Menschen, die Schlimmes erlebt und Schreckliches gesehen haben, erlebten noch einmal die Hölle, der sie eigentlich entkommen schienen. Zerrissene Familien, traumatisierte Kinder, die ihre Heimat verlassen mussten und Zuflucht in einem der reichsten und sichersten Ländern der Welt suchen, wurden erneut Opfer.

Hier, wo sie zwar fremd sind, aber eigentlich sicher und willkommen sein sollten, wurde ihre hilflose Situation von Aufsehern ausgenutzt, sie wurden misshandelt und gepeinigt. Auch wenn es Einzelfälle sein mögen, jeder einzelne dieser Vorfälle ist unerträglich!

Viele Flüchtlingsunterkünfte werden von privaten Betreibern betreut, private Sicherheitskräfte sollen für Ordnung sorgen. Dabei gilt oft: Preis vor Qualität. Das darf nicht sein. Kommunen, Länder und der Bund müssen ihrer Verantwortung gerecht werden und die Mittel zur Verfügung stellen, die notwendig sind, um einen menschenwürdigen und sicheren Aufenthalt dieser Menschen in den Heimen gewährleisten!

Unterschiedliche Kulturen, verschiedene religiöse Glaubensvorstellungen, Sprachbarrieren, Trauma, Trauer und Hilflosigkeit - treffen hier auf engstem Raum aufeinander. Hier Halt und Hilfe zu geben, ist nicht einfach, überfordert auch die Mitarbeiter.

Daher braucht es für diese schwierigen Aufgaben genügend zuverlässiges und geschultes Personal. Und vor allem ausreichende Kontrollen, damit schwarze Schafe keine Chance haben. Der Skandal um die misshandelten Flüchtlinge muss Konsequenzen haben - und zwar sofort. So etwas darf nicht wieder vorkommen!

Siehe auch:

Nach Attacken im Asylheim: Karlsruhe will Sicherheit von Flüchtlingen kontrollieren

Ermittler überprüfen nach Misshandlungen Flüchtlingsunterkünfte

Wachdienst nach Misshandlungen in Flüchtlingsheim gekündigt

Nach Misshandlungen in NRW: auch Ermittlungen in Essen

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