Schlosses, der Turmberg oder der Rheinhafen: Karlsruhe hat ohne Zweifel seine schönen Ecken. Um jedoch auch in Zukunft Besucher aus der Region anzulocken, gilt es, den Aufenthalt in der Fächerstadt so angenehm wie möglich zu gestalten. 

(Symbolbild)
Kostenlos surfen können: Das zählt für die Stadtbesucher zu den wichtigsten Serviceleistungen. (Symbolbild) | Bild: pixabay.com © Pexels

Im Vergleich zu anderen Städten schneidet Karlsruhe in puncto Serviceleistungen durchschnittlich ab. In einem Ranking der 100 größten Städte Deutschlands belegt die badische Metropole lediglich Platz 64. 

Woran mangelt es in Karlsruhe? Ob mehr öffentliche Toiletten, mehr Sauberkeit an den beliebten Plätzen oder Wickelmöglichkeiten für junge Eltern: Eine Umfrage unter knapp über 1.000 Passanten hat bereits im Jahr 2018 erfasst, welche Serviceleistungen  den Stadtbesuchern am wichtigsten sind.

Die den Stadtbesuchern mit Abstand wichtigste Serviceleistung: kostenfreies WLAN. In Karlsruhe nennt sich dieses frei zugängliche Internetangebot "KA-WLAN". Aktuell finden sich in der Innenstadt und in der Region rund 100 Zugangspunkte.

Wlan im neuen Karlsruher Bahntunnel

"Ziel ist keine flächendeckende Abdeckung, sondern die Abdeckung viel frequentierter öffentlicher Plätze und Bahnen", so Bernd Strehhuber von Inka e.V., einem der Projektpartner. Auch im neuen Karlsruher Bahntunnel, der Ende 2021 in Betrieb gehen soll, wird das ka-Wlan zur Verfügung stehen.

Ka-WLAN hat einen neuen Zugangspunkt: den Turmberg. Funktioniert das?
Ka-WLAN hat einen neuen Zugangspunkt: den Turmberg. Funktioniert das? | Bild: Collage ONUK Fotografie/Andrea Warnecke

Wo werden als nächstes öffentliche Zugangspunkte eingerichtet? "Jetzt erfolgt die sukzessive Erweiterung - teils auch auf Anfragen und Vorschläge hin", so Strehhuber weiter. Eine konkrete Zielvorgabe, wie viele Punkte jedes Jahr neu geschaffen werden sollen, gebe es nicht. 

Öffentliche Toiletten in Karlsruhe: Wohin, wenn man mal muss?

Auf Platz zwei der wichtigsten Serviceleistungen landen öffentliche Toiletten. Knapp 60 dieser WCs zählt die Stadt Karlsruhe. Darunter 17 kostenfreie WC-Häuschen und 18 grüne Automatik-Toiletten der Firma Wall - hier kostet die Benutzung 50 Cent.

Die Palette wächst: Am Marktplatz, der Fritz-Erler-Straße und in der Nottingham-Anlage entstehen drei weitere, kostenlose Klo-Häuschen, zusätzlich kommen in der nächsten Zeit vier der Automatik-Toiletten hinzu. 

Vor allem in der Innenstadt ist der Publikumsverkehr groß, passende Orte für Toilettenanlagen allerdings rar gesät. Hier können sich Stadtbesucher in 20 Restaurants und Cafés kostenlos erleichtern, überall dort, wo der rote Aufkleber "Nette Toilette" an der Ladentüre prangt. "Die Gastronomen erhalten dafür von der Stadt ein monatliches Entgelt", teilt die Karlsruher Verwaltung auf Nachfrage von ka-news.de mit. 

Alle öffentlichen WCs auf der Übersichtskarte

Auf der folgende Karte sind die City-Toiletten der Firma Wall blau markiert, an den roten Markern befinden sich öffentlichen Toiletten der Stadt Karlsruhe, kostenlose WCs in Restaurants und Geschäften sind grün sowie geplante Toiletten gelb.

