Leere Pappkartons, Knallerbsen, abgefackelte Wunderkerzen, gebrauchte Böller: Karlsruhes Straßen erinnern an eine fulminante Silvesternacht - bis die städtischen Saubermacher die ungeliebten Überbleibsel der verkaterten Bürger abtransportieren. Letztere ziehen sich dabei gerne gemütlich aus der Verantwortung, selbst wenn der hauseigene Gehweg voll von Schmutz kaum mehr zu erkennen ist. Dabei sollte gelten: Wer böllern kann, kann auch aufräumen.

Schwer ist es eigentlich nicht, um Mitternacht samt Raketen eine Mülltüte mit auf die Straße zu nehmen, oder? Schließlich würde auch niemand das Geschenkpapier von Weihnachten aus dem Fenster schmeißen, wenn Heiligabend rum ist. Auch wenn die Feierlaune groß ist - einen Moment sollte sich an Silvester oder Neujahr jeder nehmen, um die abgefackelten Überbleibsel (zumindest die, die nicht in der Luft zerspringen) einzusammeln und in einen wenige Meter entfernten Mülleimer zu bringen. Zu viel verlangt ist das nicht.

Das Karlsruher Amt für Abfallwirtschaft (AFA) ist auch in diesen Tagen wieder im Einsatz und wird trotz personeller Aufstockung Tage brauchen, bis die Fächerstadt vom Böllermüll befreit ist. Es wäre doch schön, wenn jeder Bürger trotz Katerstimmung ein wenig Verantwortung zeigen und seinen eigenen Silvesterabfall selbst in die Hand nehmen würde. Wer feiern kann, kann auch aufräumen - Muttis Mahnung verjährt eben doch nicht.

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