Lange Jahre wurde geplant, diskutiert und auch gestritten - nun ist die Entscheidung gefallen: Die Ditib-Gemeinde in Karlsruhe bekommt eine neue Moschee. Das Gebäude soll auf ihrem eigenen Gelände in der Käppelestraße in der Oststadt entstehen. Die Erteilung der Baugenehmigung hatte Oberbürgermeister Frank Mentrup nach SWR-Informationen in der Sitzung des Hauptausschusses am Dienstag ausgesprochen - über eineinhalb Jahre, nachdem Ditib den Bauantrag eingereicht hatte.

Das Ditib-Gemeindehaus in Karlsruhe.
Das Ditib-Gemeindehaus in Karlsruhe. | Bild: Reiff

Projekt spaltet die Karlsruher Kommunalpolitik

Grund für die lange Dauer des Verfahrens: "Die Prüfung des Antrags erforderte diverse Unterlagen, nach Vorliegen aller Unterlagen konnte das Bauordnungsamt den Antrag nun entscheiden", heißt es auf Nachfrage von ka-news.de von der Stadt Karlsruhe.

Damit wurde ein Bauvorhaben besiegelt, das nicht nur im November 2016 zeitweise sogar auf Eis gelegt worden war, sondern in den vergangenen Jahren für reichlich Zunder in der Karlsruher Kommunalpolitik gesorgt hatte. Vor allem die CDU hatte das Projekt bemängelt und der Stadtverwaltung vorgeworfen, Geheimverhandlungen betrieben zu haben. 

Bild: ka-news

Minarett wird doch nur 28 Meter hoch

Mit der erteilten Baugenehmigung sollte dem Vorhaben nun aber eigentlich nichts mehr im Wege stehen. Konkret soll das Gebäude auf drei Geschossen künftig Platz für 700 Menschen bieten, der Versammlungsraum selbst soll 300 Menschen fassen und mit einer 17 Meter hohen Kuppel überdacht werden.

So soll die neue Moschee in der Käppelestraße aussehen.
So soll die neue Moschee in der Käppelestraße aussehen. | Bild: ka-news/juw/anb

Neubau der Ditib-Moschee

Die Höhe des geplanten Minaretts soll nach Angaben der Stadt allerdings statt den angedachten 35 Metern nur noch 28 Meter betragen. Zum Vergleich: Die Turmaufbauten des EnBW-Gebäudes in der Gerwigstraße messen 27,85 Meter. Zudem sollen 32 Parkplätze entstehen, ein Verkehrsgutachten wurde nach Aussage der Stadt gegenüber ka-news.de im Rahmen der Baugenehmigung erstellt.

Bis auf dem Gelände die ersten Bagger rollen, wird es wohl aber doch noch etwas dauern: Nach SWR-Informationen sei die Finanzierung des sechs Millionen Euro teuren Projekts noch nicht in trockenen Tüchern. Sobald das der Fall ist, soll mit dem Bau aber schon im kommenden Frühjahr begonnen werden können. 

Eine Anfrage von ka-news.de an die Ditib-Gemeinde Karlsruhe blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet.

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