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Durlach Straßenstrich in Karlsruhe: Kommt jetzt der dritte Sperrbezirk?

Aufatmen bei den Anliegern des Karlsruher Straßenstrichs: Gute Nachrichten überbrachte Björn Weiße, Chef des Karlsruher Ordnungs- und Bürgeramtes, dem Durlacher Ortschaftsrat am Mittwoch. Das Regierungspräsidium habe nach mehreren intensiven Gesprächen nun Wohlwollen gezeigt und signalisiert, bis Ende des Jahres der Einrichtung eines dritten Sperrbezirks in Karlsruhe zustimmen zu wollen.

Bisher, so Weiße, gebe es in Karlsruhe zwei Sperrbezirke: Einen, der die Innenstadt bis etwa zum Bahnhof einschließt und der sowohl die Wohnungs- als auch die Straßenprostitution verbiete. Darüber hinaus gebe es einen weiteren, etwa von der Südtangente bis zum Ostring reichend, in dem lediglich die Straßenprostitution untersagt sei.

"Man kann auch ziemlich genau sehen, wo dieser zweite Sperrbezirk endet", berichtet der Amtsleiter. Nämlich genau da, wo die Damen am Ostring stehen. "Sie kennen die Abgrenzungen ganz genau", erklärt er.

Straßenstrich nur noch zwischen 22 und 6 Uhr

Um nun das Problem der Straßenprostitution in Durlach zu lösen, sei man in einem Arbeitskreis zu dem Entschluss gekommen, dass ein weiterer, dritter Sperrbezirk Abhilfe schaffen könnte. Dieser würde dann den Rest der Fächerstadt abdecken und die Straßenprostitution tagsüber, zwischen 6 Uhr und 22 Uhr, verbieten, wie es am Mittwochabend heißt. "Da es sich um ein legales Gewerbe handelt", so Weiße, "muss man einfach auch die Interessen der Damen berücksichtigen".

Andererseits könne er die Probleme der Anwohner natürlich verstehen. Die 22-Uhr-Lösung hält er deshalb für einen gelungenen Kompromiss, über den letztlich nun aber das Regierungspräsidium entscheiden muss. "Wir haben auch mit den betroffenen Sportvereinen gesprochen - auch die halten das Verbot bis 22 Uhr für eine gute Lösung", so der Amtsleiter weiter.

Man habe in einigen Gesprächsrunden seit Mai nun auch das Regierungspräsidium von dieser Maßnahme überzeugt. "Unser Antrag ist nun endlich hinreichend begründet. Das Regierungspräsidium hat einer Entscheidung bis zum Jahresende zugesagt", berichtet Weiße dem Durlacher Ortschaftsrat. Nachdem man dort zuerst sehr zurückhaltend reagiert habe, stünden die Entscheider dort dem Antrag nun durchaus wohlwollend gegenüber. Er rechne fest damit, dass der dritte Sperrbezirk Anfang 2015 eingerichtet werden könne.

Müllproblematik weiter beobachten

"Die Anwohner werden mit dieser Lösung nicht zufrieden sein", erklärt jedoch Petra Stutz von der Fraktion der Freien Wähler. Denn vor allem das Müllproblem sei durch diesen Ansatz nicht gelöst. "Wir werden diese Lösung hinnehmen. Aber es ist auch klar, dass wenn das nicht klappt, es nicht wieder ein Jahr dauern darf, bis man reagiert", forderte sie und regt an, dann eventuell auch über abgeschirmte und eingegrenzte Areale nachzudenken, auf die man die Straßenprostitution dann beschränken könne.

Weiße sichert am Mittwoch zu, dass der Kommunale Ordnungsdienst, aber auch die Polizei die Einhaltung der neuen Regelung kontrollieren werden, und man in diesem Zusammenhang auch die Müllproblematik beobachten werde. 

Einig sind sich alle Räte, dass die angestrebte Lösung der einzig rechtlich mögliche Schritt zur Einschränkung der Straßenprostitution ist. "Die Situation ist für viele sehr unangenehm", erkennt auch Ortsvorsteherin Alexandra Ries, "aber wir dürfen nicht vergessen, dass es sich dabei um ein legales Gewerbe handelt. Wir können nur hoffen, dass wir die alles andere als erfreuliche Situation so in den Griff bekommen."

