Im Epplesee in Rheinstetten beispielsweise werden nach wie vor Kies und Sand abgebaut. So brach im November 2008 innerhalb des Betriebsgeländes im südöstlichen Abschnitt des Sees die Böschung ab.

Aus Sicherheitsgründen war das Gelände umgehend abgesperrt und das Betreten der Fläche untersagt worden. Weitere Böschungsabbrüche können auch in Zukunft nicht ausgeschlossen werden, weshalb weiterhin akute Gefahr bei einem Betreten des Bereichs besteht. Dies gilt in gleicher Weise für die hohen Steilböschungen am Westufer des Sees, wo aktuell der Kiesabbau betrieben wird.

Trotz umfangreicher Absperrvorrichtungen des Kieswerkbetreibers ignorieren Besucher immer wieder die Gefahrenzone. Dabei wird die besondere Gefahrensituation verkannt, die ein Kieswerksbetrieb mit sich bringt, da sich bereits ein tödlicher Unfall auf dem Betriebsgelände ereignet hat.

Gefahrenzone Uferböschung und variierende Wassertiefe

Als besondere Gefahrenzonen benennt die Stadt Rheinstetten die Uferböschungen, die plötzlich steil abfallen und Steilufer, die jederzeit ohne Vorwarnung abrutschen können. Auf dem meist kiesigen, sandigen Untergrund des Sees besteht Abrutschgefahr, wo die Wassertiefe zudem aufgrund von Untiefen stark variieren kann und Gefahr für Schwimmer auch von Schlingpflanzen droht.

Deshalb weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass die Nutzung des Sees und der Seeuferbereiche nur auf eigene Gefahr erfolgt. Beachten Badegäste allerdings die Gefahrenhinweise und verhalten sich den Baderegeln entsprechend, steht einem ungetrübten Badevergnügen nichts mehr im Weg.