Zumindest bei Facebook ist das Ergebnis eindeutig: 177.970 "Fans" haben sich der Gruppe "FÜR Stuttgart 21" angeschlossen -  "KEIN Stuttgart 21" kommt dagegen gerade mal auf 100.854 Mitglieder. Noch vor einem Jahr war der Abstand zwischen den beiden Gruppen deutlich geringer - schon damals lagen aber die Befürworter vorn, im Oktober 2010 mit rund 11.000 Anhängern.

Befürworter kommen auf 53 Prozent

Ein Ergebnis, das sich auch in repräsentativen Umfragen wiederfindet: Im Baden-Württemberg-Trend des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des SWR und der Stuttgarter Zeitung gaben im August dieses Jahres 53 Prozent der Befragten an, grundsätzlich für das umstrittene Bahnhofsprojekt zu sein, 32 Prozent sprachen sich dagegen aus. Relativ groß ist hier mit 15 Prozent der Anteil derer, die bei der Umfrage "keine Angabe" gemacht oder "weiß nicht" gewählt haben.

Ganz anders das Ergebnis der jüngsten, nicht repräsentativen ka-news-Umfrage zum Thema von Ende Oktober: Von 1.268 abgegebenen Stimmen entfielen 60,88 Prozent auf "Ich bin gegen Stuttgart 21", 30,99 Prozent sprachen sich für Stuttgart 21 aus.

Inzwischen sind es nur noch zwei Wochen bis zur Volksabstimmung. An diesem Wochenende möchten wir daher von Ihnen wissen: Wenn diesen Sonntag Volksabstimmung wäre - wie würden Sie abstimmen?

Aus gegebenem Anlass an dieser Stelle ein Hinweis wegen der Werbung des Bündnisses "Ja zum Ausstieg", die seit einigen Tagen auf ka-news läuft: Hierbei handelt es sich um eine gekaufte Anzeige, die auch als solche gekennzeichnet ist. Mir ist sehr wichtig zu betonen, dass diese Anzeige keinen Einfluss auf unsere redaktionelle Berichterstattung hat und auch nichts über unsere redaktionelle Linie aussagt. Redaktion und Anzeigenverkauf arbeiten bei ka-news unabhängig voneinander. Auf diese Trennung legen wir großen Wert.

Das Sonderthema Stuttgart 21, in dem wir unsere Berichterstattung rund um die Bahnhofsdiskussion sammeln, gibt es bereits seit über einem Jahr, genau so lange wird in diesem Umfeld auch Werbung eingeblendet. Dass sich nun erstmals auch das Bündnis "Ja zum Ausstieg" entschieden hat, hier Werbung zu machen, ist in meinen Augen nachvollziehbar, da hier natürlich am ehesten interessierte Leser angesprochen werden. Die Möglichkeit bei ka-news zu werben hatten und haben aber genau so die Befürworter des Bahnhofsprojekts.  Felix Neubüser, Redaktionsleiter.

 
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