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  •   Greywolf
    (627 Beiträge)

    14.11.2014 03:28 Uhr
    Im Prinzip hast du Recht,
    aber wenn ich daran denke wer da alles vor mir seinen Saft abgelassen hat? Schon der Gedanke erzeugt einen Wuergereiz!
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  •   Hardy_spricht
    (751 Beiträge)

    14.11.2014 17:41 Uhr
    so isses
    ganz meine Rede
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  •   Robert1959
    (2094 Beiträge)

    13.11.2014 16:54 Uhr
    Bald zahlen wir alle!
    Wenn TTIP kommt, dann muß der Staat zahlen, wenn es in dem einen Staat möglich ist und der andere sich weigert!
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  •   todi01
    (1164 Beiträge)

    13.11.2014 15:48 Uhr
    Solange man
    die Anfahrtsroute zu den Damen aus Richtung Frankreich/Rastatt und Pfalz gut ausschildert, ist es doch eigentlich egal, wo sie stehen. Die Fahrzeuge, die in der Fautenbruchstraße Schneckentempo fahren, haben nur selten Karlsruher Kennzeichen.
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  •   karlsruher1955
    (1292 Beiträge)

    13.11.2014 13:37 Uhr
    Straßenstrich ist ein LEGALES Geschäft ?
    diesem Beitrag ist nichts hinzuzufügen, da er inhaltlich völlig richtig ist.
    Daran wird auch das Ordnungsamt und Herr Weise nichts ändern.Das ist wie mit den Aufschriften auf Zigarettenpackungen "rauchen kann tödlich sein, etc. " Solange der Staat finanzielle Vorteile hat wird nichts dagegen unternommen bzw. verboten auch wenn es tödlich sein kann.
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  •   mixe
    (1202 Beiträge)

    13.11.2014 15:08 Uhr
    wie wahr,
    die behörde will aktivität vortäuschen ohne jemandem weh zu tun. viele die sich tagsüber über die "damen" aufregen gehen am abens selbst zu ihnen. heuchler
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  •   Hardy_spricht
    (751 Beiträge)

    13.11.2014 13:17 Uhr
    Straßenstrich ist ein LEGALES Geschäft ?
    Es ist also legal Mädels aus (vorwiegend) Osteuropa unter falschen Versprechungen nach Deutschland zu locken, sie zu mißhandeln (ganz brutal gesagt vergewaltigen) und dann auszubeuten, in dem man sie zum anschaffen auf die Strasse schickt?
    Wer bitte glaubt denn allen Ernstes, dass die das (alle) freiwillig machen? Siehe hierzu den Bericht von KA-News, als sich ein paar der Damen gegen ihre Peiniger gewehrt haben.
    Glaubt ihr allen Ernstes, dass es den Frauen Spaß macht für ein paar Mücken mit dicken und/oder alten und/oder schwitzenden Möchtegern-Hengsten zu ****** ??
    Und welcher Mann geht zu diesen Damen ? Alleine die Vorstellung, dass vor einem bereits ein Dutzend ihr Geschäft erledigt haben.

    Bin mal kurz auf der Toiletten ... muss mcih übergeben.....
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  •   Gehwegparker
    (2887 Beiträge)

    16.11.2014 19:01 Uhr
    Falsche Versprechen
    Man muß aber auch ganz klar sagen, daß manche selber schuld sind. Es gibt immer wieder naive Leute, die die utopischsten Versprechungen glauben. Wenn jemand meint, ohne Aufwand das zehnfache zu verdienen, sollte er/sie schonmal stutzig werden...

    Ist natürlich keine Entschuldigung, aber manchmal wird Dummheit eben auch bestraft...
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  •   Menschenverstand
    (590 Beiträge)

    13.11.2014 13:44 Uhr
    Du verwechselst da was
    weil du verschiedene Sachen in einen Topf wirfst. Nur weil Schwarzarbeit illegal ist, ist das Baugewerbe noch lange nicht illegal (wenn dein Geist diesem Beispiel folgen kann). Im Übrigen wäre das Bild eines Pfaffen als Avatar für dich sehr viel angemessener...
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  •   Hardy_spricht
    (751 Beiträge)

    13.11.2014 13:58 Uhr
    Wir bleiben hier bitte beim SIE
    Vergleich mit Baugewerbe hinkt - das wissen Sie, aber das macht IHR Geist nicht mit, also belassen wir es dabei.

    Und nur weil ich Stil habe bin ich noch lange kein Pfaffe.
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