"In den letzten Jahren wurde in Deutschland viel für den Schutz von Nichtrauchern getan", betont Wellenreuther. Um so unverständlicher sei es, dass auf Karlsruher Spielplätzen immer noch geraucht werden dürfe.

Wellenreuther setzt sich nun für ein Rauchverbot ein, wie er in einer Pressemitteilung bekannt gibt. Zigarettenkippen enthielten hoch giftige und krebserregende Substanzen und führten nach Aussage des Deutschen Krebsforschungsinstituts zu schweren Vergiftungssymptomen wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, wenn Kinder sie in den Mund nähmen und verschluckten.

In Karlsruhe regelt die Grünanlagenverordnung, dass Kleinabfälle nur in dafür aufgestellte Abfallbehälter entsorgt werden dürfen. "Leider halten sich viele Raucher nicht daran", beklagt Wellenreuther. Er plädiere daher dafür, in die Verordnung ein generelles Rauchverbot auf Spielplätzen aufzunehmen und dies durch deutlich sichtbare Hinweisschilder auf den Spielplätzen zu signalisieren.

Um den städtischen Haushalt durch die Schilder nicht zu belasten, schlägt der Unions-Politiker außerdem vor, sie ähnlich wie in Wiesloch durch Spenden zu finanzieren. Dort wurde in diesem Sommer eine Aktion gestartet, bei der sich jeder Bürger mit 20 Euro pro Schild beteiligen konnte, wobei jedem Spender eine Widmung auf der Rückseite des Schildes sicher ist.

"Da Kinder sich gegen rauchende Erwachsene nicht zur Wehr setzen können, muss die Politik dazu beitragen, dass ihr Lebensraum rauchfrei gestaltet wird", begründet Wellenreuther seine Initiative.