Karlsruhe Sexueller Übergriff am Staatstheater Karlsruhe: Angeklagter zu Bewährungsstrafe verurteilt

Nach drei Verhandlungstagen wurde der angeklagte Mitarbeiter des Badischen Staatstheaters vom Amtsgericht Karlsruhe wegen sexuellen Übergriffs und sexueller Belästigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und sieben Monaten verurteilt. Die Freiheitsstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.

"Das Gericht sieht es aufgrund des Ergebnisses der Hauptverhandlung als erwiesen an, dass der Angeklagte während der Premierenfeier nach der Premiere der Oper „Elektra“ am 26. Januar 2019 zunächst eine sexuelle Belästigung zum Nachteil eines Statisten und sodann einen sexuellen Übergriff zum Nachteil eines weiteren Statisten begangen hat", heißt es in einer Pressemitteilung des Gerichts.

Hinsichtlich der angeklagten Vergewaltigung konnte sich das Gericht nicht mit der für eine Verurteilung erforderlichen Sicherheit vom Tatvorwurf überzeugen. Das Gericht folgte hinsichtlich des Strafmaßes dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Verteidiger des Angeklagten hatte Freispruch beantragt. Als Bewährungsauflage wurde dem Angeklagten eine Wiedergutmachung in Höhe von 3.000 Euro zugunsten des Opfers des sexuellen Übergriffs auferlegt. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig.

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