Rund acht Prozent der Passanten gaben an, dass ein guter öffentlicher Personennahverkehr für sie die wichtigste Serviceleistung der Stadt ist.

Hier wird sich in Karlsruhe im kommenden Jahr einiges verändern: Die Gleise in der Innenstadt werden verschwinden, die gelben Straßen- und Stadtbahnen durch den neuen unterirdischen Bahntunnel rollen. Damit erwartet die Bürger Ende des Jahres 2021 ein neuer Netzplan, geänderte Fahrzeiten und eine Besserung der oberirdischen Verkehrssituation. 

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  •   FCKSUV
    (604 Beiträge)

    17.08.2020 21:24 Uhr
    W-Lan wichtiger als
    ÖPNV und Sauberkeit? Hat man da nur Studenten befragt? Alderle.
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  •   AlterMann
    (318 Beiträge)

    18.08.2020 12:49 Uhr
    Studenten?
    Eine Umfrage die tagsüber unter Passanten statt findet, die kann nie repräsentativ sein.
    Ob man viel Studenten erwischt kommt sicherlich auf die Uhrzeit an, früh morgens eher nicht.
    Aber die ganzen Berufstätigen kann man so eher nicht befragen, die Mobilitätseingeschränkten auch nicht.
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  •   silberahorn
    (10907 Beiträge)

    18.08.2020 06:15 Uhr
    Das kommt heraus,
    wenn Menschen von einer Stadt ohnehin nur durch das Internet erfahren haben.

    Vorigen Herbst war ich in einem Projekt mit Menschen aus großen Städten, z.B. Dresden. Nach der Vorstellungsrunde wurde ich von mehreren jungen Leuten gefragt, wo denn dieses Karlsruhe liegt und was es dort gibt. Ich sage gerne: es gibt welche die Karl heißen und welche die Ruhe wollen.

    War es nicht so, dass im Bundestag in den Anfängen mehr Männer Karl hießen, als weibliche Abgeordnete vorhanden waren? Ja, es war so. grinsen
    Und als in Herrenchiemsee das Grundgesetz zustanden kam waren dort nur Herren. Es war so!
    Und jetzt sitzen die Hüter des Grundgesetzes in Karlsruhe. Und wer das nicht weiß, der ist ungebildet und kann gar nicht von hier stammen. zwinkern
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  •   dipfele
    (5919 Beiträge)

    19.08.2020 01:29 Uhr
    Leider wird von den überregionalen.....
    …. Medien nichts über Karlsruhe berichtet, obwohl wir auch eine SKANDALBAHNhaben und Skandal im Staatstheater und Randale auf dem Euro und ab und zu wird jemand ermordet, sogar von Frauen...Ich glaube, es liegt an der Pressestelle der Stadt.
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  •   Beobachter
    (201 Beiträge)

    18.08.2020 12:25 Uhr
    Wo liegt Karlsruhe?
    Der Eine oder Andere hätte vielleicht auch noch gefragt wo Hamburg oder München liegen und auf welchem Kontinent. Ging es bei diesem Projekt um Pisa?
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  •   silberahorn
    (10907 Beiträge)

    18.08.2020 12:42 Uhr
    Das Projekt
    war von einer durchaus renommierten europaweiten Organisation, was natürlich auch keine Garantie für den absoluten geografischen Bildungsumfang der Teilnehmer ist.

    Wenn ich weltweit unterwegs war (vor Corona) wurde ich auch oft gefragt, wo Karlsruhe liegt. Zwischen Suttgart und Straßburg oder gar in der Nähe von Baden-Baden oder Heidelberg, das wird eher verstanden. Immerhin scheint wenigstens Stuttgart etwas bekannter zu sein.
    Ganz krass war ein Kanadier, der in Bordeaux einmal zu mir meinte, dass er nach meiner Erklärung jetzt weiß wo Karlsruhe liegt, also in der Nähe von München.
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